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München - Für Schalkes Chefcoach Huub Stevens steht am 16. Spieltag eine besondere Partie an. Beim Gastspiel des FC Schalke bei Hertha BSC trifft er auf seinen ehemaligen Verein (Freitag, ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Für knapp anderthalb Jahre lenkte er ab Sommer 2002 die Geschicke des Hauptstadtclubs.

Kontakte zur "Alten Dame" hat der Niederländer noch. "Manager Michael Preetz war damals Spieler unter mir", erzählt Stevens und verteilt gleich ein Lob an seinen ehemaligen Schützling: "Er und die anderen Verantwortlichen machen einen guten Job", sagte der Niederländer.

Papadopoulos und Jones wieder spielberechtigt

Hertha spiele gut nach vorne und nehme immer wieder Positionswechsel vor, lobt der 58-Jährige. "Dem müssen wir entgegenwirken und das tun, was ich immer sage: Die eigenen Qualitäten ins Spiel bringen. Wir wollen weit von unserem Tor wegspielen und den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen."

Auf eine finale Taktik hat sich Stevens aber noch nicht festgelegt. "Wir müssen abwarten, welche Spieler uns zur Verfügung stehen", sagt er. Eines ist aber sicher: Kyriakos Papadopoulos und Jermaine Jones sind nach ihren abgesessenen Gelbsperren wieder spielberechtigt.

Zudem könnte Benedikt Höwedes nach seiner Außenbandteilruptur im rechten Knie in den Kader zurückkehren. "Bene hat zuletzt gut trainiert. Gegen Augsburg hatte er sich aber noch nicht bereit gefühlt, deshalb hat er nicht gespielt", sagt Stevens.

Huntelaars Einsatz fraglich

Auf der Kippe steht der Einsatz von Klaas-Jan Huntelaar. Der Torjäger plagte sich zuletzt mit einer Magen-Darm-Grippe, weshalb er am Montag mit dem Training aussetzen musste. Am Mittwochnachmittag absolvierte der niederländische Stürmer aber das volle Programm.

Personell aus dem Vollen Schöpfen kann derweil Hertha-Trainer Markus Babbel. Bis auf den verletzten Innenverteidger Maik Franz stehen dem Coach alle Spieler zur Verfügung. Vieles spricht dafür, dass der Trainer seine erste Elf, abgesehen von der Innenverteidiger-Position, kaum umbauen wird. Dem zuletzt nicht berücksichtigten Tunay Torun bescheinigte Babbel eine "starke Trainingswoche. Er ist auf dem richtigen Weg". Gut möglich, dass der Türke zumindest wieder im Kader stehen wird

Die Berliner blieben zuletzt vier Spiele in Folge ohne Sieg und peilen gegen die "Knappen" die Trendwende an. "Bei einem Sieg haben wir eine richtig gute Hinrunde gespielt", sagte Sportdirektor Michael Preetz.

Noch ein Treffen mit dem Ex

Für Berlins Verteidiger Levan Kobiashvili ist das Spiel gegen S04 ebenfall ein Treffen mit der Vergangenheit. Sechseinhalb Jahre spielte der Georgier in Gelsenkirchen, ehe er im Januar 2010 zu Hertha BSC wechselte.

"Es ist natürlich schon etwas anders, als ein normales Bundesliga-Spiel", sagt Kobiashvili. "Ich hatte bei dem Verein eine schöne Zeit, habe immer noch Freunde und Bekannte dort. Ich freue mich auf das Spiel, aber auf dem Platz konzentriere ich mich nur auf meine Leistung und will das Maximale für Hertha BSC und den Sieg geben."