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Auch einen Tag nach dem 1:3 gegen Energie Cottbus ist die Niederlage in Gladbach noch längst nicht verdaut. Borussias Sportdirektor Max Eberl stellt sich den Fragen im Interview auf der Vereinsseite.

Frage: Herr Eberl, wie erklären Sie sich ein solches Spiel, wie es Borussia gestern gegen Cottbus gezeigt hat?

Max Eberl: Diese Niederlage ist für mich genauso unerklärlich wie für wohl jeden anderen auch. Eigentlich kommen wir gut ins Spiel und haben nach zwei Minuten eine klare Chance. Nach dem 0:1 waren wir aber in der darauf folgenden halben Stunde wie paralysiert, sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen. Wir standen nicht am Mann, sondern zwei, drei Meter daneben. Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen. Cottbus hat es uns vorgemacht, wie man im Abstiegskampf zu spielen hat. Das war in der ersten Halbzeit schon sehr ernüchternd für uns alle.

Frage: Was sind die Gründe für die derzeitige Situation?

Eberl: Momentan drückt der Schuh schon extrem - und zwar an allen Enden. So viele Fehler, wie wir vorne und hinten gemacht haben - da ist es schon schwierig in der Bundesliga. Hinten machen wir die Fehler, schenken Cottbus die Tore und vorne haben wir vier, fünf glasklare Torchancen und verwerten sie nicht - so kannst du kein Spiel gewinnen. Nicht gegen Cottbus und gegen keine andere Mannschaft dieser Welt.

Frage: Wie sieht denn die Marschroute bis zur Winterpause aus?

Eberl: Unsere jetzige Situation ist unglaublich schwer. Nächste Woche haben wir ein Heimspiel gegen Leverkusen, und die sind noch mal ein ganz anderes Kaliber als Cottbus, danach müssen wir nach Dortmund. Das werden zwei sehr komplizierte Wochen, wir müssen schauen, dass wir den Anschluss nicht verlieren.

Frage: Was macht Sie zuversichtlich, dass die Mannschaft den Hebel umlegen kann?

Eberl: Nach diesem Spiel natürlich wenig. Wir haben sicherlich Spiele gehabt, die gut waren, wo wir gute Ansätze hatten. Aber wir haben es noch in keinem Spiel geschafft, über die gesamte Spielzeit das zu machen, was wir uns vorgenommen haben. Trotzdem können wir jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken und müssen weiter kämpfen. Diese Niederlage ist für uns schwer verdauliche Kost, das tut richtig weh, das müssen wir erst einmal verarbeiten. Aber es geht trotzdem weiter. Wir müssen gucken, dass wir gut in den Winter kommen.