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Felix Magath hat mit einer Kampfansage an Spitzenreiter Bayern München den Endspurt im Titelrennen der Fußball-Bundesliga eröffnet. "Es gibt ja nur noch zwei Mannschaften, die realistische Chancen auf die Meisterschaft haben, das sind die Bayern und wir", sagte der Trainer des Tabellenzweiten Schalke 04 am Donnerstag: "Wir sind die einzige Mannschaft, die den Bayern noch Paroli bietet. Jetzt geht es nur noch um Rot oder Blau."

Trotz zwei Punkten Rückstand und der deprimierenden 1:2-Niederlage im Spitzenspiel vor zwei Wochen sieht der Coach für sein Team sogar einen großen Vorteil. "Wir haben die gute Situation, dass die Münchner im Halbfinale der Champions League stehen", sagte Magath: "Diese internationalen Spiele erfordern vom Verein und von der Mannschaft sehr viel Aufmerksamkeit. Um diese Spiele herum wird so mancher Punkt in der Liga gelassen."

Gladbach, Hertha, Bremen und Mainz

Magath, der von 2004 bis 2007 selbst die Münchner trainierte und ihnen im Vorjahr mit dem VfL Wolfsburg bereits den Meistertitel wegschnappte, empfängt mit den Schalkern am Samstag Borussia Mönchengladbach, muss dann zu Hertha BSC Berlin reisen, empfängt am vorletzten Spieltag Werder Bremen und muss zum Saisonfinale beim FSV Mainz 05 antreten.

Doch auch der zweite Platz und die damit verbundene direkte Qualifikation für die kommende Saison in der Champions League würde den Schalker Coach in punkto Personalplanung entscheidend voranbringen - vor allem mit Blick auf eine Vertragsverlängerung mit Torjäger Kevin Kuranyi.

"Champions League würde uns helfen"

"Nur dann hätten wir genügend Mittel, um in diesen Größenordnungen mit Spielern zu reden", sagte der Meister-Coach im Sport1-Interview. Der Vertrag des in dieser Saison schon 18-mal erfolgreichen Ex-Stuttgarters Kuranyi läuft am Saisonende aus. Offenbar hat er mehrere Angebote, auch aus dem Ausland, vorliegen.

Magath machte derweil kein Geheimnis daraus, dass die "Königsblauen" die Gelder aus der "Königsklasse" angesichts der finanziellen Schwierigkeiten generell gut gebrauchen könnten: "Das würde uns mehr helfen, als wenn wir in Anführungsstrichen nur in der Europa League spielen würden."

"Werden noch Spieler verpflichten"

Laut des Schalker Trainers und Managers sei der Traditionsklub "auf dem richtigen Weg. Und wir werden weiter daran arbeiten, sportlich kein zu hohes Risiko zu gehen, sondern mit Augenmaß und Blick auf den Geldbeutel unsere sportliche Ausrichtung vorzunehmen".

Der Ex-Nationalspieler will die Schalker Mannschaft dennoch für die neue Saison weiter verstärken: "Wir werden sicher noch den einen oder anderen Spieler verpflichten. Die Saison hat aber auch gezeigt, dass wir mit dem jüngsten Team der Liga auf einem guten Weg sind. Wir wollen die Spieler natürlich weiterentwickeln, aber auch von außen Verstärkungen holen."

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