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Mit einer wahren Fußball-Gala hat Rekordpokalsieger Bayern München absolut souverän das Viertelfinale erreicht.

Nach durchwachsenen Auftritten in den vergangenen Wochen zeigten die Bayern beim lockeren 4:0 (3:0) bei Eintracht Frankfurt eine ausgezeichnete Leistung und untermauerten in diesem Wettbewerb ihre Titelambitionen.

Klose schnürt "Doppelpack"

In der Frankfurter Commerzbank Arena sorgte Nationalstürmer Miroslav Klose mit einem "Doppelpack" (14./19.) früh für klare Verhältnisse. Youngster Thomas Müller erhöhte noch vor der Pause auf 3:0 (29.), ehe Weltmeister Luca Toni nach dem Seitenwechsel per Flugkopfball das 4:0 (52.) erzielte.

"Das ist der FC Bayern, wie ich ihn mir vorstelle. Das ist der FC Bayern, der seine Stärke demonstriert. Jetzt müssen wir eine Serie hinlegen", sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß. Eintracht-Trainer Michael Skibbe dagegen war restlos bedient: "Wir sind bei Standardsituationen ganz übel erwischt worden. In der Viererkette sind einige Fehler passiert. Der Qualitätsunterschied hat sich von der ersten bis zur letzten Minute gezeigt."

Bayern-Trainer van Gaal verzichtete fünf Tage nach dem engen Bundesliga-Duell (2:1) zunächst auf Mario Gomez, der zuletzt beim Pokalsieg gegen Rot-Weiß Oberhausen Ende September in der Startelf gestanden hatte. Mittelfeldstar Franck Ribery fehlte weiterhin verletzt, der Niederländer Arjen Robben saß wegen Trainingsrückstands nur auf der Bank.

Beinahe wieder van Buyten...

Doch auch ohne die Topstars brannte der 14-malige Pokalsieger von der ersten Minute an ein Offensiv-Feuerwerk ab. Die erste Chance hatten die Gäste nach neun Minuten, als Daniel van Buyten, der im Bundesliga-Spiel den Siegtreffer erzielt hatte, nach einem Freistoß von Mark van Bommel den Ball knapp vorbeiköpfte. Vier Minuten später strich ein 20-Meter-Schuss Müllers Zentimeter am Eintracht-Tor vorbei.

60 Sekunden später ging der Rekordmeister dann aber verdientermaßen in Führung. Nach wunderbarer Vorlage des starken Bayern-Kapitäns van Bommel ließ Klose Eintracht-Keeper Oka Nikolov bei einem Heber aus zehn Metern keine Abwehrchance.

Nur fünf Minuten später erzielte Klose nach wiederum feiner Vorlage - diesmal von Müller - das 2:0, ehe Müller selbst nach einem kapitalen Schnitzer von Eintracht-Innenverteidiger Maik Franz auf 3:0 erhöhte. Der Pass kam vom uneigennützigen Klose.

Frankfurt harmlos

Im Angriff setzte van Gaal neben Klose erwartungsgemäß auf den Italiener Toni, der seine Aufstellung nicht nur wegen seines Treffers zum 4:0 rechtfertigte. Toni rieb sich zwar häufig in Zweikämpfen auf, schaffte aber gleichzeitig auch immer wieder Platz für Klose und Müller.

Sein direkter Konkurrent Gomez wurde in der 69. Minute eingewechselt. In der Defensive der Bayern ließen van Buyten und Holger Badstuber gegen die harmlosen Gastgeber nichts anbrennen.