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Wolfsburg - Nach sechs Spielen ohne Sieg feierte 1899 Hoffenheim mit dem wieder einen "Dreier" - und den ersten Erfolg im dritten Spiel unter Neu-Trainer Markus Babbel.

"Der Sieg war hochverdient", sagte Daniel Williamsbundesliga.de nach der Partie. Der defensive Mittelfeldspieler war - Anwesenheit von US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann, der Williams über Mäzen Dietmar ein Lob vom Ex-DFB-Coach ausrichtete -Teil einer starken Defensive, die über 90 Minuten nur zwei Torchancen der "Wölfe" zuließ.

Am Mittwoch trifft Williams mir der US-Auswahl auf den dreimaligen Weltmeister Italien. Und am kommenden Sonntag wünscht er sich "endlich mal wieder einen Heimsieg. Das sind wir unseren Fans schuldig".

bundesliga.de: Herr Williams, wie haben Sie die Partie gesehen?

Daniel Williams: Der Sieg war hochverdient. Es war besonders beeindruckend, wie wir nach dem Ausgleich zurückgekommen sind. Auf dieser Leistung können wir aufbauen.

bundesliga.de: Die Mannschaft hat druckvoll begonnen. Das 1:0 nach eineinhalb Minuten war bereits der dritte Angriff der Hoffenheimer im Spiel. War die taktische Marschroute, Wolfsburg von Beginn an unter Druck zu setzen?

Williams: Nein. Wir wussten, dass Wolfsburg sehr hoch steht. Das wollten wir ausnutzen, denn das kommt unseren schnellen Angriffsspielern sehr entgegen.

bundesliga.de: Der Elfmeter in der 69. Minute war die erste Torchance der Wolfsburger im Spiel. Da hätte Hoffenheim schon klar führen müssen. Was ging Ihnen beim 1:1 durch den Kopf?

Williams: Ich habe gedacht: Nicht schon wieder. Wir haben diese Saison schon häufig 1:1 gespielt (fünf Mal; die Red.), obwohl wir die Spiele hätten gewinnen müssen. Heute aber habe ich fest daran geglaubt, dass wir noch gewinnen.

bundesliga.de: Was hat Markus Babbel in der kurzen Zeit anders gemacht als Holger Stanislawski?

Williams: So viel konnte er in der kurzen Zeit ja noch gar nicht machen, aber ich glaube, wir stehen kompakter und haben mehr Ordnung in der Defensive.

bundesliga.de: Hoffenheim ist mit dem Sieg an Wolfsburg vorbeigezogen und steht neun Punkte vor dem Relegationsplatz. Ist das Abstiegsgespenst vertrieben?

Williams: Ich habe schon vor Wochen gesagt, dass Abstieg für mich kein Thema ist. Wir haben heute gezeigt, die Mannschaft lebt, sie hat Charakter. Aber natürlich dürfen wir nicht leichtsinnig werden. Am besten, wir denken weiter nur von Spiel zu Spiel.

Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp kommt vorbei, nimmt Williams in den Arm und richtet von US-Nationaltrainer Jürgen Klinsmann Grüße und Lob für ein starkes Spiel aus.

bundesliga.de: War die Anwesenheit von Jürgen Klinsmann im Stadion ein besonderer Ansporn für Sie?

Williams: Nein, das konnte kein Ansporn sein, da ich gar nicht wusste, dass er im Stadion ist. Aber das Lob freut mich natürlich.

bundesliga.de: Sie treffen am Mittwoch mit den USA auf Italien. Was erwarten Sie von der Partie?

Williams: Ich freu' mich sehr. Italien ist ein großer Name. Ich hoffe, dass ich zur Startelf gehöre. Es ist natürlich super, mit einem Sieg im Koffer zur Nationalmannschaft zu fahren.

bundesliga.de: Was erwarten Sie von der Partie am kommenden Sonntag gegen den 1. FC Köln?

Williams: Ganz klar: Wir müssen endlich wieder mal ein Heimspiel gewinnen. Das sind wir unseren Fans schuldig.

bundesliga.de: Das muss die Mannschaft ohne Sie schaffen. Sie sind wegen der fünften Gelben Karte gesperrt...

Williams: Das stimmt, ich bin leider gesperrt. Aber lieber gegen Köln als gegen Bayern. Da spielen wir eine Woche später.

Aus Wolfsburg berichtet Jürgen Blöhs

www.bundesliga.de/de/liga/matches/2011/index.php?bmi=130469&reiter=b&tag=23