ANZEIGE

Nach dem 33. Spieltag steht Hertha BSC als erster Absteiger fest, und der SC Freiburg hat sich vorzeitig den Klassenerhalt gesichert. Aber mit Hannover 96, dem 1. FC Nürnberg und dem VfL Bochum haben drei Vereine am kommenden Samstag noch die Chance auf ein weiteres Jahr Bundesliga-Fußball.

Ein Team kann den Abstieg noch über den Umweg Relegation vermeiden, eine Mannschaft muss den direkten Weg ins "Unterhaus" antreten. Mit viel Rückenwind werden sich die 96er auf den 34. Spieltag vorbereiten, schließlich feierten sie am Samstag ein .

Genau gegensätzlich ist die Situation beim "Club", der war und mit 0:4 unter die Räder kam.

Auch die Bochumer, die am Donnerstag vor dem Spiel beim FC Bayern ihren Trainer Heiko Herrlich entlassen hatten, tankten in der Allianz Arena kein Selbstbewusstsein. Der neue Mann auf der Bank, Dariusz Wosz, konnte die .

bundesliga.de hat vor dem brisanten Saisonfinale in die Datenbank geblickt und präsentiert hoffnungsvolle Fakten für die drei Kandidaten.

Deswegen schafft Hannover den Klassenerhalt...

Selbstbewusstsein: Hannover schaffte am 33. Spieltag mit dem 6:1 gegen Gladbach seinen höchsten Sieg in der Bundesliga seit 22 Jahren.

Spielstärke: Die Niedersachsen sind nicht so stark von Standardsituationen abhängig wie die Kontrahenten, erzielten drei Viertel ihrer Tore aus dem Spiel heraus (Nürnberg: 65 Prozent, Bochum: 61 Prozent).

Unabhängigkeit: Die Niedersachsen haben es mit einem Sieg gegen Bochum selbst in der Hand, müssen nicht auf Schützenhilfe hoffen.

Schützenhilfe: Schon ein Remis reicht den 96ern, wenn Nürnberg nicht gewinnt.

Das sagt Trainer Mirko Slomka: "Das Schöne ist ja, dass wir uns eine gute Ausgangposition erarbeitet haben. Wir sind die ganze Zeit hinterher gerannt, jetzt sind wir vorweg. Wir haben 30 Punke. Wenn wir in Bochum gewinnen, sind wir durch - das ist eine super Motivation."

Deswegen schafft Nürnberg den Klassenerhalt...

Schützenhilfe: Die Nürnberger Konkurrenten könnten sich auf für den "Club" günstige Weise gegenseitig die Punkte wegnehmen (Bochum spielt gegen Hannover).

Torbonus: Die Tordifferenz des FCN reicht gerade aus, um mit einem eigenen Sieg bei einem Remis der beiden Kontrahenten auf jeden Fall vor ihnen zu landen.

Zweikämpfer: Mit Dominic Maroh stellt der "Club" den zweikampfstärksten Akteur der Bundesliga - der Slowene gewann 73,1 Prozent seiner Zweikämpfe am Ball.

Treffsicherheit: Albert Bunjaku erzielte bereits zwölf Tore in dieser Spielzeit - kein anderer Abstiegskandidat hat einen so treffsicheren Stürmer im Kader.

Das sagt Trainer Dieter Hecking: "Diese desaströse erste Halbzeit (in Hamburg, Anm.d.Red.) war nicht zu erwarten. Es ist aber jetzt eingetreten, was wir ganz zu Beginn wollten: Zwar haben wir vier Spiele in Folge verloren, aber wir haben jetzt unser Endspiel."

Deswegen schafft Bochum den Klassenerhalt...

Effektivität: Der VfL weist die beste Chancenverwertung der drei Abstiegskandidaten auf (13,5 Prozent, Hannover: 12,6 Prozent, Nürnberg 9,5 Prozent).

Heimbonus: Bochum hat im alles entscheidenden Spiel Heimrecht. Hannover konnte in den letzten vier Auswärtsspielen nicht treffen (ein Remis, drei Niederlagen, zwölf Gegentore).

Spezialist: Mit Christian Fuchs hat der VfL den Spieler mit den meisten direkt verwandelten Freistößen im Kader (vier).

Unabhängigkeit: Der VfL hat es mit einem Sieg im Spiel gegen Hannover selbst in der Hand, den Relegationsplatz zu erreichen.

Das sagt Trainer Dariusz Wosz: "Wichtig ist der nächste Samstag, wo wir unser Endspiel gegen Hannover haben. Dort müssen wir gewinnen und alle, vom Zeugwart bis hin zu den Fans als zwölften Mann, müssen alles für dieses Ziel tun. Ich werde alles daran setzen, dass wir am kommenden Wochenende womöglich schon den endgültigen Klassenerhalt sichern und nicht über die Relegation gehen müssen."