Zusammenfassung

  • Thomas Delaney und Jannik Vestergaard spielen gemeinsam für Dänemarks Nationalelf

  • Am Sonntag treffen beide in der Bundesliga aufeinander

  • In ihren Vereinen sind die beiden Dänen gesetzt und unverzichtbar

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Köln - Es ist nur wenige Tage her, da durften Thomas Delaney und Jannik Vestergaard noch gemeinsam jubeln. In der Länderspielpause qualifizierten sie sich mit der dänischen Nationalmannschaft für die Play-Offs zur Weltmeisterschaft 2018 in Russland. Bevor sie am kommenden Dienstag ihren gemeinsamen Gegner zugelost bekommen, treffen sie in der Bundesliga aufeinander, am Sonntag um 18 Uhr in der Partie SV Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach.

Keine Frage, dass die Trainer der beiden Clubs auf ihre Super-Dänen bauen werden. Delaney und Vestergaard sind absolute Stammspieler in ihren Vereinen. Was macht sie so wichtig?

Delaney, um den neben Bremen noch weitere Vereine gebuhlt hatten, hat sich nach seinem Wechsel vom FC Kopenhagen nach Bremen im Januar 2017 schnell unverzichtbar gemacht. Im zentralen Mittelfeld zieht er die Fäden, fordert und verteilt die Bälle. Zudem ist er torgefährlich. In seinen ersten 13 Bundesliga-Spielen traf er vier Mal, auch in dieser Saison hat er bereits ein Tor erzielt. Sein Trainer Alexander Nouri sagte über ihn: "Er ist ein absoluter Winner-Typ". In Abwesenheit von Zlatko Junuzovic und Niklas Moisander durfte Delaney an den ersten fünf Spieltagen sogar die Kapitänsbinde tragen.

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Der 26-Jährige selbst erklärte im Interview mit der Deutschen Welle, warum es für ihn persönlich so gut läuft: "Die Bundesliga passt super zu mir. Das sehr hohe Tempo, die Intensität der Spiele - so mag ich es gerne. Ich mag kein feinsinniges Rasenschach. Ich liebe es zu rennen, zu ackern und Zweikämpfe zu führen."

Video: Das letzte Aufeinandertreffen in Bremen

Zweikämpfe führt auch Vestergaard gerne, am Boden und insbesondere in der Luft, wo er mit 1,99 Metern kaum zu bezwingen ist. Der robuste Verteidiger ist zudem eine echte Waffe bei Standardsituationen. Nach Ecken und Freistößen ist er immer für ein Tor gut. In der Vorsaison war er vier Mal erfolgreich, in der aktuellen Spielzeit wartet er noch auf seinen ersten Treffer.

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Vestergaard, der bereits seit 2011 in der Bundesliga spielt und vor seiner Zeit in Gladbach in Hoffenheim und Bremen aktiv war, ist bei der Borussia absolut gesetzt. Seit dem 11. Dezember 2016 - dem 14. Spieltag der Vorsaison - hat er jedes Bundesliga-Spiel über 90 Minuten bestritten.

Vestergaard (l.) und Delaney (r.) im dänischen Nationaltrikot gegen den Schalker Leon Goretzka
Vestergaard (l.) und Delaney (r.) im dänischen Nationaltrikot gegen den Schalker Leon Goretzka

Auf der Länderspielreise war das direkte Duell bei Delaney und Vestergaard übrigens kein großes Thema, verrät der Gladbacher im Interview mit werder.de: "Natürlich haben wir kurz erwähnt, dass wir am Sonntag gegeneinander spielen, aber der Fokus lag diesmal woanders. Es gab ein Thema, das wichtiger war und das war die Qualifikation zur Weltmeisterschaft beziehungsweise das Erreichen der Play-Offs. Deshalb haben wir nicht sehr viel darüber gesprochen."

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Grundsätzlich unterhalten sich der Bremer Mittelfeldstratege und der Gladbacher Abwehrhüne aber gerne miteinander, schließlich kennen sie sich seit ihrer Kindheit. In Kopenhagen spielten sie einst in der gleichen Jugendmannschaft. Am Sonntag ruht die Freundschaft allerdings für 90 Minuten. Für beide geht es im direkten Duell um viel. Die Fohlenelf kämpft um die europäischen Plätze, Werder will raus aus dem Tabellenkeller. Delaney gegen Vestergaard - diesmal wird nur einer der beiden Dänen jubeln können.

Tim Müller