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Hamburg - Nach dem Schlusspfiff der Partie des Hamburger SV gegen 1899 Hoffenheim reichte ein Blick in das Gesicht von Stürmer Mladen Petric, um zu erkennen, welches Team in der Imtech Arena die Nase vorn hatte. Mit strahlenden Augen und einem genüsslichen Grinsen feiere der HSV-Stürmer zusammen mit seiner zweijährigen Tochter Melina Charlize vor der Fankurve der Hausherren.

Mit seinem Siegtreffer zum 2:1 hatte der Kroate zuvor seine Farben vor schweren Zeiten bewahrt. 2:5 im Pokal bei Eintracht Frankfurt, 2:3 danach in der Liga in Köln: Eine weitere Pleite und die Zeichen hätten in der Hansestadt auf Sturm gestanden.

Petric hoff auf eine Serie

Doch mit dem Erfolg gegen Hoffenheim hielten die "Rothosen" Anschluss an die Spitzengruppe - dank Petric. "Ich bin erstmal glücklich, dass es mit dem Dreier geklappt hat. Wir standen extrem unter Druck und waren ja auch mit der Gesamtsituation nicht zufrieden", erklärte der 29-Jährige nach dem Spiel.

Der Sieg gegen die Mannschaft aus dem Kraichgau soll jetzt die Wende zum Guten einläuten. "Nun wollen wir Schritt für Schritt in die richtige Richtung gehen. Das war heute ein guter Auftakt, um hoffentlich eine Serie zu starten", so Petric.

HSV geht am Stock

Dabei ist der Triumph der Hamburger umso höher einzustufen, da dem HSV seit Saisonbeginn das Verletzungspech treu ist. Dennis Aogo, Eljero Elia, Marcell Jansen, Frank Rost, Dennis Diekmeier, Tunay Torun und zuletzt auch noch Ruud van Nistelrooy: Fast eine komplette Mannschaft tummelt sich im Krankenlazarett.

"Wir befinden uns in einer schwierigen Situation. Durch die Verletzungsmisere müssen wir uns immer wieder neu auf- und einstellen", meinte Petric.

Vier Tore aus drei Spielen

Das Pech der einen, ist aber bekanntlich das Glück der anderen. Und so stand Petric, der zu Saisonbeginn nur zweite Wahl war, im dritten Pflichtspiel hintereinander in der Startelf - vier Tore erzielte er in diesem Zeitraum für den HSV.

Dementsprechend positiv bewertete er auch seinen Status: "Ich bin zufrieden, es läuft super für mich. Das Tor ist für mich persönlich natürlich sehr schön, aber als Stürmer kann man auch ein gutes Spiel machen, ohne zu treffen. So habe ich aber uns alle belohnt."

Rückkehr nach Dortmund

Der Aufschwung beim Team von Trainer Armin Veh wird aber schon am kommenden Spieltag auf die Probe gestellt. Denn es geht zu den Überfliegern der Saison, zum Tabellenführer aus Dortmund.

Für Petric ein besonderes Spiel. 2007/08 erzielte er in 29 Spielen 13 Tore für den BVB, ehe er zu den Norddeutschen wechselte. Petric will seine Rückkehr aber nicht überbewerten. "Das ist nun ja auch schon zweieinhalb Jahre her. Aber natürlich freue mich auf das Spiel."

Michael Reis