Zusammenfassung

  • Jedes Jahr ermöglichen die Bundesliga-Clubs Talenten den Sprung zu den Profis

  • Zuletzt machten Christian Pulisic, Kai Havertz oder Lukas Klünter den Schritt in die Bundesliga

  • Dzenis Burnic, Haji Wright, Felix Götze und Co. könnten es ihnen bald nachmachen

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Köln - Die Bundesliga-Clubs sind europaweit bekannt dafür, Jahr für Jahr talentierten Spielern aus dem Nachwuchs den Sprung in den Profibereich zu ermöglichen. Der Fundus an Talenten ist riesig. Wer schafft als nächstes den Durchbruch? bundesliga.de nennt fünf Kandidaten mit guten Chancen.

Die vergangene Saison war für einige Top-Talente eine wichtige in ihrer Karriere. Spieler wie Christian Pulisic (Borussia Dortmund), Thilo Kehrer (FC Schalke 04), Benjamin Henrichs oder Kai Havertz (beide Bayer 04 Leverkusen) nahmen eine wichtige Rolle in ihren Vereinen ein und durften sich als Teil der Stammbesetzung fühlen.

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Andere sind auf dem besten Weg dahin. Jordan Torunarigha (Hertha BSC) und Lukas Klünter (1. FC Köln) standen in der Endphase der Saison mehrfach in der Startelf. Aymen Barkok kam 18 Mal für Eintracht Frankfurt zum Einsatz und traf gleich bei seinem Debüt zum Sieg.

Auch in der anstehenden Spielzeit erhoffen sich einige Youngster den Durchbruch in der Bundesliga. Wir stellen fünf aussichtsreiche Kandidaten vor.

Dzenis Burnic (VfB Stuttgart)

Der 19-Jährige entstammt der Jugend von Borussia Dortmund und hat das Kunststück vollbracht, in den vergangenen vier Jahren stets Meister geworden zu sein - zunächst mit der U17, dann mit der U19. Zuletzt war er der Kapitän der A-Jugendmannschaft des BVB. In der vergangenen Saison durfte der vielseitig einsetzbare Mittelfeldspieler bereits sein Bundesliga-Debüt feiern, jetzt hat ihn Dortmund für ein Jahr an den Bundesliga-Aufsteiger verliehen, wo er gute Aussichten hat, regelmäßig zum Einsatz zu kommen.

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Haji Wright (FC Schalke 04)

Der US-Amerikaner spielte schon 2014 im Probetraining auf Schalke vor, bekam im März 2016 dann einen Vertrag bei den Knappen und machte mit seinen Leistungen in der U19-Bundesliga (elf Tore und elf Vorlagen in der Saison 2016/17) so auf sich aufmerksam, dass er schon während der vergangenen Saison regelmäßig bei den Profis trainieren durfte. Die Sommervorbereitung absolviert er ebenfalls mit der Bundesliga-Mannschaft und überzeugt dort bisher. Vielleicht bekommt der 19-jährige Mittelstürmer ja in dieser Saison seine Chance.

Felix Götze (FC Bayern München)

Anders als sein älterer Bruder Mario ist Felix Götze (19) kein dribbelstarker Offensivspieler, sondern ein kompromissloser Innenverteidiger. In der U19-Mannschaft war er Stammspieler, stand auch im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, das erst im Elfmeterschießen gegen den BVB verloren ging, über 120 Minuten auf dem Rasen. Carlo Ancelotti berief ihn bereits mehrfach in den Profikader. Auf sein Bundesliga-Debüt wartet er noch. Möglich, dass es bald dazu kommt, wenngleich die Konkurrenz auf seiner Position sehr groß ist.

Gian-Luca Itter (VfL Wolfsburg)

Die Fritz-Walter-Medaille in Gold für den besten U17-Spieler des Jahres 2016 hat Gian-Luca Itter schon in der Tasche. Das Bundesliga-Debüt steht noch aus. Die Aussichten für den 18-Jährigen sind aber sehr gut. Nachdem er in der U19-Bundesliga als linker Verteidiger drei Tore erzielte und zehn vorbereitete, gehört er nun fest zum Profikader. In Ricardo Rodriguez und Jannes Horn haben zwei Konkurrenten für diese Position den Verein verlassen. Schon bald könnte daher seine Stunde schlagen - falls er sich gegen Yannik Gerhardt durchsetzen kann.

Jacob Bruun Larsen (Borussia Dortmund)

Die Statistik des 18-jährigen Dänen ist außergewöhnlich. 20 Tore und 13 Vorlagen sammelte er vergangenen Saison in nur 17 Spielen in der U19-Bundesliga. Im DFB-Pokalspiel gegen den 1. FC Union Berlin (4:1 n.E.) warf ihn Thomas Tuchel bei den Profis ins kalte Wasser - und direkt war das Talent am 1:0 entscheidend beteiligt. Gegen Ende der Saison setzte ihn ein Ermüdungsbruch im linken Fuß außer Gefecht, noch hat er daher einen Rückstand aufzuholen. Beim BVB halten sie aber große Stücke auf ihn, seine nächste Chance wird also kommen.

Tim Müller