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München - Zum 85. Mal in der Bundesliga-Geschichte steigt am kommenden Samstag die Begegnung zwischen dem Rekordmeister Bayern München und Titelverteidiger Borussia Dortmund. Es ist das Duell der aktuellen Nummer 1 der Tabelle gegen die Nummer 2.

Doch damit nicht genug. Am gleichen Tag spielen auch der Dritt- und Viertplatzierte der Bundesliga gegeneinander. In Mönchengladbach empfängt die Borussia den SV Werder Bremen. Die bundesliga.de-Datenbank hat alle wissenswerten Fakten zu den beiden Topspielen zusammengetragen.

Dortmund kam in München oft unter die Räder

Geht es nach dem Zahlenmaterial ist der FC Bayern am Samstagabend Favorit gegen den BVB. 38 der bislang 84 Partien konnten die Bayern gewinnen, nur 20 die Borussia. Noch eindeutiger ist die Bilanz in München, wo der Tabellenführer 26 der 42 Begegnungen für sich entschied und nur sieben Mal das Nachsehen hatte, allerdings auch beim 1:3 in der vergangenen Saison.

Gegen die Dortmunder landete der FC Bayern den höchsten Sieg seiner Bundesliga-Historie. Am 27. November 1971 deklassierten die Münchener ihren Gast beim 11:1 sogar zweistellig. In den letzten zwölf Jahren wurden die Borussen außerdem noch einmal mit 6:2 (2000) und zwei Mal mit 5:0 (2005 und 2008) vermöbelt. Es gibt also wahrlich angenehmere Gastspiele für den BVB als jene in München, wo der Borussia 1991 mit einem 3:0 der höchste Sieg gelang.

Die meisten Gegentore für Bayern gegen den BVB gab es beim 3:6 in Dortmund am 9. September 1967. Das torreichste Unentschieden zwischen dem BVB und der Borussia war das 4:4 in Dortmund am 21. Mai 1983. Nur in einem Bundesliga-Duell zwischen dem BVB und den Münchenern gab es zwei Elfmeter (jeweils einen für beide Teams am 24. November 1979 zuhause bei Bayerns 4:2).

Klopps positive Bilanz gegen Heynckes

Die meisten Verwarnungen bei einem Bundesliga-Spiel zwischen dem BVB und dem FC Bayern gab es am 7. April 2001 beim 1:1 in Dortmund (gleich 13 Karten zeigte Hartmut Strampe damals). Es war zugleich das einzige Bundesliga-Duell zwischen den beiden Kontrahenten mit drei Platzverweisen.

Interessant ist auch die Trainerbilanz. Während Jürgen Klopp als Trainer in zwölf Spielen gegen die Bayern nur zwei Siege (bei acht Niederlagen) gelangen, ist seine Bilanz gegen Jupp Heynckes bei 2:1-Siegen in fünf Duellen positiv. Heynckes wiederum hat als Trainer gegen die Borussia in 33 Spielen 16:7-Siege eingefahren.

Borussias Heimbilanz sehr positiv

Im zweiten Hit des 13. Spieltages kommt es zur ebenfalls 85. Auflage der Partie Borussia Mönchengladbach gegen Werder Bremen. Bei dieser Paarung spielt der Heimvorteil eine große Rolle. Insgesamt ist die Bilanz der "Fohlen" gegen die Hanseaten bei derzeit 29:36-Siegen negativ. Daheim jedoch stehen 24:11-Erfolge zu Buche. Nach vier der letzten sechs Heimspiele gegen Werder erhöhte sich der Gladbacher Punktestand um drei Zähler.

Mönchengladbach erzielte beim 7:1 in Bremen am 21. März 1987 seine meisten Tore gegen Bremen. Die meisten Gegentore für die Borussia in einem Bundesliga-Duell gegen Werder gab es zu Hause beim 0:7 am 30. April 1966. Das torreichste Duell zwischen Werder und dem VfL gab es in Bremen, als Werder am 7. Juni 1969 mit 6:5 gewann.

Nur bei einem Bundesliga-Spiel zwischen der "Elf vom Niederrhein" und Werder gab es gleich drei Elfmeter; beim 4:2 von Werder in Mönchengladbach waren es 1981 zwei für die Hausherren und einer für den Gast aus Bremen.

Schaaf zum 425. Mal auf der Werder-Bank

Das Duell mit den meisten Verwarnungen war Gladbachs 1:0 zu Hause gegen Werder am 22. Oktober 1995, als Schiedsrichter Hermann Albrecht gleich sieben gelbe Karten zückte. Am 27. August 1996 gab es das einzige Bundesliga-Duell zwischen Gladbach und Bremen mit zwei Platzverweisen. Damals beim 0:1 des VfL in Bremen sahen die Borussen Thomas Kastenmaier und Patrik Andersson jeweils die "glatt" Rote Karte

Obwohl Werder-Trainer Thomas Schaaf bei den letzten Gastspielen im Borussia-Park abgesehen vom 4:1-Erfolg in der Vorsaison wenig zu lachen hatte, ist seine Gesamtbilanz bei 9:6-Siegen in 19 Begegnungen positiv. Auch das Trainerduell mit Lucien Favre gewann Schaaf, der Werder am Samstag zum 425. Mal in einem Bundesliga-Spiel betreut, bislang mit 4:1-Siegen in sechs Spielen für sich.