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Am 31. Spieltags meldet sich der SC Freiburg im Abstiegskampf eindrucksvoll zurück. Im Titelrennen gelingt Schalke 04 ein Heimsieg gegen Gladbach. bundesliga.de präsentiert die Reaktionen der Trainer.

Eintracht Frankfurt - Hertha BSC 2:2 (1:2)

Michael Skibbe (Eintracht Frankfurt): Ich bin der Meinung, dass wir eine gutklassige Partie gesehen haben. Es gab viele gute Tormöglichkeiten hüben wie drüben. Am Ende kann ich noch nicht einmal sagen, welche Mannschaft dem Sieg näher war. Ich bin jedenfalls zufrieden damit, dass wir nicht verloren haben.

Friedhelm Funkel (Hertha BSC Berlin): In den nächsten drei Spielen ist auch was möglich. Egal ob es gegen Bayern, Schalke oder Leverkusen geht. Dass wir die schlechtesten Karten haben, darüber brauchen wir nicht zu reden. Die Mannschaft ist zu 100 Prozent intakt.


Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim 1:1 (0:0)

Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Die Stimmung in der Kabine ist dem Spielausgang entsprechend. Wir mussten uns gegen defensiv eingestellte Hoffenheimer jeden Vorteil brutal erarbeiten. Wir haben ein wunderschönes Tor gemacht, das nicht gegeben wurde, danach das 1:0 erzielt und sind für den einzig wirklichen Fehler bestraft worden. Es fühlt sich ungerecht an.

Ralf Rangnick (1899 Hoffenheim): Man hat gesehen, dass die Mannschaft bereit war, zu fighten. Dass wir nach den letzten Wochen nicht fußballerisch glänzen konnten, war klar. Aber wir sind als Mannschaft aufgetreten und haben uns den Punkt verdient.


FC Bayern - Hannover 96 7:0 (3:0)

Louis van Gaal (Bayern München): Das war Spaß auf dem Rasen, für die Leute und auch für den Trainer. Das Wichtigste war, dass wir den Ball haben laufen lassen. Und wir haben natürlich Spieler, die den Unterschied gemacht haben. Das war aber nicht nur Arjen Robben.

Mirko Slomka (Hannover): Wir sind ziemlich zerknirscht. Die Bayern waren uns in allen Belangen überlegen. Man kann schon von einem Klassenunterschied sprechen. Sie haben technisch und taktisch alles richtig gemacht, auch defensiv, aber da hatten sie eh nichts zu tun. Das hohe Ergebnis ist für uns doppelt bitter, weil wir eigentlich vier Punkte abgegeben haben. Die Leistung meiner Mannschaft ist nicht zu verstehen. Es wird aber keine Schuldzuweisungen geben. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten.


Schalke 04 - Borussia Mönchengladbach 3:1 (2:1)

Felix Magath (Schalke 04): Wir haben uns schwer getan, denn nach unserem guten Beginn waren wir leider zu brav. Das hat uns aus der Bahn geworfen - wie schon letzte Woche in Hannover. Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir aber völlig verdient gewonnen.

Michael Frontzeck (Mönchengladbach): Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gespielt und Schalke mit einigen Kontern unter Druck gesetzt. Dann haben wir das Spiel aus der Hand gegeben. In der zweiten Hälfte hat Schalke das routiniert runtergespielt und von daher nicht unverdient gewonnen.


SC Freiburg - 1. FC Nürnberg 2:1 (1:0)

Robin Dutt (SC Freiburg): Wir haben zu alter Heimstärke zurückgefunden. Das frühe 1:0 hat uns in die Karten gespielt. Danach haben wir sehr diszipliniert gespielt. Es ist schon müßig zu erwähnen, dass wir wieder viele Torchancen nicht genutzt haben. So ist es uns nicht erspart geblieben, noch um den Sieg zu zittern.

Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): Die Niederlage ist verdient. Wir haben 80 Minuten lang nicht das gezeigt, was wir uns vorgenommen haben. Das frühe Eigentor darf keine Entschuldigung sein. In den Zweikämpfen waren wir deutlich unterlegen. Wir haben es nicht geschafft, als Mannschaft kompakt aufzutreten.


