Zusammenfassung

  • Misslungenes Champions -League-Debüt für Bosz

  • Doppelpack von Kane entscheidet die Partie

  • Zorc setzt auf die Heimspiele

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London - Bittere Wembley-Rückkehr für Borussia Dortmund, misslungenes Debüt für Peter Bosz: Beim Champions-League-Einstand seines niederländischen Trainers hat der Bundesliga-Tabellenführer durch ein 1:3 (1:2) bei Tottenham Hotspur auf dem Weg ins Achtelfinale einen harten Rückschlag hinnehmen müssen. Der Druck vor dem Duell mit Titelverteidiger Real Madrid in zwei Wochen ist damit schon gewaltig.

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Heung-Min Son (4.) und Harry Kane (15., 60.) erzielten die Treffer für die Gastgeber im Wembley-Stadion, wo der achtmalige deutsche Meister vor vier Jahren eine schmerzhafte Champions-League-Finalniederlage gegen Bayern München hatte hinnehmen müssen. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Andrej Yarmolenko (11.) in einer turbulenten Anfangsphase war für die feldüberlegenen Gäste zu wenig. Spurs-Abwehrspieler Jan Vertonghen (90.+2) sah die Gelb-Rote Karte.

Im "schwierigsten Spiel der gesamten Jahreshälfte", wie BVB-Präsident Reinhard Rauball die Partie in der Kultstätte des englischen Fußballs bezeichnet hatte, überraschte Bosz mit seiner Aufstellung. Für WM-Held Mario Götze und Gonzalo Castro brachte der 53-Jährige Mahmoud Dahoud und Shinji Kagawa. U21-Europameister Jeremy Toljan gab zudem links in der Viererkette sein BVB-Debüt, rechts offensiv spielte der ebenfalls spät verpflichtete Yarmolenko für Maximilian Philipp.

Harry Kane machte dem BVB das Leben schwer

Die "Neuen" waren vor 67.343 Zuschauern direkt gefordert, es war sofort Feuer im Spiel. Der BVB war dominant, Tottenham lauerte auf Konter und ging mit dem ersten schnellen Angriff in Führung. Über drei Stationen landete der Ball beim ehemaligen Bundesligaprofi Son, bei dessen Schuss aus spitzem Winkel Torhüter Roman Bürki keine gute Figur machte. Es war bereits der siebte Pflichtspieltreffer von Son gegen die Westfalen.

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Die Schwarz-Gelben zeigten sich vom frühen Rückstand aber keineswegs geschockt und behielten gegen tief stehende Gastgeber die Spielkontrolle. Verdienter Lohn war der schnelle Ausgleich durch Yarmolenko. Nach Doppelpass mit Kagawa schlenzte der ukrainische Nationalspieler den Ball sehenswert in Arjen-Robben-Manier von der Strafraumgrenze in den Winkel. Sein erstes Tor für den BVB feierte Yarmolenko mit einem Kuss auf den Unterarm.

Dortmund bei Kontern mit Problemen

Die Begegnung blieb intensiv, das Tempo hoch und Dortmund bei schnellen Gegenangriffen verwundbar. Tottenham-Torjäger Kane zeigte seine ganze Klasse und sorgte für die erneute Führung. Toprak, der den verletzten Marc Bartra vertrat, agierte in dieser Szene viel zu zögerlich. Allerdings hatte sich Kane zuvor äußerst robust gegen Nuri Sahin durchgesetzt, ein Pfiff des italienischen Schiedsrichters Gianluca Rocchi blieb aber aus.

Der Ausgleich durch Yarmolenko ließ den BVB zwischenzeitlich aufatmen

Die Schwarz-Gelben taten sich schwer, Lücken zu finden. Dem BVB-Spiel mangelte es Mitte der ersten Halbzeit an Ideen und Tempo. Pierre-Emerick Aubameyang (30.) und Christian Pulisic (36.) kamen zudem einen Schritt zu spät.

Nach dem Wechsel war Dortmund weiter bemüht, Tottenham verteidigte aber mit großer Leidenschaft und konterte gefährlich. Der englische Nationalspieler Kane (50.) und Son (51.) vergaben gute Möglichkeiten zum dritten Treffer. Nach einer Stunde war Kane dann erfolgreicher und versetzte mit seinem zweiten Treffer dem BVB den nächsten Tiefschlag. Bosz reagierte und brachte Götze (66.) - es half nichts mehr. Bosz zeigte sich nach dem Spiel "enttäuscht: Da war weit mehr für uns drin."

Heimspiele gewinnen

Aufgegeben hat der BVB nach der Autaktniederlage aber noch lange nicht. Das Achtelfinale hat Dortmund weiter weiter fest im Visier. Die Champions League ist eigentlich einfach. Du musst deine Heimspiele gewinnen, dann hast du eine gute Chance weiterzukommen", sagte Sportdirektor Michael Zorc. In zwei Wochen erwartet Dortmund Titelverteidiger Real Madrid. "Es war erst das erste Spiel. Alles ist noch offen, wir sehen uns auch noch in Dortmund", sagte Trainer Bosz.

SID

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