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Köln - Christoph Kramer gehörte zu den großen Überraschungen der WM. Im Finale stand der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach sogar anstelle des angeschlagenen Sami Khedira in der Startelf, musste nach einem Knockout infolge eines Zusammenpralls mit einem argentinischen Verteidiger allerdings schon nach 31 Minuten ausgewechselt werden.

Zuvor soll der 23-Jährige den italienischen Schiedsrichter Nicola Rizzoli noch gefragt haben: "Schiri, ist das das Finale? Ich muss wissen, ob das wirklich das Finale ist." Pünktlich zur Siegerehrung stand Kramer dennoch wieder mit seinen Kollegen auf dem Platz und mischte am Dienstag bei der Rückkehr der Weltmeister nach Deutschland auch bei der großen Party auf der Fanmeile mit (WM-Sonderseite). 

Der Shootingstar scheint also nicht nur den K.o.-Schlag, sondern auch die Strapazen der vergangenen Wochen gut weggesteckt zu haben, wovon sich Fohlen-Sportdirektor Max Eberl umgehend überzeugt hat: "Ich habe mit Chris nach dem Finale gesprochen, ihn aber nicht gefragt, ob er das wirklich so zum Schiedsrichter gesagt hat. Als wir telefoniert haben, wusste er auf jeden Fall, dass er jetzt Weltmeister ist", sagte der 40-Jährige im Interview mit bundesliga.de.

Umworbener Shootingstar 

Kramers Name ist derzeit in aller Munde, was automatisch auch das Interesse anderer Vereine weckt. Schließlich ist der Sechser, der nun wie alle Weltmeister erst einmal Urlaub hat, nur noch für ein Jahr von Bayer Leverkusen an den Rivalen vom Niederrhein ausgeliehen. Wobei der VfL den beidfüßigen 1,89-Meter-Mann natürlich gerne länger behalten würde.

Eberl trauert daher - mit einem großen Augenzwinkern - der verpassten Gelegenheit nach, Kramers Zustand direkt nach dem Knockout auszunutzen: "Wenn ich es mir recht überlege, hätte ich versuchen sollen, ihm weiszumachen, dass er bei uns nicht nur ein, sondern sogar noch zwei Jahre Vertrag hat..."

Das vollständige Interview mit Max Eberl lesen Sie ab Montag auf bundesliga.de!