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Köln - Die Spielzeit 2015/16 ging spektakulär zu Ende. Zeit für eine ausführliche Bilanz. bundesliga.de analysiert die Leistung aller Clubs und blickt auch schon nach vorne. So lief das Jahr für den FC Augsburg:

Saisonverlauf: Starke Auswärtsbilanz der Schlüssel

Dass der sensationelle 5. Tabellenplatz der Vorsaison nicht als Maßstab dienen sollte, war den Verantwortlichen des FC Augsburg im vergangenen Sommer klar. "Wir wissen, wo wir herkommen und haben in Augsburg ein absolut realistisches Umfeld", sagte Geschäftsführer Sport Stefan Reuter im bundesliga.de-Interview vor Saisonbeginn. Das Ziel lautete daher auch im fünften Bundesliga-Jahr in Folge trotz der erstmaligen Qualifikation für die Europa League Klassenerhalt.

Der Weg dorthin war wegen der zusätzlichen internationalen Spiele anstrengend, aber erfolgreich. Zehn Mal stand der FCA auf einem der letzten drei Plätze, war sogar vier Mal Tabellenletzter und doch gelang vorzeitig die Rettung - vor allem dank der stärksten Auswärtsbilanz der Vereinsgeschichte (23 Punkte). "Das ist keine Selbstverständlichkeit für so einen kleinen Club, international zu spielen und dann national am vorletzten Spieltag die Pflicht zu erfüllen", sagte Trainer Markus Weinzierl.

So funktioniert die Spinnennetz-Grafik

Der Top-Spieler

  • Alfred Finnbogason war einer der Gründe für den Klassenverbleib des FCA. Mit dem Isländer hatten die Fuggerstädter im Winter endlich einen treffsicheren Angreifer gefunden.

  • Der Isländer traf im Schnitt in jedem zweiten Spiel (sieben Tore in 14 Partien) und in der Rückrunde genauso so oft wie etwa BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang.

  • In nur einer Halbserie hatte Finnbogason die meisten Großchancen beim FCA aus dem Spiel heraus und nutzte diese Möglichkeiten meist eiskalt (vier von sechs verwertet).

Spruch der Saison: Daniel Baier

Der Aufsteiger der Saison

Erst in der Winterpause vom spanischen Erstligisten Real Sociedad San Sebastian ausgeliehen, entwickelte sich Alfred Finnbogason in der zweiten Saisonhälfte mit zum entscheidenden Faktor im Kampf um den Klassenerhalt. Er verfüge über "eine gewisse Coolness", charakterisierte Trainer Weinzierl den Stürmer. Sieben Tore erzielte der 27-Jährige in der Rückrunde für den FCA und sicherte sich damit auch seinen Platz im Kader des EM-Debütanten Island.

Top-Fakten

  • Die Verteidiger von Augsburg erzielten die meisten Tore ligaweit (elf).

  • Augsburg traf acht Mal in der Anfangsviertelstunde – Ligaspitze.

  • Nur zwei Teams erzielten mehr Tore nach Flanken aus dem Spiel als der FCA (neun).

Das Topspiel der FCA-Saison

Als bis dato schwächste Auswärtsmannschaft reiste Augsburg zum VfB Stuttgart und schoss sich den Frust des missglückten Saisonstarts von der Seele. Der mit perfektem Umschaltspiel herausgespielte Sieg war der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf: Bis zur Winterpause folgten ein Remis und drei weitere Siege.

>>> Die drei FCA-Topspiele im Video

Highlight der Saison: Ja-Cheol Koos Dreierpack

Ja-Cheol Koo verewigte sich am 25. Spieltag in der Bundesliga-Historie des FC Augsburg - richtig freuen konnte er sich darüber allerdings nicht. Gegen Bayer Leverkusen schnürte der Koreaner den ersten Dreierpack seiner Bundesliga-Karriere und den ersten eines Augsburgers im Oberhaus. Dennoch reichte es nicht zum Sieg, da Leverkusens Hakan Calhanoglu in der Nachspielzeit per Handelfmeter zum 3:3 ausglich. "Man kann sagen, das ist eine Katastrophe", sagte Koo hinterher.

So geht's weiter

Unmittelbar vor dem letzten Spiel gegen den Hamburger SV klärten die bayerischen Schwaben eine wichtige Personalie. Der zunächst nur von San Sebastian ausgeliehene Stürmer Finnbogason unterschrieb einen langfristigen Vertrag bis 2020 beim FC Augsburg. Auch Routinier Markus Feulner hängt noch ein Jahr dran.

Maximilian Lotz

>>> Alle 18 Saison-Rückblicke im Überblick

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