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Die deutschen Nachwuchskicker residieren zwar direkt am deutsch-französischen Garten, doch die Idylle im Quartier der U21-Nationalmannschaft in Saarbrücken kann über die angespannte Lage nicht hinwegtäuschen.

Nach dem mageren 1:1 im Hinspiel muss die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Play-off-Rückspiel gegen Frankreich am Mittwoch in Metz (19 Uhr/live im DSF) die deutsch-französische Freundschaft ruhen lassen, um sich für die EM 2009 in Schweden zu qualifizieren.

Kroos für Marin?

Der über weite Strecken schwache Auftritt im Hinspiel am Freitag in Magdeburg sowie das Fehlen der verletzten A-Nationalspieler Marko Marin und Sami Khedira trägt zwar nicht unbedingt zur Entspannung der Situation bei, doch immerhin scheinen sich die Spieler nach einem freien Abend am Samstag auf einen Erfolg im Stade Saint-Symphorien eingeschworen zu haben.

"Wir müssen in Frankreich neu anfangen. Wir wissen, wie es geht. Wir müssen sie unter Druck setzen. Aber nicht nur 15 Minuten wie zuletzt, sondern 90 Minuten", erklärte Kapitän Marc-Andre Kruska.

Auch Toni Kroos, der voraussichtlich Marin im Mittelfeld ersetzen wird, hat sich viel vorgenommen. "Ich nehme mich in die Pflicht und erwarte ein gutes Spiel von mir", sagte der Jungstar von Bayern München.

Sammer fordert "Spieler-Persönlichkeiten"

Sollten Kroos und Co. diese Vorsätze auch auf dem Platz umsetzen, dann wäre das Hauptanliegen von DFB-Sportdirektor Matthias Sammer erfüllt.

Der Funktionär, der in Metz vor Ort sein wird und dafür sogar auf den Besuch der Partie der A-Mannschaft gegen Wales verzichtet, fordert seit langem eine stärkere Siegermentalität bei den Schützlingen von Eilts, dessen Vertrag im Juni 2009 ausläuft. "Wir müssen in Zukunft darauf achten, mehr Spieler-Persönlichkeiten herauszubilden", meinte Sammer mit Blick auf die kommenden Jahre.

Hrubesch mit dabei

Eilts, dem von der DFB-Chefetage U20-Trainer Horst Hrubesch zur Seite gestellt wurde, kann auf die Ambitionen der Profis bauen. Sie wollen sich mit einer erfolgreichen Qualifikation und einem gelungenen Auftritt bei der Endrunde vom 15. bis 29. Juni in Schweden für höhere Aufgaben empfehlen.

"Ich will gegen Frankreich wie zuletzt bei Werder Bremen meine Leistung bringen. Die EM-Teilnahme wäre für uns alle und für mich persönlich eine wichtige Erfahrung. Mein Traum ist es, bei der WM 2010 dabei zu sein", meinte der Deutsch-Türke Mesut Özil.

Viel Auswahl für Khedira-Position

Um zunächst einmal das Nahziel U21-EM zu erreichen und nicht wie vor zwei Jahren gegen England in den Ausscheidungsspielen zu scheitern, muss Özils Trainer Eilts in erster Linie die richtigen Personalentscheidungen treffen.

Dabei geht es für den seit 2004 im Amt befindlichen Coach vor um allem um die vakante Position Khediras: "Dort können Kevin Boateng, Eugen Polanski und Gonzalo Casto spielen."