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Vor dem Spiel beim SC Freiburg war Innenverteidiger Daniel van Buyten der letzte Bundesliga-Torschütze des FC Bayern gewesen. Obwohl die Bayern diesmal drei Punkte aus dem Breisgau entführen konnten, erhofft sich der Belgier von seinen Vordermännern aber noch mehr Durchschlagskraft für die nächsten wichtigen Spiele.

Im Interview mit bundesliga.de spricht van Buyten über die Taktik gegen den SCF, die Ordnung im Bayern-Spiel und die kommende Aufgabe in der Champions League bbeim französischen Meister Girondins Bordeaux.

bundesliga.de: Herr van Buyten, wie wichtig war der Sieg in Freiburg, nachdem es zuletzt nicht so gut geklappt hatte?

Daniel van Buyten: Das war wirklich sehr wichtig. Wir hatten leider zuletzt ja gegen Köln zuhause Punkte liegen lassen. Da war es nötig, auswärts drei Punkte zu holen. Auch wenn wir wussten, dass das sehr schwer wird. Freiburg hatte zehn Tage Zeit, sich auf uns vorzubereiten. Sie sind topfit und wollten das auf dem Platz auch zeigen, das haben sie vorher selbst gesagt. Und Freiburg ist tatsächlich läuferisch eine sehr starke Mannschaft. Gerade da mussten wir dagegen halten.

bundesliga.de: Ihnen ist trotz vieler Umstellungen in der Startelf mal wieder etwas gelungen, was es schon eine Weile nicht mehr gab: eine gute erste Halbzeit.

Van Buyten: Das stimmt, wir sind in der ersten Halbzeit gut rein gekommen. Ich denke, wir haben da schon ein Zeichen gesetzt, dass wir hier wirklich gewinnen wollen. Aber dadurch, dass Freiburg so viel gelaufen ist, hatten wir oft auch Probleme, und oft haben wir auch nicht genau genug gespielt. Das war schon ein guter Test heute für die nächsten wichtigen Spiele.

bundesliga.de: Wie lautete die Marschroute in der Halbzeit? Freiburg auskontern?

Van Buyten: Nein, vor allem war uns wichtig, dass wir die Ordnung behalten und nicht irgendwie mit dem Ball nach vorne laufen - um und dann ab und zu das Tempo zu erhöhen, wann wir es wollen. Aber das hat uns leider in der zweiten Halbzeit ein bisschen gefehlt. Wir haben einige Kontersituationen in Überzahl gehabt, wir haben aber trotzdem keine Tore mehr gemacht, mal von dem Eigentor abgesehen. Da müssen wir noch hinkommen, dass wir gegen einen Gegner, der bis zum Schluss alles gibt, trotzdem unsere Tore machen.

bundesliga.de: Und die Ordnung halten, hat das geklappt?

Van Buyten: Ich denke schon, aber Bordeaux ist natürlich noch einmal ein anderes Kaliber. Das wird ein sehr schwieriges Spiel. Die Mannschaft will vor ihren Fans im eigenen Stadion sicherlich drei Punkte holen. Ich schaue mir die französische Liga sehr oft im Fernsehen an. Bordeaux ist eine Mannschaft, die Meister geworden ist und seit über einem Jahr richtig gut spielt.

Das Gespräch führte Christoph Leischwitz