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Köln - Noch befinden sich die 18 Clubs intensiv in der Vorbereitung, es geht jedoch in die heiße Phase - der Bundesliga-Start steht vor der Tür! Am 14. August beginnt die 53. Bundesliga-Saison, mit zahlreichen Neuzugängen, welche die 18 Clubs entscheidend verbessern sollen.

Einige Transfers, die den Kader verstärken sollen, haben die Vereine bereits vollzogen. bundesliga.de stellt die entscheidenden Transfers vor und analysiert, wie sie ihren neuen Club besser machen können. Heute: Max Kruse vom VfL Wolfsburg.

Neuer Stürmertyp für die Wölfe

Zwingend wäre eine Verpflichtung von Max Kruse nicht gewesen. Leistungsträger haben den Club nicht verlassen, mit Bas Dost und Nicklas Bendtner ist Wolfsburg in der Spitze zunächst auch gut besetzt (zum Transferreport). Doch Kruse verkörpert einen anderen Stürmertyp als die beiden Strafraumstürmer - die Art, die im Kader noch fehlt. Seine Spielweise macht die Wölfe noch flexibler und unberechenbarer. "Wir wollten noch einen anderen Stürmertypen als die beiden, die wir bereits im Kader haben. Wir wollen nicht zu ausrechenbar werden", betonte auch Coach Dieter Hecking nach der Verpflichtung des Spielers.

So verstärkt Kruse den VfL

Der 27-Jährige bildete unter Lucien Favre mit Raffael eine sehr bewegliche Doppelspitze, ließ sich gerne zurück fallen und tauchte zwischen den gegnerischen Linien auf. Er verfügt über einen sehr guten linken Fuß, ein gutes Gefühl für den letzten Pass und einen starken Abschluss. Insgesamt bringt er technisch sehr viel mit.

Mit elf Toren in der letzten Saison landete er zwar nur auf Platz elf der Torschützenliste. Doch im direkten Vergleich mit Abstauber Bas Dost (16 Tore und Platz fünf) zeigt sich bei Kruse die Mitarbeit nach vorne. Während Dost vier Tore vorlegte, waren es bei Kruse zehn. Außerdem verwandelte der Ex-Gladbacher letzte Saison drei mal vom Punkt - er könnte also eine echte Alternative für Ricardo Rodriguez sein, wenn es an die Strafstöße geht.

Kruse hat außerdem am Boden gutes Durchsetzungsvermögen und gehörte letzte Saison mit 46 Prozent gewonnenen Duellen (darunter nur 33 Prozent erfolgreiche Kopfballduelle) zu den zweikampfstärkeren Stürmern der Bundesliga.

Kruses Rolle im Wolfsburger System

Man darf gespannt sein, welche Rolle Kruse in Wolfsburgs 4-2-3-1-System einnehmen kann - er ist weder eine echte Speerspitze noch ein echter Flügelflitzer und auf der Zehn dürfte Kevin De Bruyne gesetzt sein. "Wir spielen in drei Wettbewerben, da werden auf jeder Position zwei bis drei Spieler gebraucht, die auf hohem Niveau spielen können", ist Kruse aber zuversichtlich.

Für Hecking ist Kruse aber ein Spielertyp, der in der Offensive vom Zentrum auch auf die Flügel ausweicht. Auch eine Doppelspitze kann sich der Trainer hin und wieder vorstellen.

Tobias Anding und Helge Winter

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