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München - Endlich rollt wieder der Ball. Am Wochenende steht die 1. Runde im DFB-Pokal auf dem Programm. Am Freitag gibt Markus Weinzierl, der neue Cheftrainer des FC Augsburg, sein Pflichtspieldebüt. Die Partie gegen den SV Wilhelmshafen beginnt um 20 Uhr. Bereits eine Stunde früher ist der Spitzenreiter der 2. Bundesliga, Eintracht Braunschweig, beim VfB Lübeck gefordert. Zeitgleich beginnt das Spiel zwischen der SG Sonnenhof Großaspach und dem FSV Frankfurt (alle Spiele ab 18:45 Uhr live). Die Partien im Überblick:

SV Wilhelmshaven - FC Augsburg (20 Uhr)

Der FCA tritt als erster Bundesligist in der ersten Runde an. Im Jadestadion empfängt der Nord-Regionalligist SV Wilhelmshaven die Schwaben. SVW-Trainer Christian Neidhart, dessen Verein bei bisher drei Pokalteilnahmen auf Erstligisten traf und jeweils vier Tore kassierte (1980 1:4 gegen den VfL Bochum, 2007 0:4 gegen den 1. FC Kaiserlautern, 2010 0:4 gegen Eintracht Frankfurt), hat Augsburg zwei Mal beobachtet. "Auch gegen einen Erstligisten ist eine Überraschung machbar. Deshalb muss ich meine Mannschaft so gut wie möglich vorbereiten", sagte Neidhart, dem der komplette Kader zur Verfügung steht.

Der neue Augsburger Trainer Markus Weinzierl (Foto) hat den Fokus zuletzt ebenfalls auf das Erstrundenduell gelegt: "Unsere Konzentration richtet sich auf Wilhelmshaven." Bei seinem Pflichtspieldebüt muss der 37-Jährige, der in der Vorsaison für den SSV Jahn Regensburg zuständig war, auf Ja-Cheol Koo, Marcel de Jong, Jan-Ingwer Callsen-Bracker und Jan Moravek verzichten. In den letzten Testspielen gegen die Queens Park Rangers (2:2) aus der Premier League und den polnischen Erstligisten Lech Posen (3:1) überzeugten die Augsburger.

VfB Lübeck - Eintracht Braunschweig (19 Uhr)

Im Nordduell zwischen dem VfB Lübeck und Eintracht Braunschweig treffen der Tabellenvorletzte der Regionalliga Nord und der Tabellenführer der 2. Bundesliga aufeinander - Lübeck hat seine ersten zwei Ligaspiele verloren, Braunschweig seine gewonnen. Knapp 5.000 Tickets sind für das Pokalspiel im 17.869 Zuschauer fassenden Stadion an der Lohmühle Duell bereits verkauft, rund 2.000 Besucher aus Braunschweig werden erwartet.

Der frühere Zweitligist Lübeck muss auf die Verletzten Marcel Engelhardt (Wirbelbruch), Salih Altin (Kniebeschwerden) und Oualid Mokhtari (Sprunggelenkprobleme) verzichten. Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht fehlen Matthias Henn und Björn Kluft, die sich nach Knieoperationen noch in der Rehabilitationsphase befinden, außerdem fällt Oliver Petersch aufgrund einer Schambeinentzündung aus.

Für Deniz Dogan und Dennis Kruppke (Foto) bedeutet das Spiel eine Rückkehr in die Heimat: Der in Lübeck geborene Dogan stand von 2004 bis 2007 beim VfB unter Vertrag, Kruppke verbrachte seine Kindheit in der Hansestadt und spielte von der Jugend an fünfeinhalb Jahre dort.

SG Sonnenhof Großaspach - FSV Frankfurt (19 Uhr)

FSV-Trainer Benno Möhlmann (Foto) fordert Konzentration von seiner Mannschaft, die zuletzt beim 3:1 gegen Hertha BSC am vergangenen Wochenende überzeugen konnte. "Wir sind trotz der Favoritenrolle gefordert, genauso kompakt, genauso aggressiv und genauso kämpferisch aufzutreten, wie wir es am letzten Wochenende hingekriegt haben", sagt Möhlmann. Verzichten muss der FSV-Trainer auf die verletzten Gledson (Innenmeniskus), Marcel Gaus (Schambeinentzündung), Tufan Tosunoglu (Reha nach Quadrizepsmuskelriss) und Alexander Huber (Muskelfaserriss). Anthony Jung klagt über Probleme am Hüftbeuger, sein Einsatz ist fraglich. Der Albaner Odise Roshi kehrt erst am Donnerstagabend von seiner Länderspielreise zurück, wird aber im Kader stehen.

Die SG Sonnenhof Großaspach hat sich nach 2009 zum zweiten Mal für die Hauptrunde des DFB-Pokals qualifiziert und hofft gegen den Zweitligisten auf die große Überraschung. "Für die Mannschaft und den gesamten Verein ist das ein absolutes Highlightspiel", sagt Trainer Rüdiger Rehm. Er muss ohne die verletzten Offensivkräfte Sokol Kacani und Matthias Morys auskommen. Um die Überraschung zu schaffen, muss sich Großaspach im Vergleich zum vergangenen Wochenende noch steigern. Da reichte es in der Regionalliga gegen die zweite Mannschaft des FSV Frankfurt nur zu einem 1:1-Unentschieden.