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München - Sechs Dortmunder sind vor dem Heimspiel gegen den Hamburger SV angeschlagen - dennoch wollen die Borussen ihre makellose Rückrundenbilanz natürlich ausbauen. Im Duell gegen Bayer Leverkusen versucht Borussia Mönchengladbach, die aktuell schwärzeste Serie der Bundesliga (seit 1989 gab es keinen Heimsieg) zu beenden. Außerdem feiert Frankfurts Neuzugang Srdjan Lakic nach seinem tollen Debüt in Hamburg sein Heimdebüt gegen Nürnberg. bundesliga.de hat die letzten Infos zu den Samstagsspielen (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Hier geht's zur Vorschau der übrigen drei Partien.

Der BVB ist mit drei Siegen optimal in die Rückrunde gestartet und hat sich in der Tabelle zum Bayern-Verfolger Nummer 1 hochgearbeitet. Damit das auch weiterhin so bleibt, soll gegen den HSV möglichst der nächste Dreier eingetütet werden - doch das dürfte angesichts der Personalmisere nicht ganz so einfach werden. Nicht weniger als sechs Verletzte zählte Cheftrainer Jürgen Klopp am Donnerstag, von denen vor allem Marcel Schmelzer und Kevin Großkreutz wohl nicht zum Einsatz kommen. "Stand jetzt stehen sie uns nicht zur Verfügung", sagte Klopp. "Die anderen können vielleicht spielen, sind aber nicht topfit."

Die anderen, das sind Marco Reus, Mario Götze, Roman Weidenfeller und Lukasz Piszczek, die es bis zum Samstag jedoch schaffen sollten. Um die personelle Schwächung zu kompensieren, wünscht sich "Kloppo" die Unterstützung der Fans: "Vitaminspritzen durch Lautstärke können wir gut gebrauchen!"

Trotz des Dortmunder Lazaretts fühlt sich der HSV als klarer Außenseiter - und denn "wollen wir uns auf keinen Fall dort verstecken", kündigt Cheftrainer Thorsten Fink an. So erwartet der 45-Jährige, dass seine Schützlinge mit "Leidenschaft, Mut und Freude" in die Partie beim Tabellenzweiten gehen. "Ich erwarte, dass wir 90 Minuten Gas geben, nur so haben wir dort eine Chance."

Eines wolle er sich und der Mannschaft nach Abpfiff nämlich nicht vorwerfen lassen, nämlich, "dass wir nicht alles gegeben haben", gab der Trainer zu Protokoll.

Ein kleines Geheimnis macht Fink noch daraus, in welchem System er seine Elf am Samstag aufs Feld schicken wird. "Natürlich habe ich die Formation im Kopf, preisgeben werde ich sie aber noch nicht." Gut möglich, dass Fink eine Offensivkraft opfert, um die Defensive mit einen zusätzlichen Sechser zu stabilisieren. Sicher ist jedoch, dass Tomas Rincon im defensiven Mittelfeld für den gesperrten Milan Badelj auflaufen wird.



Schiedsrichteransetzungen

Bei der Borussia gastiert am Samstag mit Bayer Leverkusen der absolute Angstgegner. Sage und schreibe seit 1989 haben die "Fohlen" nicht mehr gegen die Werkself gewonnen, dabei 15 Unentschieden geholt und fünf Niederlagen kassiert. Für Lucien Favre sind derlei Statistiken allerdings nicht relevant - viel wichtiger sind die personellen Änderungen, die er gegenüber der 1:2-Niederlage in Nürnberg vornehmen wird.

Tony Jantschke, der nach seiner fünften Gelben Karte ein Spiel pausieren muss, wird ebenso fehlen, wie Peniel Mlapa (Muskelfaserriss). Für Jantschke könnte Martin Stranzl erstmals in der Rückrunde von Beginn an für die Borussen auflaufen. "Martin ist eine Option. In der Hinrunde hat es mit ihm auf dieser Position gut funktioniert", so Favre.

Wieder in die Mannschaft rücken dürfte Havard Nordtveit, der bei den Franken wegen einer Prellung und einer Kapseldehnung im Knie nicht spielen konnte. "Howie hat gestern mit der Mannschaft trainiert. Wir müssen abwarten, wie das Knie auf die Belastung reagiert, aber ich denke, dass er spielen kann", sagte der Coach.

Bayer Teamchef Sami Hyypiä fordert nach der unglücklichen Niederlage gegen den BVB "etwas zu holen, um in der Liga oben dranzubleiben", Bayer muss auf den gelbgesperrten Ömer Toprak verzichten, zudem sind die Einsätze von Stefan Reinartz (Virus) und Simon Rolfes (erkältet) fraglich.

Hyypiä ging auf der Pressekonferenz noch einmal auf das Schlagerspiel gegen Dortmund ein: "Wir können trotz der Niederlage viel Positives aus der Partie ziehen. Wir haben gesehen, dass wir gegen so eine gute Mannschaft mithalten können, und wir haben viel Charakter gezeigt nach dem frühen Rückstand."



Schiedsrichteransetzungen

Eintrachts Führungsetage hat nach dem 2:0-Sieg in Hamburg und der sensationellen Ausbeute von bislang 36 Punkten die Saisonziele angepasst. Das Motto: Klassenerhalt war gestern, Europa ist jetzt das Ziel. Und zumindest statistisch gesehen kann gar nicht mehr viel schiefgehen: Mit einer Wahrscheinlichkeit von 93 Prozent wird Frankfurt in der kommenden Spielzeit international unterwegs sein.

Für das Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg hat sich das Team von Cheftrainer Armin Veh den nächsten Dreier vorgenommen. Dabei wird Neuzugang Srdjan Lakic, der beim HSV zum Einstand einen Dopelpack erzielte, sein Heimdebüt für die Eintracht geben. Ob Verteidiger Carlos Zambrano rechtzeitig von seinem Länderspieleinsatz zurückkehrt, ist noch nicht absehbar. Als Ersatz stünde Marco Russ bereit.

Einen Strich durch diese Rechnung will der FCN machen. Beim 2:1-Erfolg gegen die Borussia hat "Club"-Trainer Michael Wiesinger einige Dinge erkannt, die er auch gegen die Eintracht wieder sehen will: "Sich für keinen Weg zu schade und für den anderen da zu sein, wenn man einen Zweikampf verliert. Akribisch in die Zweikämpfe zu gehen. Bereit zu sein, in beide Richtungen schnell umzuschalten. Und immer als Mannschaft aufzutreten."

Verzichten muss der Coach erneut auf Timo Gebhart. Den Mittelfeldspieler plagen Leistenprobleme, weswegen er sich derzeit in der Nähe von Freiburg zur Reha befindet. Ansonsten stehen alle Mann zur Verfügung.


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