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1969 - als amtierender Meister nach der neunten, bislang letzten Meisterschaft. In diesem Zeitraum ist wohl auch der Satz "Der Glubb is a Depp" entstanden.

1979 - trotz der spektakulären Nachverpflichtung eines gewissen Uli Hoeneß von Bayern München, stieg der "Club" ab. Für den Weltmeister von 1974 waren angeblich "nur" 150.000 D-Mark Leihgebühr fällig, das Bruttomonatsgehalt soll bei 5.000 Mark gelegen haben. Bilanz des zuvor am Knie operierten, vormaligen Weltklasse-Rechtsaußens: elf Spiele, null Tore.

1984 - unter Trainer Udo Klug sollte in der vierten Saison nach dem Wiederaufstieg Kontakt zu den internationalen Plätzen hergestellt werden. Pustekuchen. Allein die Auswärtsbilanz von 0:34 Punkten (Bundesliga-Negativrekord) und 9:46 Toren spricht Bände. Daran konnten weder Klug selbst noch die Nachfolger Rudi Kröner und später Fritz Popp etwas ändern. 

1994 - 2:0 hatte der "Club" in der Hinrunde gegen den Erzrivalen Bayern München gewonnen. Das hielt Präsident Gerhard Voack aber nicht davon ab, Trainer Willi Entenmann umgehend zu entlassen, da dem Boss die "Art und Weise der Zusammenarbeit" nicht gefallen hatte. Helmers Phantomtor im zweiten Aufeinandertreffen mit dem Rekordmeister tat sein Übriges. Statt 1:2 setzte es im Wiederholungsspiel ein schallendes 0:5. Und weil der SC Freiburg im Schlussspurt die letzten drei Spiele gewann, stieg der punktgleiche "Club" aufgrund der schlechteren Tordifferenz ab. (Die Geschichte des "Club" im Video)

1999 - tja, die Sache mit den Toren. Trainer Friedel Rausch hatte vor dem letzten Spieltag gegen Freiburg geunkt, es "steigt ein Team ab, das damit gar nicht rechnet". Stimmt. Es traf den "Club", der gegen die Breisgauer mit 1:2 vor heimischer Kulisse verlor, zeitgleich fertigte die Eintracht aus Frankfurt Kaiserslautern mit 5:1 ab. Ende vom Lied: Bei identischer Punktzahl und Tordifferenz, blieben die Hessen dank mehr erzielten Treffern erstklassig. (Die Saison 1998/1999 im Video)

2003 - wieder einmal sollte es nach oben in der Tabelle gehen, stattdessen ging es wieder einmal steil bergab. Gegen die direkten Abstiegskonkurrenten klappte so gut wie gar nichts. In den letzten Spielen sollte der kurz zuvor in Wolfsburg als Trainer geschasste Wolfgang Wolf das Unmögliche noch möglich machen, verlor aber alle vier Duelle. Auch das am letzten Spieltag gegen seinen Vorgänger Klaus Augenthaler, der bei Abstiegsrivale Leverkusen angeheuert hatte.

2008 - die Bundesligarunde verlief eher zäh, doch nach dem Einzug in die Zwischenrunde des Uefa-Cups, dem bitteren K.o. gegen Benfica Lissabon in der Runde der letzten 32, war noch nichts verloren. Auch dank des Trainerwechsels von Hans Meyer zu Thomas von Heesen - so zumindest die Hoffnung. Am Ende stand der Abstieg als Pokalsieger. Noch so ein trauriger, schwer zu schlagender Negativrekord.

Doch wie stehen die Chancen, den drohenden achten Abstieg noch abzuwenden? Hier geht's zurück zum Artikel.

Markus Löser