ANZEIGE

München - Knapp ein Viertel der Spielzeit ist vorüber. bundesliga.de stellt die 18 Schlüsselspieler der jeweiligen Bundesliga-Vereine vor.

In Teil 1 finden sich dabei zwei torgefährliche Mittelfeldspieler sowie zwei Torhüter wieder.

Franck Ribery (FC Bayern)

Franck Ribery hat den Spaß am Fußballspielen wieder für sich entdeckt. Mit sechs Torvorlagen ist er der beste Vorbereiter der Bundesliga. Zudem hat er bereits vier Treffer auf seinem Konto, kein Mittelfeldspieler traf öfter.

Damit kommt der 1,70 Meter große Mittelfeldspieler insgesamt auf zehn Scorer-Punkte, einzig sein Teamkollege Mario Gomez ist bundesligaweit noch besser. Von allen Bundesligaspielern bestritt Ribery die meisten offensiven Dribblingduelle, von denen er starke 48 Prozent gewann. Mit ingsesamt 35 Toren ist er der torgefährlichste Franzose in der Bundesliga-Geschichte.

Marc-Andre ter Stegen (Bor. Mönchengladbach)

Der Gladbacher Schlussmann ist der jüngste Stammkeeper der Bundesliga und knüpfte nahtlos an die guten Leistungen aus der vergangenen Saison an. Er wehrte 83 Prozent der Torschüsse, die auf sein Tor kamen, ab - nur Manuel Neuer und Sven Ulreich sind besser.

Der 19-Jährige kassierte erst sechs Gegentreffer, vier Mal blieb er ohne Gegentor - nur Neuer spielte öfter zu Null (sieben Mal). Ter Stegen fing bereits 20 hohe Bälle ab und schlug die meisten langen Pässe ligaweit (133). 47 Prozent brachte er dabei zum eigenen Mitspieler.

Mats Hummels (Bor. Dortmund)

Mats Hummels wirkt durch sein ruhiges und selbstsicheres Auftreten sowie das gute Stellungsspiel wie ein Routinier. Daher wird häufig vergessen, dass der Nationalspieler erst 22 Jahre alt ist. Trotz seiner Jugend ist er dennoch ein Führungsspieler. Hummels gewann starke 67 Prozent seiner Zweikämpfe. Eine Steigerung, gewann er in der Vorsaison doch "nur" 63 Prozent.

Der Innenverteidiger spielt vorausschauend und fing schon 175 Zuspiele ab. Dazu spielt er noch fair. In seiner Bundesliga-Karriere beging er im Schnitt nicht einmal ein Foul pro Spiel (69 in 97 Einsätzen) und kassierte nur elf Gelbe Karten. Eine Gelb-Sperre musste er noch nie absitzen, einen Platzverweis kassierte er selbstredend auch noch nie.

Martin Harnik (VfB Stuttgart)

Der Österreicher netzte vier Mal ein und gehört damit zusammen mit Franck Ribery zu den torgefährlichsten Mittelfeldspielern der Bundesliga. Dazu bereitete der 24-Jährige noch zwei weitere Treffer vor, womit er der Top-Scorer des VfB ist.

Harnik zeigt in jedem Spiel vollen Einsatz. Bei den Schwaben bestritt er die meisten Zweikämpfe (233) und legte die größte Laufstrecke zurück, im Schnitt zwölf Kilometer pro Partie. Bundesligaweit zog er sogar die meisten Sprints an (228).

Claudio Pizarro (SV Werder Bremen)

Uverzichtbar ist Claudio Pizarro für den SV Werder Bremen. Seit Pizarro 2008 zu Werder zurückkehrte, gewann Bremen nur vier von 29 Bundesliga-Spielen ohne den Peruaner (zwölf Remis, 13 Niederlagen). Auch in dieser Spielzeit zeigt sich der Angreifer in einer starken Verfassung. Mit sechs Toren und drei Vorlagen ist er der Top-Scorer bei den Hanseaten.

Dabei war er an den letzten acht Toren der Bremer beteiligt, entweder er traf selbst oder fädelte den Treffer ein. Zuhause trifft Pizarro am liebsten, erzielte er doch die letzten vier Heimtore der Werderaner. Drei Kopfballtore sind zudem Bundesliga-Bestwert.

Klaas-Jan Huntelaar (FC Schalke 04)

Klaas-Jan Huntelaar kommt beim FC Schalke 04 immer besser in Fahrt. Mit acht Toren liegt er hinter Mario Gomez (zehn) auf Platz 2 der Torschützenliste und hat damit schon so oft getroffen wie in der gesamten Vorsaison in 24 Partien. Insgesamt stehen schon 16 Tore auf seiner Habenseite, 2010/11 waren es in der kompletten Spielzeit nur 13 Tore.

Dabei zeigt sich der niederländische Nationalstürmer vor dem Tor eiskalt. Fünf von sechs Großchancen in dieser Saison hat er genutzt. Am liebsten trifft er nach Flanken. Einzig Huntelaar netzte diese Spielzeit schon fünf Mal nach Flankenbällen ein.

Mohammed Abdellaoue (Hannover 96)

E ist "Mr. Effektiv". Für Mohammed Abdellaoue stehen nach erst sechs Bundesliga-Einsätzen (drei Mal fehlte er verletzungsbedingt) sechs Tore zu Buche - bundesligaweit trafen lediglich Gomez, Huntelaar und Cisse häufiger. Der Linksfuß ist ein echter Knipser, der nicht viele Chancen für einen Treffer benötigt: In der Bundesliga gab er zehn Torschüsse ab, sechs davon waren drin - eine sensationelle Quote.

Abdellaoue ist nervenstark und schießt seit dieser Saison auch die Elfmeter bei Hannover 96: Zwei Mal trat er an, zwei Mal verwandelte er (gegen Hoffenheim und Bremen). Im vergangenen Heimspiel gegen Bremen schnürte er seinen ersten "Dreierpack" im 96-Dress.

Lars Bender (Bayer Leverkusen)

Bei Michael Ballack und Simon Rolfes stellt sich vor jeder Partie die Frage, wer neben Lars Bender auflaufen darf. In der Vorsaison war der 22-Jährige noch nicht gesetzt (in 17 von 27 Partien eingewechselt), nun hat er sich bei Bayer Leverkusen einen Stammplatz erkämpft. In allen neun Partien stand er in der Startelf.

Unverzichtbar ist er aufgrund seiner Zweikampfstärke, gewann er doch 55 Prozent seiner Duelle. Daneben schätzt Trainer Robin Dutt vor allem auch seine Laufstärke. Bei Bayer legte er die meisten Kilometer zurück (12,2 Kilometer pro Partie).

Tom Starke (1899 Hoffenheim)

Tom Starke ist ein starker Rückhalt für 1899 Hoffenheim. Der Torhüter wehrte in dieser Saison 78 Prozent der auf sein Gehäuse gekommenen Torschüsse ab.

Insgesamt zeigte er tadellose Leistungen und strahlte viel Ruhe aus.

Als erster Keeper dieser Saison parierte Starke in Augsburg gegen Sascha Mölders einen Elfmeter. Für ihn persönlich war es der dritte gehaltene Elfer seiner Bundesliga-Karriere (von insgesamt 13).



Robin Schmidt

Hier geht´s zu Teil 2 von Podolski bis Töre