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Mirko Slomka machte einen mitgenommenen Eindruck am Samstagabend im Bauch der Münchner Allianz Arena. Aber das war auch kein Wunder, wann kommt man als Trainer einer Bundesligamannschaft schließlich schon mal mit 0:7 unter die Räder?

Seine Mannschaft habe eben zwei Gesichter, referierte Slomka. Dem 0:0 in Hamburg und dem 4:2 gegen den FC Schalke folgte im engen Abstiegskampf nun also die Klatsche beim FC Bayern. "Man darf sich aber jetzt nicht zerfleischen", stellte Slomka auch fest und forderte: "Wir müssen wieder unser anderes Gesicht zeigen."

Und das am besten ganz schnell. Einen Punkt liegt Hannover als Tabellen-17. momentan hinter dem rettenden Ufer. Am kommenden Wochenende geht es zu Bayer 04 Leverkusen.

96-Kapitän Steven Cherundolo liegt im Hinblick auf diese Partie ganz auf einer Wellenlänge mit seinem Trainer. "Am nächsten Samstag werden wir ein anderes 96 sehen", kündigt er im Interview mit bundesliga.de an und spricht zudem über die Hypothek des schlechten Torverhältnisses.

bundesliga.de: Herr Cherundolo, hatten sie in München schon nach den ersten sechs Minuten, als die Bayern drei Großchancen hatten, Befürchtungen, dass das ein ganz bitterer Abend werden könnte?

Steven Cherundolo: Nein, eher nicht. Wir wussten, dass die Bayern das Spiel schnell für sich entscheiden wollten. Aber wenn man die Anfangsphase übersteht, hat man noch alle Chancen. Das erste Tor ist in der 21. Minute gefallen. Da ist noch genug Zeit, um sich wieder zu fangen.

bundesliga.de: Stattdessen haben sie recht bald das 0:2 gefangen. Ist es dann auch einfach schwierig, die Bayern zu stoppen?

Cherundolo: Natürlich war es nicht einfach und wir haben gegen eine gute Bayern-Mannschaft gespielt. Aber wir waren auch einfach desolat und haben in allen Bereichen nicht abrufen können, was uns stark macht. Das müssen wir nächste Woche auf jeden Fall besser machen.

bundesliga.de: Schmerzt mit Blick auf das Torverhältnis im engen Abstiegskampf vor allem die Höhe der Niederlage? Schließlich könnte auch das am Ende entscheidend sein.

Cherundolo: Ich hoffe nicht. Aber wir müssen es über die Punktzahl schaffen und werden jetzt alles versuchen, um in den nächsten drei Spielen so viele Punkte wie möglich zu holen. Das mit dem Torverhältnis ist jetzt so gut wie gegessen.

bundesliga.de: Kann man das Spiel jetzt einfach so abhaken und sich auf die kommenden Aufgaben konzentrieren?

Cherundolo: Wir werden das schaffen, etwas anderes bleibt uns auch nicht übrig. Es bleiben nur noch drei Spiele und aus denen brauchen wir die Punkte. Das Spiel in München werden wir nicht analysieren, sondern werden versuchen, uns voll und ganz auf Leverkusen zu konzentrieren. Am nächsten Samstag werden wir ein anderes 96 sehen.

bundesliga.de: Was glauben Sie: Wie viele Punkte braucht 96 noch, um den Klassenerhalt zu schaffen?

Cherundolo: Das kann man nicht sagen. Die Bundesliga spielt im Moment verrückt. Wir wollen einfach so viele Punkte wie möglich holen.


Das Gespräch führte Matthias Becker


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