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An Energie Cottbus hat Timo Hildebrand gute Erinnerungen. Eineinhalb Jahre ist es her, da bestritt der Torhüter gegen die Lausitzer sein letztes Spiel in der Bundesliga und feierte mit dem VfB Stuttgart die Deutsche Meisterschaft.

Am Samstag (Fiebern Sie in den sechs Samstagspartien ab 15 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio mit!) gibt Hildebrand nun nach einem frustrierenden Intermezzo in Spanien für Herbstmeister 1899 Hoffenheim sein Comeback. Gegner ist erneut Cottbus - und das soll ein gutes Omen für einen Neuanfang sein.

"Ich freue mich wieder auf die Bundesliga", sagte Hildebrand, der in der Winterpause ablösefrei vom FC Valencia nach Hoffenheim gewechselt ist. Die Spielfreude soll für den 29-Jährigen erstmal im Vordergrund stehen. Die Meisterschaft oder eine mögliche Rückkehr in die Nationalmannschaft - diese Themen sind zunächst nur im Hinterkopf: "Natürlich will ich jedes Spiel gewinnen, aber ich setze mich nicht unter Druck."

Personalsorgen beim Herbstmeister

Den ersten Erfolg mit seinem neuen Verein will Hildebrand gegen die abstiegsgefährdeten Cottbuser machen - passend zur Bundesliga-Premiere der neuen Rhein-Neckar-Arena. Doch der Herbstmeister hat Personalsorgen. Neben dem langzeitverletzten Vedad Ibisevic stehen noch Chinedu Obasi und Carlos Eduardo nicht zur Verfügung. Ob dafür Boubacar Sanogo, der vor wenigen Tagen von Werder Bremen zum Aufsteiger wechselte, in der ersten Elf stehen wird, ließ Trainer Ralf Rangnick noch offen.

Energie Cottbus reist mit einer 1:3-Pokalschlappe bei Bayer Leverkusen in den Kraichgau. "Wir müssen aus diesem Spiel ganz schnell die richtigen Lehren ziehen. Mit einem solchen Auftritt haben wir in der Bundesliga keine Chance", fand Trainer Bojan Prasnikar deutliche Worte. Doch noch mehr als die Niederlage schmerzt den Energie-Coach die Verletzung Dimitar Rangelov', der in der 80. Minute nach einem Schlag auf das Knie ausgewechselt werden musste. Sein Einsatz ist fraglich. Verzichten muss Prasnikar in jedem Fall auf Innenverteidiger Mariusz Kukielka. Der 32-Jährige fällt mit einer Knieverletzung mehrere Wochen aus.


Hertha BSC - Eintracht Frankfurt

Hertha BSC hat kurz vor Zapfenstreich kräftig auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Neben Mittelfeldspieler Marko Babic (Betis Sevilla) angelten sich die Berliner den Verteidiger Leandro Cufre (AS Monaco). Zudem verlängerte der Club vorzeitig mit Trainer Lucien Favre.

Es gibt aber nicht nur freudige Nachrichten an der Spree. Hertha geht nämlich am Stock. Gleich auf neun Spieler muss Lucien Favre verzichten. "Daran kann man nichts ändern. Wir haben dennoch eine gute Mannschaft", trotzt Favre der Verletztenmisere. Manager Dieter Hoeneß hingegen setzt angesichts der langen Verletztenliste zurzeit nur "kurzfrstige Ziele". "Natürlich wollen wir auf einem UEFA-Cup-Platz bleiben, aber das ist schon ambitioniert", sagt er.

Funkel hat die Qual der Wahl

Die Frankfurter Eintracht war in der Hinrunde vom Verletzungspech verfolgt. Vor dem Rückrunden-Start fehlen nur noch die langzeitverletzten Ioannis Amanatidis, Christoph Spycher und Christoph Preuß (alle Reha nach Knie-Operationen) sowie Oka Nikolov, Ümit Korkmaz (beide Trainigsrückstand) und Zlatan Bajramovic (Muskelfaserriss).

Trainer Friedhelm Funkel hat nun die Qual der Wahl, wen er aufstellt. Drei Positionen sind schon vergeben. In der Verteidigung wird Chris spielen, den Angriff werden Nikos Liberopoulos und Martin Fenin bilden. Neuzugang Leonard Kweuke, der in der Vorbereitung mit fünf Toren glänzte, wird auf der Bank Platz nehmen. Funkel erklärte: "Er ist ein wichtige Alternative für unsere Offensive und ein gefährlicher Stürmer, der für Abwehrspieler schwer zu bespielen ist. Ich hätte keine Bedenken, ihn je nach Spielstand reinzuwerfen. Dennoch sind Nikos Liberopoulos und Martin Fenin zunächst einmal gesetzt."


