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Am Donnerstag düste Martin Jol ab in den Weihnachtsurlaub in sein Haus in London.

Rundum zufrieden begeht der Trainer des Hamburger SV die Feiertage, mit dem 3:1 (2:0)-Erfolg im letzten Gruppenspiel des UEFA-Pokals gegen Aston Villa hat seine Mannschaft für einen gelungenen Jahresausklang gesorgt, die Fans verwöhnt und für HSV-Chef Bernd Hoffmann "ein zusätzliches Glöckchen an den Baum gehängt".

"Die möglichen Gegner sind etwas leichter"

Als Sieger der Gruppe F wird den Hanseaten bei der Auslosung der K.o.-Runde der letzten 32 am Freitag in Nyon nun ein Gruppendritter zugeteilt sowie zunächst (18./19. Februar) ein Auswärtsauftritt.

Im Rückspiel (26. Februar) haben die Hanseaten Heimrecht. "Das war ein großes Ziel von uns und das haben wir geschafft, darüber bin ich glücklich", sagte Jol, "die möglichen Gegner sind jetzt insgesamt doch etwas leichter."

Jol wünscht sich, dass Olic bleibt

Obwohl sie sich damit ein Geschenk selbst bereiten konnten, haben die Hanseaten beim Weihnachtsmann noch einen langen Wunschzettel abgegeben. Ganz oben steht auf der Liste, dass sich Stürmer Ivica Olic doch noch für einen Verbleib in Hamburg entscheidet.

Der Kroate unterstrich mit zwei Klassetoren (30./57.) seine Topform. Mit "Ivica, Ivica"-Sprechchören feierten die Fans den 29-Jährigen. "Man hat gesehen, wie populär Olic in Hamburg ist", sagte Jol, "ich hoffe, dass er bleibt. Wenn er geht, dann wird es schwierig für uns."

Auch Petric glänzt

Zweiter Wunsch ist, dass Mladen Petric seine Glanzform ins neue Jahr retten kann. Der Zugang aus Dortmund brillierte auch gegen die biedere B-Auswahl der Engländer. Sein Führungstreffer (18.) war bereits das 15. Tor im 23. Pflichtspiel.

Das späte Gegentor durch Nathan Delfouneso (83.) interessierte da niemanden mehr. "Wenn wir in der Rückrunde auch so spielen, holen wir noch einige Punkte", sagte Petric, "ich wünsche mir aber, dass auch die Mittelfeldspieler noch öfter treffen."

Die Neuen in Form bringen

Damit hat er den dritten Weihnachtswunsch bereits indirekt angesprochen. Insbesondere von den Neuzugängen Marcell Jansen und Thiago Neves erhofft sich Jol noch Steigerungen. Jansen präsentierte sich gegen Villa auf dem richtigen Weg und hatte mit zwei Lattenschüssen Pech. "Das war sein bestes Spiel für uns", sagte Jol, "man hat gesehen, was für ein überdurchschnittlicher Spieler er ist."

Diesen Sprung erhofft man sich jetzt auch noch beim Brasilianer Neves. In der Saisonvorbereitung ab 2. Januar zunächst in Dubai soll bei dem Spielmacher der Knoten platzen. "Seine Probleme haben viel mit Anpassungsschwierigkeiten und fehlendem Selbstvertrauen zu tun", meint Jol.

Den Edeltechniker brauchen sie in Bestform auf dem Platz und nicht auf der Bank, um sich den allergrößten Wunsch für das nächste Jahr zu erfüllen, das weiß auch Kapitän David Jarolim: "Unser Ziel ist es, eine Trophäe zu gewinnen".