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München - Transfers im Winter sind bei vielen Bundesliga-Managern ähnlich beliebt wie Shopping am Tag vor Weihnachten. Trotz vieler Unwägbarkeiten glückt es einzelnen Clubs aber immer wieder, im Winter Verstärkungen zu holen. 

bundesliga.de zeigt Positivbeispiele aus den vergangenen Jahren. Mit dabei: ein Top-Knipser von der Insel, ein verlorener Sohn und ein Kunstschütze aus Rumänien.

 

2012: Hannover angelt sich ManUnited-Talent Diouf

Mame Diouf kam Ende Januar 2012 von Manchester United nach Hannover, ist seitdem mit 23 Toren in 50 Bundesliga-Spielen Hannovers bester Torschütze. In seinen zehn Rückrundenspielen 2011/12 sammelte er neun Scorer-Punkte, sechs davon waren Tore. Club-Chef Martin Kind sagte damals: "Mit Diouf haben wir ligaweit einen der besten Spielereinkäufe in der Winterpause getätigt."

 

2012: Rodriguez etabliert sich prompt 

Im Januar 2012 holte Wolfsburg Ricardo Rodriguez vom FC Zürich. Der damals 19-Jährige eroberte sich gleich einen Stammplatz, spielte alle 17 Rückrundenspiele durch. Mittlerweile gehört Rodriguez zu den besten Außenverteidigern der Bundesliga: In der laufenden Spielzeit ist er der zweikampfstärkste Außenverteidiger der Bundesliga, seine sechs Scorer-Punkte sind Bestwert bei den Abwehrspielern.


2013: Der verlorene Sohn kehrt nach Dortmund zurück

Nuri Sahin kam im Januar 2013 nach missglückten Gastspielen bei Real Madrid und dem FC Liverpool zu seinem BVB zurück. Seitdem verpasste der Mittelfeldspieler nur zwei der 34 Bundesliga-Spiele, sammelte außerdem elf Scorer-Punkte. Er ist wieder die Schaltzentrale im BVB-Spiel und mit 82 Kontakten im Schnitt am häufigsten am Ball.

2013: Drittliga-Schnäppchen für Augsburg

Andre Hahn ist das beste Beispiel dafür, dass man im Winter nicht nur mit vielen Millionen im Ausland Verstärkungen finden kann, sondern auch in Deutschland mit bescheidenen Mitteln gute Spieler findet. Augsburg holte ihn vor einem Jahr vom Drittligisten Offenbach. Hahn, als Ergänzung eingeplant, eroberte sich schnell einen Stammplatz, verpasste nur zwei der 34 möglichen Spiele. In der laufenden Saison ist er der Top-Torschütze seines Teams, erzielte sechs Tore. Zudem ist er der schnellste Spieler ligaweit.

 

2013: Bobic und der rumänische Standard-Spezialist

Alexandru Maxim kam im letzten Jahr als Noname in die Bundesliga, mittlerweile kennen ihn vor allem die Torhüter und Verteidiger. Der 23 Jahre alte Rumäne ist der beste Standardschütze der Bundesliga. VfB-Sportdirektor Fredi Bobic hatte bereits bei Maxims Vorstellung im vergangenen Winter gesagt: "Wir können uns für die Zukunft viel von ihm erwarten, er ist schon sehr weit für sein Alter." Der Offensivmann sei "ein anderer Spielertyp als die, die wir haben". Das bewies Maxim anschließend eindrucksvoll. Auch dank seiner Finesse preschte der VfB im Vorjahr bis ins Pokalfinale vor. In der laufenden Saison liegt Maxim bei sechs Torvorlagen und vier Treffern.