Hannover 96 - FC Schalke 04

Wenn die "Knappen" zum Rückrundenauftakt bei Hannover 96 antreten, haben sie die Chance, eine Serie auszubauen. Seit nunmehr acht Duellen mit den Niedersachsen ist Schalke ungeschlagen. Mit dem Selbstvertrauen aus dem 4:1-Pokalerfolg beim FC Carl Zeiss Jena und dem Wunsch, diese Serie auszubauen, geht die Mannschaft von Trainer Fred Rutten die Aufgabe an. Der Ehrgeiz ist geweckt.

"Obwohl die Hinrunde nicht nach unseren Vorstellungen verlaufen ist, werden wir nicht unsere Zielsetzung für diese Saison korrigieren. Wir wollen in die Champions League, auch wenn das schwer wird. Sechs Punkte Rückstand auf Platz 3 sind viel, aber mit einem guten Auftakt nicht uneinholbar", sagte Manager Andreas Müller.

Vor dem Duell mit Hannover plagen den Schalker Chef-Trainer Fred Rutten personelle Probleme. Es fehlen die gesperrten Jermaine Jones und Orlando Engelaar sowie die verletzten Christian Pander (Knie) und Levan Kenia (Oberschenkel). Die "Knappen" wollen gegen 96 vor allem die Räume eng machen. "Denn wenn Hannover Platz hat, können sie richtig gut Fußball spielen", warnt Rutten, der mit einem Kampfspiel rechnet. "Für Hannover ist das erste Spiel sehr wichtig. Ich erwarte einen aggressiven Gegner, der 90 Minuten lang kämpft."

Enke wieder dabei

Dass Hannover in der Hinserie hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, ist kein Geheimnis. Gegen Schalke wollen die Niedersachsen ihre Aufhojagd starten. Doch auch zu Beginn der Rückrunde muss 96-Trainer Dieter Hecking wieder auf einige Spieler verzichten. So fehlen in Chavdar Yankov (Außenmeniskus-OP), Jan Schlaudraff (Leisten-OP), Vinicius (Bandscheiben-OP) und dem Langzeitverletzten Valerien Ismael (Knieprobleme) vier Leistungsträger, deren Ausfall die Mannschaft nun längerfristig kompensieren wird müssen. Altin Lala (Aufbautraining) und Gaetan Krebs (Sprunggelenk) müssen ebenso passen.

Dafür kehrt Kapitän Robert Enke ins Tor zurük. "Robert überträgt viel Ruhe auf seine Vorderleute, das ist ganz wichtig für uns", betonte Hecking. Seit seinem Kahnbeinbruch im Oktober letzten Jahres wurde der Nationaltorwart an allen Ecken und Enden vermisst. Im Trainingslager an der Algarve stieg er wieder ins Mannschaftstraining ein und soll von nun an nicht nur sportlicher Rückhalt der 96-Verteidigung sein, sondern der ganzen Mannschaft mit seiner Führungsstärke zu alter Qualität verhelfen.

"Wir müssen gegen die drei Schalker Spitzen von Beginn an höllisch wach sein", mahnte Dieter Hecking. "Dann kann es ein attraktives und hoffentlich erfolgreiches Heimspiel werden."


1. FC Köln - VfL Wolfsburg

Die Kölner haben in der Hinrunde überrascht und mit guten 22 Zählern auf dem 11. Rang überwintert. Sie können beruhigt der zweiten Halbserie entgegen sehen. Doch das birgt auch Gefahren. Trainer Christoph Daum hat seine Spieler eindringlich gewarnt, angesichts des scheinbar beruhigenden Vorsprungs auf die Abstiegsränge nicht in Selbstzufriedenheit zu verfallen.

"Dies ist eine bedenkliche Situation. Die Stimmung hier ist, dass eh nichts mehr passieren kann. Wir müssen verstehen, dass jeder Punktgewinn wichtig und etwas Außergewöhnliches ist", sagte der FC-Trainer vor dem Duell mit den "Wölfen". In der Rückrunde, so Daum, werde der FC "sicher kein Offensivfeuerwerk abbrennen", es sei "eher wie beim Hausbau: Zunächst muss das Fundament gelegt werden, um uns in der Bundesliga zu etablieren".

Der FC muss kurzfristig auf Mittelfeldspieler Roda Antar verzichten. Der Mittelfeldmann leidet an einer Bronchitis und muss derzeit das Bett hüten. Fehlen werden auch Kapitän Milivoje Novakovic und Pedro Geromel, die beide gesperrt sind. Pierre Wome fällt nach seinem Sehnenanriss länger aus und befindet sich derzeit in der Reha in Frankreich.