Hamburger SV - Mainz 05 0:1 (0:1)

Bruno Labbadia (Hamburger SV): Dieses Ergebnis ist extremst enttäuschend. Wir sind überhaupt nicht gut ins Spiel gekommen und haben ein absolut unnötiges Tor kassiert. Wir hatten danach Chancen zum Ausgleich, wären wir da erfolgreich gewesen, hätte uns das ins Spiel bringen können. Man hat gemerkt, dass wir nicht genug Durchsetzungsvermögen hatten. Heute haben uns 10 bis 15 Prozent gefehlt.

Thomas Tuchel (Mainz 05): Es ist nicht alltäglich, dass Mainz beim HSV gewinnt. Darüber sind wir sehr glücklich. Wir haben eine top-organisierte Verteidigungsleistung auf den Platz gebracht und eine unserer ersten beiden Chancen genutzt. Es hat Spaß gemacht zu sehen, wie die Jungs sich zu dieser Defensivleistung aufgeschwungen haben.


VfL Wolfsburg - Werder Bremen 2:4 (2:1)

Lorenz-Günter Köstner (VfL Wolfsburg): Nach den vielen Spielen der letzten Wochen hat man in der zweiten Halbzeit die Müdigkeit gesehen. Es ist meiner Mannschaft schwer gefallen, sich aufzubäumen. In der zweiten Halbzeit hätten wir zudem mehr Geduld aufbringen müssen.

Thomas Schaaf (Werder Bremen): In der ersten Halbzeit waren wir zu träge und haben gegen starke Wolfsburger zu viel zugelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir das besser gemacht. An die Champions League denken wir derzeit nicht, wir haben noch schwere Spiele zu bestreiten.


VfB Stuttgart - Bayer Leverkusen 2:1 (1:1)

Christian Gross (VfB Stuttgart): Bayer hat eine hervorragende Mannschaft, deshalb freue ich mich umso mehr über den Sieg. Wir haben uns aber sehr schwer getan und konnten uns bei Jens Lehmann bedanken. Er hat uns ständig bei einem positiven Resultat gehalten. Auch Rene Adler hatte zwei, drei hervorragende Bälle. das war spektakulär für die Zuschauer, aber weniger für den Trainer.

Jupp Heynckes (Bayer Leverkusen): Das Spiel ist nicht einfach zu bewerten. Wir haben wieder einmal eine Partie mit zehn Mann beendet - wie schon in Frankfurt. Wir haben aber trotzdem sehr clever und sehr geschickt agiert, hatten eine gute Raumaufteilung und eine Vielzahl an Tormöglichkeiten. Leider haben wir zu wenige davon verwertet. Gerade in Unterzahl muss man diese Möglichkeiten nutzen. Es ist sehr bitter, da die Mannschaft eine große Moral bewiesen und läuferisch und kämpferisch überzeugt hat. Wir sind leider nicht belohnt worden.


1. FC Köln - VfL Bochum 2:0 (1:0)

Zvonimir Soldo (1. FC Köln): Wir wollten dem Publikum etwas zurückgeben, weil wir zu Hause nicht oft gewonnen haben. Ich denke, wir haben das Spiel kontrolliert und wenig zugelassen. Die ganze Mannschaft hat gut gestanden. Wir sind als Team aufgetreten, das war wichtig. Tosic ist ein junger Spieler, der nach und nach immer besser wird. Wir werden alles versuchen, dass er bei uns bleibt, auch wenn es schwer wird.

Heiko Herrlich (VfL Bochum): Wir waren in der ersten Halbzeit sehr verunsichert. Das Tor hat den Kölnern in die Karten gespielt. Wir haben es nicht geschafft, uns Torchancen zu erarbeiten. Wir müssen uns jetzt auf unsere Stärken besinnen. Vor allem müssen wir unsere Chancen wieder nutzen, ansonsten kann man auch keine Spiele gewinnen. Ich bin nach wie vor guten Mutes, dass wir es schaffen. Noch sind wir nicht abgestiegen. Wir müssen uns zusammenraufen, um unser Ziel zu erreichen.