ANZEIGE

Es war schon eine verrückte Saison für Borussia Dortmund. Nach acht Spieltagen lag der BVB unter Trainer Michael Skibbe noch an der Tabellenspitze der Bundesliga.

Was dann folgte, war eine fast beispiellose Talfahrt der "Schwarz-Gelben". Acht Spieltage in Folge konnte die Borussia nicht mehr gewinnen.

Aus auch in der "Königsklasse"

In der Gruppenphase der Champions League schied man sang- und klanglos aus. Lediglich zum Abschluss der Hinrunde durfte gegen die Hertha noch einmal ein Dreier bejubelt werden.

Mit 28 Punkten ging es für die Westfalen auf Rang 5 liegend in die Winterpause. Doch die anhaltende Negativserie nagte an der Harmonie.

Zwei Punkte Puffer

Als der Rückrunden-Auftakt mit einer 0:1-Heimpleite gegen den 1. FC Kaiserslautern verpatzt wurde, zog Skibbe die Konsequenzen und legte sein Amt nieder. Der ehemalige BVB-Spieler Bernd Kraus übernahm das Ruder. Ohne Erfolg.

Elf Spiele in Folge blieb er mit der Borussia sieglos. Vom 24. bis zum 29. Spieltag setzte es gar sechs Niederlagen am Stück. Der Abstand zu den Abstiegsrängen betrug auf einmal nur noch zwei Punkte.

Lattek, übernehmen Sie!

Die Dortmunder verantwortlichen zogen die Reißleine und reaktivierten den neben Ottmar Hitzfeld erfolgreichsten Vereinstrainer Deutschlands: Udo Lattek. Ihm zur Seite stand Matthias Sammer als Co.

Die Mischung aus Medien-Profi und Motivationskünstler Lattek, gepaart mit dem Perfektionisten und Analytiker Sammer verhinderte am Ende den Super-Gau.

Der BVB holte aus den letzten fünf Spielen immerhin noch acht Punkte und landete am Ende einer ereignisreichen und nervenaufreibenden Saison mit 40 Zählern auf Rang 11.
Lattek beendete daraufhin wieder sein Engagement als "Feuerwehrmann" und Sammer übernahm das Amt des Cheftrainers in Dortmund.