Selbstbewusste "Wölfe"

In Köln will der VfL Wolfsburg nach dem 5:1 im Pokal gegen Rostock in der Bundesliga endlich den ersten Auswärtssieg holen. "Wir dürfen uns von dieser Bilanz nicht verrückt machen lassen, dann werden auch wieder Siege kommen", sagte VfL-Trainer Felix Magath.

Der souverän herausgespielte Erfolg im DFB-Pokal-Achtelfinale macht die "Wölfe" selbstbewusst. Magath erklärte: "Ich sehe gute Chancen, dass wir das Spiel in Köln für uns entscheiden. Wir sind gegen Rostock gut gestartet, das gibt uns Selbstvertrauen. Dass die Kölner mit Personalproblemen zu kämpfen haben und auf wichtige Spieler verzichten müssen, könnte ebenfalls ein Vorteil für uns sein."


VfB Stuttgart - Borussia Mönchengladbach

Mehr Stabilität in der Abwehr erhofft sich Gladbachs Trainer Hans Meyer durch die im Winter geholten Tomas Galasek, Paul Stalteri und Torhüter Logan Bailly, schließlich stellte die Borussia in der Hinserie die Schießbude der Liga. Die "Fohlen" wollen so schnell wie möglich die "rote Laterne" abgeben und am liebsten schon in Kürze die Abstiegsränge ganz verlassen.

"Wir haben kein Spiel zu verschenken und ein guter Start könnte sicher dazu beitragen, dass wir Selbstvertrauen kriegen und Punkte sammeln", sagt Trainer Meyer, der in Filip Daems einen neuen Kapitän hat.

Dass der VfB nach der 1:5-Pokalklatsche gegen Bayern angeschlagen sei, glaubt der erfahrene Coach nicht: "Ob die Stuttgarter Niederlage gegen die Bayern ein Vorteil ist, kann niemand sagen. An diesem Tag hätten die Münchner gegen jede Mannschaft der Welt gewonnen." Verzichten müssen die Gladbacher auf die verletzten Thomas Kleine, Dante und Jean Sébastien Jaurès.

Stuttgart will Wiedergutmachung betreiben

Bei Stuttgart sitzt der Stachel der Pokal-Packung tief. Daher brennen die Schützlinge von Teamchef Markus Babbel auf Wiedergutmachung. "Wir erhoffen uns natürlich, dass wir nach dem schwachen Auftritt gegen Bayern eine Reaktion zeigen, denn so eine Leistung wollen wir natürlich nicht mehr erleben. Sonst bekommen wir auch gegen Gladbach Probleme", sagte Babbel.

Gegen Mönchengladbach müsse sein Team von Beginn an zeigen, dass "wir zu Hause spielen. Dazu müssen wir aggressiv und mit einer Ordnung im Spiel auftreten. Wir müssen den Gegner permanent beschäftigen, dass er merkt, dass hier nichts auszurichten ist", gab Babbel seinen Jungs mit auf den Weg.

Große personelle Veränderungen wird Babbel nicht vornehmen: "Es war ein kollektives Versagen, aber ich kann ja jetzt nicht elf Neue aufstellen, sondern muss die bestmögliche Mannschaft nominieren." Während Yildiray Bastürk auch eine Option darstellt, wird neben Sebastian Rudy (Aufbautraining nach Kahnbeinbruch) und Timo Gebhart (Bänderriss im Sprunggelenk) auch nochmals Cacau fehlen. "Er ist noch nicht so weit", sagte Babbel, der zudem wegen eines Pferdekusses auch um Linksverteidiger Arthur Boka bangen muss.


Borussia Dortmund - Bayer Leverkusen

Sowohl für den BVB als auch für Bayer stand unter der Woche das Achtelfinale im DFB-Pokal an. Während die Leverkusener dem FC Energie Cottbus keine Chance ließen (3:1), scheiterten die Dortmunder trotz einer 1:0-Führung an Werder Bremen (1:2.).

Im Signal Iduna Park will Bayer so auftreten wie am Mittwoch. "Wir wollen jetzt natürlich auch in Dortmund gewinnen. Im Pokal haben wir sehr gut gespielt, das müssen wir beim BVB bestätigen", sagte Trainer Bruno Labbadia. Die Dortmunder müssen sich nach der Pokal-Niederlage gegen Bremen steigern.

Einen ausführlichen Vorbericht aus Leverkusener Sicht finden Sie hier

Einen ausführlichen Vorbericht aus Dortmunder Sicht finden Sie hier