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Es begann am 7. Februar 2009 beim Spiel des VfL Wolfsburg gegen den VfL Bochum. In der 21. Minute tunnelte Edin Dzeko den Bochumer Keeper, kurz vor Ende der Partier erhöhte er auf 2:0. Mit diesen beiden Treffern begann die unglaubliche, ja fast schon unheimliche Torserie des Bosniers.

19 weitere Treffer ließ Dzeko in den nächsten 15 Saisonspielen folgen, allein zehn Mal war er an den letzten fünf Spieltagen der Saison 2008/09 erfolgreich und hatte somit maßgeblichen Anteil am ersten deutschen Meistertitel der "Wölfe".

Im Krieg aufgewachsen

Ab jenem Samstag im Februar veränderte sich das Leben des Angreifers Stück für Stück. Aus einem unscheinbaren Talent wurde ein Superstar. Einer, dem die Zukunft gehörte, war in dieser Zukunft angekommen.

Doch der Weg ins Rampenlicht war ein langer, ein harter und ein teilweise äußerst beklemmender. Geboren und aufgewachsen in Sarajevo beherrschte der dort wütende Bürgerkrieg die frühe Kindheit Dzekos. Als er sechs Jahre alt war, begann der Balkankrieg.

Wechsel ins Ausland

"Ich hatte große Angst, jeden Tag", erinnert er sich in einem Interview. "Wir mussten uns immer verstecken, wenn Schüsse krachten und Bomben fielen." Ein Alltag, in dem Dzeko nur beim Fußballspielen Trost fand. Mit zehn Jahren kam er zum FK Zeljeznicar Sarajevo.

In der Saison 2004/05 wurde der Verein vom Tschechen Jiri Plisek trainiert. Dieser empfahl das bosnische Talent, welches in seinen Reihen spielte, an den FK Teplice. Der tschechische Spitzenclub fackelte nicht lange und verpflichtete Dzeko im Sommer 2005.

Neue Heimat Wolfsburg

Auch wenn sein erstes Gehalt nur 80 Euro betrug gab Dzeko immer hundert Prozent und machte sich schnell einen Namen. "Der Krieg hat mich stark gemacht", fiel seine einfache Erklärung für sein ständiges Streben nach Größerem aus. So wurde er 2006/07 zum besten ausländischen Spieler der Liga gewählt. Längst hatte Felix Magath ein Auge auf ihn geworfen.

Als Dzeko im Sommer 2007 nach Wolfsburg wechselte, galt er als eben jene Investition in die Zukunft. Niemand konnte ahnen, wie schnell diese rosigen Zeiten anbrechen würden. Heute zählt Dzeko zu den begehrtesten Stürmern der Welt.

Dies wurde spätestens im Herbst 2009 deutlich, als Dzeko und der VfL im Rahmen ihrer ersten Champions-League-Teilnahme zu Gast in Old Trafford waren. Anstatt die Leistung seines Teams nach dem glücklichen Sieg zu loben, überschüttete Alex Fergusen, Trainer von Manchester United den "jungen Wolf" mit Anerkennung: "Wenn er so spielt wie heute Abend, kann er auf höchstem internationalen Niveau spielen. Er wird noch besser, er wächst noch."

Ein schöner Gedanke.

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