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Länderspielpausen wie die aktuelle sind für die Clubs und Spieler entweder ein Fluch oder ein Segen. Mannschaften, die einen positiven Lauf hatten, hätten gerne weitergespielt.

Vereine, bei denen es vor der Unterbrechung weniger gut lief, können erstmal durchschnaufen und neue Kräfte sammeln. Genauso geht es den Profis, die zuletzt verletzt waren. Ihnen kommt die Pause besonders entgegen. Sie haben eine Woche mehr Zeit, um wieder fit für die Bundesliga zu werden.

bundesliga.de hat sich ein paar Spieler herausgepickt, die nach der Pause am 9. Spieltag wieder auf dem Platz stehen könnten.

Mark van Bommel (FC Bayern München)

Der Niederländer hatte sich am 1. Spieltag in der Partie gegen 1899 Hoffenheim einen Sehnenriss und Bruch des großen Zehs im rechten Fuß zugezogen. Daraufhin wurde der Kapitän der Münchner operiert und musste nun insgesamt für acht Wochen pausieren. Am vergangenen Dienstag kehrte der 32-Jährige ins Training zurück. Am kommenden Dienstag soll er im Testspiel bei Jahn Regensburg erstmals wieder Spielpraxis sammeln.

Martin Demichelis (FC Bayern München)

Martin Demichelis hatte sich bereits Anfang August bei einem Zweikampf im Training einen Bänderriss im rechten Sprunggelenk zugezogen und musste operiert werden. Aktuell ist der Innenverteidiger der Bayern mit der argentinischen Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation unterwegs. Beim 2:1-Sieg gegen Peru wurde Demichelis in der 68. Minute eingewechselt und feierte sein Comeback nach achtwöchiger Zwangspause. Jetzt muss der zweimalige Weltmeister noch in Montevideo bei Angstgegner Uruguay ran.

Alexander Hleb (VfB Stuttgart)

Der Weißrusse befindet sich nach seiner Muskelverhärtung im Gesäß im Aufbautraining und absolvierte zuletzt mit Physiotherapeut Gerhard Wörn individuelle Laufeinheiten. Die Verletzung hatte sich Hleb im Spiel gegen den Hamburger SV am 5. Spieltag zugezogen und kam seither in der Bundesliga nicht mehr zum Einsatz. Am kommenden Wochenende kann der Mittelfeldfeldspieler gegen den FC Schalke 04 wohl wieder mitwirken.

Jaroslav Drobny (Hertha BSC)

Herthas verletzter Stammkeeper arbeitet nach seinem Muskelfaserriss intensiv an seinem Comeback. Ob er schon am 17. Oktober in Nürnberg einsatzfähig ist, steht aber noch nicht ganz fest. Mit den Torwarttrainern hat der Tscheche allerdings schon die ersten Ballübungen absolviert. "Ich hoffe, so schnell wie möglich wieder dabei zu sein. Es gibt nichts Schlimmeres, als tatenlos zuzuschauen", so Drobny.

Filip Daems (Borussia Mönchengladbach)

Mönchengladbachs Kapitän feierte am Freitag (9. Oktober) sein Comeback. Dabei musste sich die Borussia Vitesse Arnheim 0:1 (0:0) geschlagen geben. Der Belgier hatte sich im Trainingslager in Österreich vor knapp drei Monaten einen Innenbandanriss im Knie zugezogen. Eventuell steht er am 9. Spieltag in der Partie beim VfL Wolfsburg erstmals in dieser Saison in einem Bundesligaspiel auf dem Platz.

Mineiro (FC Schalke 04)

Nach überstandener Meniskus-Operation trainierte der Brasilianer am vergangenen Dienstag (6. Oktober) erstmals wieder mit der Mannschaft. Am 10. September wurde der Mittelfeldspieler erfolgreich von Dr. Heinz-Jürgen Eichhorn in Straubing operiert. Jetzt bleibt dem Schalker Neuzugang noch eine Woche Zeit, um für die Partie beim VfB Stuttgart am kommenden Samstag fit zu werden.

Eugen Polanski (1. FSV Mainz 05)

Der Mainzer Neuzugang steht vor seinem ersten Bundesliga-Einsatz im Trikot der 05er. Der zu Saisonbeginn vom FC Getafe zum Aufsteiger gewechselte Mittelfeldspieler musste im Juli am Fuß operiert werden und war seitdem zum Zuschauen verdammt. Beim Bundesligaspiel gegen 1899 Hoffenheim saß der 23-Jährige auf der Bank. In einem Testspiel gegen Wehen Wiesbaden (2:0) am Samstag (10. Oktober) kam er in der ersten Halbzeit zum Einsatz und zeigte im defensiven Mittelfeld einige gute Ansätze.

Chadli Amri (1. FSV Mainz 05)

Amris Misere begann vor fast genau einem Jahr im Oktober 2008. Ein Mittelfußbruch warf den schnellen Offensivspieler nach dem 5:0-Heimsieg gegen den SV Wehen Wiesbaden aus der Bahn. Amri schaffte zwar im Saisonfinale das Comeback, erlitt aber just beim Trainingsauftakt dieser Saison Ende Juni nach einem Schlag gegen den lädierten Fuß einen Rückfall. Beim 2:0-Testspielsieg gegen SV Wehen Wiesbaden kam er zu einem Kurzeinsatz.

Filip Trojan (1. FSV Mainz 05)

Trojan absolvierte sein letztes Pflichtspiel im vergangenen April noch im Trikot des FC St. Pauli. Als der Mittelfeldspieler im Sommer in Mainz vorstellig wurde, entpuppte sich seine Meniskusverletzung als gravierender als zuvor angenommen. Wie Amri stand auch Trojan im Testspiel gegen Wehen Wiesbaden (2:0) erstmals wieder auf dem Platz. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis er auch in der Bundesliga sein Comeback feiert - vielleicht schon im nächsten Spiel beim 1. FC Köln.

Andreas Wolf (1. FC Nürnberg)

Der Mannschaftskapitän zog sich am 7. Spieltag bei der Begegnung gegen den VfL Bochum (0:1) bei einer Abwehraktion einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zu. Bereits zuvor hatte Wolf gegen 1899 Hoffenheim auf Grund von Adduktorenproblemen passen müssen. Jetzt hofft der "Club" auf eine Rückkehr des Kapitäns im immens wichtigen Heimspiel gegen Hertha BSC am kommenden Spieltag.