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München - Ein 20-Jähriger erzielte im ersten Dortmunder Saisonspiel das Siegtor, auf einen 18-jährigen Knipser hält Trainer Jürgen Klopp große Stücke und Australiens 19-jähriges Top-Talent überzeugt nicht nur optisch: Während die etablierten Dortmunder Spieler noch Pause haben, entwickeln sich hoffnungsvolle Talente in ihrem Schatten. Der BVB nutzt in der Vorbereitung die Abwesenheit der Nationalspieler, um die Zukunft des Deutschen Meisters ausgiebig zu testen.

Dabei machen mehrere Talente aus dem U-23-Team positiv auf sich aufmerksam. bundesliga.de stellt drei junge Spieler vor, die perspektivisch auch in der Bundesliga auftauchen könnten.

Jonas Hofmann (20, offensives Mittelfeld)

Eine flüssige Bewegung bestehend aus Ballmitnahme, Haken und lässigem Abschluss ließen die Öffentlichkeit erstmals Notiz von Jonas Hofmann nehmen. Beim ersten Testspiel des deutschen Meisters gegen den SV Meppen (2:1) durfte der Angreifer als einer von nur drei Akteuren über 90 Minuten spielen und zahlte das Vertrauen durch den sehenswerten Treffer zurück. "Ich war überglücklich, als ich meinen Namen in der Startelf gefunden habe", sagte Hofmann. "Da war ich fast schon zufrieden." Im Sommer 2011 wechselte der 20-Jährige von 1899 Hoffenheim nach Dortmund, in der zweiten Mannschaft sammelte er kontinuierlich Spielpraxis und überzeugte durch herausragende Quoten (Saison 2011/12: 10 Tore, 11 Vorlagen). Durch den dadurch verbundenen Aufstieg in die 3. Liga erhofft sich Hofmann den nächsten Schritt in seiner Entwicklung.

Marvin Ducksch (18, Stürmer)

Klopp ist von dem schlaksigen Stürmer angetan. Bereits vor der Sommerpause legte der Coach fest, dass der 1,90 Meter-Mann in der nächsten Saison regelmäßig bei den Profis trainiert. Schritt für Schritt soll sich Ducksch an das extrem intensive System des BVB gewöhnen. "Tempo, Athletik, alles ist noch mindestens einen Gang schneller und intensiver", erzählte der 18-Jährige nach dem Trainingslager mit den Profis.

Wie auch Hofmann war Ducksch in der letzten Saison mit der U-23-Mannschaft der Schwarz-Gelben unterwegs, schoss in 18 Spielen sieben Treffer. In der kommenden Spielzeit will sich Ducksch vor allem in der 3. Liga etablieren und sich somit weiter für den Profi-Kader empfehlen.

Mustafa Amini (19, Mittelfeld)

Bereits im Sommer 2011 sicherte sich Dortmund die Dienste des australischen Talents Amini. Der 19-Jährige mit dem ausgefallenen Haarschnitt wurde allerdings sofort für ein Jahr an seinen alten Verein Central Coast Mariners ausgeliehen, um weiter Spielpraxis zu sammeln. "Wir geben ihm die nötige Zeit und wir haben die Geduld, die man mit so jungen Spielern haben muss", sagte Sportdirektor Michael Zorc gegenüber "Reviersport". Die Intensität des Trainings ist neu, Amini berichtete, dass sich sein Körper nach den ersten zwei Wochen "wie tot angefühlt" habe. Nach dem zweiten Trainingslager will Klopp entscheiden, ob der Australier in den Bundesligakader aufrückt oder die Mannschaft der Reserve verstärken wird. Im Testspiel gegen Rot-Weiß Erfurt verletzte sich der Australier am Oberschenkel. Eine genaue Diagnose steht bislang aus - doch Amini ist ohnehin eher eine Investition in die Zukunft. "Man sollte nicht zu viel erwarten. Amini muss noch eine ganze Menge lernen", sagte Klopp.