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Die statistischen Daten des Bernd Schneiders von Bayer 04 Leverkusen brechen irgendwann Anfang 2008 ab. 295 Spiele und 81 Tore stehen zu Buche. Immer waren es mindestens 28, meistens über 30 Einsätze in einer Spielzeit.

Für die Saison 2007/2008 sind nur noch 15 Matches notiert, für die laufende noch gar keins. Grund war zunächst eine langwierige Knieverletzung aus dem UEFA-Cup-Duell gegen Leiria. Noch nachhaltiger aber sind die Folgen einer am 25. April 2008 in Hannover vorgenommenen Operation im Halswirbel-Bereich, notwendig geworden durch einen Bandscheiben-Vorfall. Für einen Fußballer eher ein untypischer Vorgang.

So will er nicht aufhören

Negative Gedanken sieht er sich selbst in diesen Monaten ebenso wenig nach wie Ungeduld: "Es ist zwar ärgerlich, aber durch Jammern wird nichts besser. Im Gegenteil, das zieht einen nur runter. Ich schaue nach vorne".

Da muss noch was sein für den Herzblut-Fußballer Bernd Schneider. Im November wird er 35. Da hat man in diesem Job nicht mehr so viel Zeit. Aber so will er nicht aufhören. Auch und nicht zuletzt nach dem EM-Verzicht kann das nicht alles gewesen sein.

Zeitpunkt des Comebacks völlig offen

Tagtäglich steht ein strammes Programm auf dem Zettel. Rehabilitationsmaßnahmen zur Stabilisierung und Kräftigung bei Mannschaftsarzt Dr. Achim Münster in der Klinik in Köln-Merheim gehören ebenso dazu wie Lauf- und Radtraining mit Fitnesscoach Holger Broich.

Seit gut zwei Wochen darf er sich auch wieder seinem liebsten Spielgerät, dem Ball, zuwenden. "Man bescheinigt mir gute Fortschritte", sagt er, "aber der Zeitpunkt des Comebacks ist noch offen. Ich würde gerne ein genaues Datum mitteilen, aber das geht nicht. Im Vordergrund steht die Ausschaltung sämtlicher gesundheitlicher Risiken."