Köln – Derzeit kennt mein Fantasy-Team nur eine Richtung: nach oben! Mit 2.510 Punkten habe ich mich bis auf Platz 13 der Gesamtwertung nach vorne gearbeitet. Mein klares Ziel für die letzten neun Spieltage ist ein Platz in den Top 10 der Endabrechnung. Und ich bin zuversichtlich, dass mir das gelingen wird. Schließlich habe ich im Laufe der ersten 25 Spieltage drei goldene Regeln entwickelt, die ihr unbedingt auch berücksichtigen solltet. Dann könnt ihr in der Tabelle im der Schlussphase der Saison noch eine Menge Boden gut machen.

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Regel 1: Geduld bei Transfers

Wenn montags das Transferfenster öffnet, verschaffe ich mir schon einmal einen Überblick über meine Möglichkeiten. Welche Spieler muss ich aufgrund von Verletzungen oder Sperren verkaufen? Wer hat zuletzt enttäuscht oder am nächsten Spieltag eine schwere Aufgabe vor der Brust? Das sind meine Verkaufskandidaten. Anschließend überlege ich schon einmal, welche drei Spieler für den kommenden Spieltag gut in mein Team passen würden. Die Auswahl kann sich im Laufe der Woche immer mal ändern – was kein Problem ist, denn man sollte die Transfers noch nicht bestätigen! Das macht ihr am besten so spät wie möglich.

Bei mir ist das mittlerweile ein festes Ritual: Erst, wenn gegen 19:30 Uhr am Freitag die Aufstellungen des Abendspieles veröffentlicht sind, schließe ich meine Kaderplanungen ab. So kann ich bis zuletzt noch auf kurzfristige Verletzungen und Überraschungen bei den Aufstellungen der ersten Partie reagieren. Glaubt mir, es lohnt sich!

Regel 2: Viele Anstoßzeiten abdecken

Die Bedeutung des Kapitäns für den Erfolg eurer Mannschaft könnt ihr nicht hoch genug einschätzen. Um Woche für Woche möglichst viel Kapital aus den doppelten Punkten für euren Spielführer zu schlagen, solltet ihr unbedingt möglichst viele Anstoßzeiten mit eurem Kader abdecken – wenn möglich, sogar alle.

So könnt ihr erst am Freitagabend einen Spieler zum Kapitän machen. Stimmt die Leistung nicht, reicht ihr das Armband am Samstag weiter. So habt ihr insgesamt fünf Chancen auf einen satten Kapitänsbonus. Diese Möglichkeit solltet ihr nicht liegen lassen, denn selbst ein Robert Lewandowski hat mal einen schwächeren Tag. Da braucht ihr weitere Kandidaten in der Hinterhand.

Regel 3: PS auf die Straße bringen

In der Bundesliga sind die meisten Teams mittlerweile in der Lage, problemlos zwischen verschiedenen taktischen Grundordnungen zu wechseln. Diese Flexibilität ist auch im Fantasy Manager wichtig, denn sie ermöglicht Euch, dass am Ende des Spieltags auch wirklich eure besten Spieler zum Einsatz kommen und ihr nicht zu viele Punkte auf der Bank liegen lasst. Habt ihr beispielsweise vier Mittelfeldspieler, die Samstag um 15:30 Uhr spielen und stellt euer Team in einem 4-3-3-System auf, müsst ihr einen Spieler auf der Bank lassen, der möglicherweise das Spiel seines Lebens macht.

Solche Situationen gilt es unbedingt zu vermeiden. Überlegt euch bei euren möglichen Transfers immer, wann sie am Wochenende zum Einsatz kommen und welches System ihr spielen wollt. Vier Mittelfeldspieler an einem Samstagnachmittag sind kein Problem, wenn ihr beispielsweise ein 3-4-3 spielt und noch einen Spieler an den drei späteren Spielterminen in der Hinterhand habt. Dann könnt ihr den schwächsten Akteur des Nachmittags auswechseln. Dasselbe Prinzip gilt natürlich auch für alle anderen Mannschaftsteile. Das macht die Transferplanung zwar ein wenig aufwendiger, aber es lohnt sich. Versprochen!

Zum Schluss habe ich noch eine kleine Hausaufgabe für Euch: Beherzigt meine drei goldenen Regeln und holt bis zum Saisonende noch mindestens 800 Punkte. Viel Erfolg!

Bleibt fantastisch

Euer Scout

Der Autor

Flo "Der Scout" Reinecke kennt die Schuhgröße aller Bundesliga-Profis und weiß, wie viele Tore sie unter der Woche im Training geschossen haben. Hat nach eigenem Bekunden schon Fritz Walter und Franz Beckenbauer entdeckt. Als Scout hält er für Dich immer die Augen offen.​

Video: Das ist der Fantasy Manager