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Gerade einmal fünf Spiele hat Jefferson Farfan bisher für seinen neuen Arbeitgeber bestritten. Und schnell wird klar, der Neuzugang des FC Schalke 04 braucht keine lange Anlaufzeit.

Eingewöhnungsschwierigkeiten sind für den Torjäger ohnehin ein Fremdwort. 2001 heuerte Farfan im zarten Alter von 16 Jahren in seiner Heimat Peru bei Alianza Lima an. Bei seiner ersten Profistation hatte er mit 28 Toren in 77 Spielen maßgeblich Anteil daran, dass der Club zwei Jahre später zwei Meisterschaften in Serie feiern konnte.

Abonnement-Meister

Auch nach seinem Wechsel zum PSV Eindhoven 2004 startete der 41-fache Nationalspieler gleich durch. Während seiner vier Spielzeiten beim niederländischen Ehrendivisionär traf er nach Belieben (57 Tore in 118 Spielen) und gewann in jedem (!) Jahr die Meisterschaft mit seinem Verein.

Kein Wunder also, dass der 23-Jährige nun auch bei den "Königsblauen" einen Blitzstart hingelegt hat. Gleich bei seinem ersten Bundesliga-Einsatz war er erfolgreich. Im "Revierderby" gegen Borussia Dortmund (3:3) netzte er zur Führung für seinen neuen Club ein. Schon bei seinem Schalker Pflichtspieldebüt, dem 3:0-Pokalsieg in Homburg, hatte er es auf Anhieb klingeln lassen.

Ins System integriert

Wie gut der "Neu-Knappe" auf Anhieb in Gelsenkirchen zurechtkommt, beweisen aber nicht nur seine Tore. 69 Ballkontakte pro Partie zeigen, wie schnell sich Farfan im Schalker Spiel eingelebt hat. Sturmkollege Kevin Kuranyi kommt in dieser Statistik nur auf 36 Kontakte pro Spiel. "Auf dem Platz fühle ich mich gut, besonders das Zusammenspiel mit Rafinha klappt immer besser", zeigt sich Farfan erfreut.

Dass er seinen Ballbesitz auch zu nutzen weiß, belegen vier Schüsse und fünf Vorlagen bei seinen beiden Bundesliga-Auftritten. Damit ist Farfan alle 18 Minuten an einem Torschuss beteiligt - am häufigsten im Team der "Königsblauen".

Bemerkenswerte Zahlen

Außergewöhnlich sind auch seine für einen Stürmer ungewöhnlich niedrige Fehlpassquote von 17 Prozent und seine Zweikampfstärke (48 Prozent). Manager Andreas Müller zeigt sich angesichts des Transfercoups erfreut: "Seine Bewegungen sind eine Belebung für das Spiel."

Von den fünf Pflichtspielen in vier unterschiedlichen Wettbewerben mit Farfan auf dem Platz hat Schalke vier gewonnen und nur beim Remis in Dortmund unglücklich Punkte gelassen.

Einen Blitzstart hat Farfan also auch in Gelsenkirchen hingelegt - wie bei seinen bisherigen Stationen. Mal sehen, ob er auch in anderer Hinsicht an den Erfolg bei seinen früheren Clubs anknüpfen kann - als Meistertitel-Sammler.

Florian Bruchhäuser