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München - Franck Ribery verzaubert derzeit nicht nur Fans und Verantwortliche des FC Bayern München. Auch die User von bundesliga.de zeigten sich von der enormen Spielfreude und den Finessen des Franzosen begeistert und wählten den Flügelflitzer zum besten Mittelfeldakteur der ersten acht Spieltage.

Rund ein Drittel der Stimmen (34 Prozent) entfielen auf den 28-Jährigen in Diensten des Rekordmeisters, der mit drei Treffern und vier Assists zu den Top-Scorern der Liga zählt. Nach diversen Verletzungsproblemen scheint Ribery unter der Regie von Jupp Heynckes aufzublühen.

Ribery hat viel vor

"Meine Freude, die ich verloren hatte, ist zurück. Ich bin fit, mein Kopf ist frei", erklärt der Dribbelkünstler seine Leistungsexplosion und schickt ein großes Lob an seinen neuen Trainer: "Er ist fast wie ein Papa für mich. Wir haben ein gutes Verhältnis, sprechen viel miteinander. Er gibt mir viel Selbstvertrauen." Das Saisonziel wird dementsprechend forsch formuliert: Das Champions-League-Finale in der heimischen Allianz Arena. "Ich will diesen Titel mit dem FC Bayern gewinnen", so der Superstar.

Auf Augenhöhe mit Ribery sah sich sonst nur Mario Götze von Borussia Dortmund, der trotz eines Platzverweises und einer zwischenzeitlichen Sperre von zwei Spielen stolze 29 Prozent der Stimmen erhielt. In den verbleibenden sechs Partien stand der Nationalspieler dafür stets in der Startelf des Meisters - und machte sich mit vier direkten Torbeteiligungen (zwei Treffer, zwei Vorlagen) nahezu unverzichtbar.

"Herausragender" Reus

Platz 3 ging - wie in der aktuellen Tabelle - an Marco Reus vom Überraschungsteam Borussia Mönchengladbach mit 15 Prozent. Bislang stellte der atemberaubend schnelle Neu-Nationalspieler nicht nur seine Torgefährlichkeit unter Beweis (zwei Treffer), sondern agierte auch als Takt- und Ideengeber. VfL-Vize-Präsident Rainer Bonhof adelte den 22-Jährigen im Gespräch mit bundesliga.de nicht umsonst als "herausragend".

Den 4. Rang in dem Ranking nahm Bayerns Mittelfeldmotor Bastian Schweinsteiger (neun Prozent) ein, der sich als Ballverteiler auf einem absoluten Top-Niveau eingependelt hat. Ligaweit hatte in dieser Saison kein Spieler mehr Ballkontakte (773) als der Nationalspieler. Auch die Präzision seiner Spielverlagerungen und langen Pässe (65 Prozent) ist unerreicht. "Er hat den fußballerischen Instinkt, immer genau das Richtige zu tun", lobt Trainer Heynckes zu Recht.

Allzweckwaffe Fritz

Vor allem durch Vielseitigkeit bestach bislang Clemens Fritz bei Werder Bremen. Nach dem Abgang von Per Mertesacker übernahm der 30-Jährige nicht nur das Kapitänsamt, sondern dazu eine eher ungewohnte neue Position: Statt wie in den vergangenen Spielzeiten als Rechtsverteidiger in der Viererkette läuft der gelernte Stürmer nun in der Regel im Mittelfeld auf. Die Ausbeute von einem Tor und zwei Assists kann sich dabei ebenso sehen lassen wie die Quoten von über 85 Prozent erfolgreichen Pässen und an die 70 Prozent gewonnenen Duellen. Das wurde mit sieben Prozent der Stimmen und Platz 5 honoriert.

Komplettiert wird die Liste der besten sechs Mittelfeldspieler der Liga schließlich von Raffael. Der wieselflinke Brasilianer gehört zu den Stützen im Team von Hertha BSC und hat mit drei Toren und zwei Vorlagen großen Anteil daran, dass der Aufsteiger souverän im Tabellenmittelfeld steht.

Stefan Missy