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Wolfsburg hat die Überraschung am 2. Spieltag der Champions League knapp verpasst. Mit 1:2 musste sich das Team von Armin Veh am Ende Manchester United geschlagen geben. Die VfL-Akteure in der bundesliga.de-Einzelkritik.

Diego Benaglio: War über weite Strecken ein sicherer Rückhalt und verhinderte mit einer Glanztat gegen Michael Carrick den frühen Rückstand. Ließ sich im Laufe des Spiels ein wenig von der Nervosität seiner Vorderleute anstecken, war bei den Gegentreffern aber machtlos.

Sascha Riether: Sehr emsig und laufstark. Wirkte aber phasenweise sehr nervös, was sich in Fehlpässen und Stellungsfehlern in der Anfangsphase äußerte. Steckte aber trotzdem nie auf und biss sich ins Spiel. Der Rechtsverteidiger gewann gute 71,4 Prozent seiner Zweikämpfe am Ball.

Alexander Madlung: Spielte einen routinierten Part in der Innenverteidigung. Zusammen mit Costa hatte er die Weltklasse-Angreifer Michael Owen, Wayne Rooney und Dimitar Berbatov lange Zeit gut im Griff. Der Innenverteidiger hatte bei den "Wölfen" die meisten klärenden Aktionen.

Ricardo Costa: Stand überraschend statt Andrea Barzagli in der Startelf und liefert über weite Strecken eine starke Vorstellung ab. Wirkte dynamisch im Zweikampf und präsent bei hohen Bällen. Beim Gegentor durch Michael Garrick griff er Vorbereiter Dimitar Berbatov nicht entschlossen genug an. Zur Halbzeit hatte Costa noch alle seine Zweikämpfe für sich entschieden, nach 90 Minuten waren es nur noch 50 Prozent.

Marcel Schäfer: Wirkte emsig in der Offensivbewegung, ließ allerdings die Präzision bei Hereingaben vermissen. Hatte defensiv viele Probleme mit dem quirligen Antonio Valencia.

Josue: Der defensive Mittelfeldspieler konnte nach Knieproblemen unter der Woche doch von Beginn an spielen. Hatte in der Anfangsphase starke Momente bei der Balleroberung, baute im Laufe der ersten Hälfte aber merklich ab.

Makoto Hasebe: Wirkte rechts im Mittelfeld mehrmals überfordert gegen Routinier Ryan Giggs und den häufig mit aufgerückten Patrice Evra. Bereitete das VfL-Tor mit einer präzisen Flanke auf Dzeko vor (56.). Wurde in der 73. Minute für Karim Ziani ausgewechselt.

Christian Gentner: Hatte in der Anfangsphase die große Chance zur Führung nach einem Doppelpass mit Grafite, brachte wenige Meter vor dem Tor aber keinen Druck hinter den Ball. War emsig im Spiel nach vorne, spielte allerdings auch mehrere Fehlpässe. In der Rückwärtsbewegung stand er zudem mehrmals nicht eng genug beim Gegenspieler. Beim Freistoßtreffer von Ryan Giggs, fälschte er den Ball unglücklich ab.

Zvjezdan Misimovic: Mit überlegten Pässen zog der Spielmacher in den ersten 15 Minuten in gewohnter Manier die Fäden, verlor dann aber wie das gesamte Team selbst den Faden. Bei den seltenen Wolfsburger Vorstößen war er immer beteiligt. Er hatte die meisten Ballkontakte bei den Wölfen (89) und bestritt die meisten Zweikämpfe am Ball.

Grafite: Der Brasilianer ist weiter auf der Suche nach der Form der Vorsaison. Lief sich mehrmals im Strafraum fest, rieb sich auf und zeigte ungewohnte Schwächen beim Passpiel. Hatte mit Nemanja Vidic und Rio Ferdinand allerdings auch routinierte und knallharte Bewacher gegen sich.

Edin Dzeko: War an allen gefährlichen Aktionen der Wolfsburger beteiligt, aber nicht so präsent wie zuletzt in der Bundesliga. Stand in der 56. Minute nach Hasebes Flanke goldrichtig und köpfte den Ball lehrbuchmäßig in den Torwinkel. Im elften Pflichtspiel der Saison traf er damit zum siebten Mal. Es war zugleich sein erstes Tor in der "Königsklasse".

Karim Ziani: Kam in der 73. Minute für Hasebe. Verschuldete den Ballverlust vor dem zweiten Gegentreffer, als er an der eigenen Eckfahne zu verspielt auftrat.

Obafemi Martins: Kam in der 82. Minute für Grafite.


Spielbericht: ManUnited - VfL Wolfsburg