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Fünf Tage nach dem Tod von Achim Stocker haben mehr als 4.000 Menschen in einer bewegenden Trauerfeier im Stadion Abschied vom Präsidenten des Bundesligisten SC Freiburg genommen.

Stocker war am vergangenen Sonntag im Alter von 74 Jahren an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben. Er hatte die Geschicke der Breisgauer seit 1972 gelenkt und war der dienstälteste Clubchef im deutschen Profifußball.

Zahlreiche Prominente anwesend

Neben Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger ("Achim Stocker hinterlässt Spuren"), Bundestrainer Joachim Löw und dem ehemaligen DFB-Präsidenten Gerhard Mayer-Vorfelder nahmen zahlreiche weitere Prominente aus Sport und Gesellschaft an der Trauerfeier teil.

Freiburgs Stadtdekan Claudius Stoffel sagte in seiner Predigt: "Wir wollen unsere Wertschätzung zeigen, unsere Dankbarkeit: Sie wird vielen erst jetzt so richtig bewusst. Wir spüren mit dem Tod, wen wir da verlieren, wen wir hergeben mussten."

Dr. Reinhard Rauball von großer Anteilnahme beeindruckt

Auch Ligaverbands-Präsident Dr. Reinhard Rauball hielt vor der fast vollbesetzten Haupttribüne eine Rede und war von der großen Anteilnahme beeindruckt. "So etwas habe ich noch nie zuvor erlebt. Das ging unter die Haut", sagte Rauball. Vom Ligaverband waren ebenfalls Vizepräsident Harald Strutz und Vorstandsmitglied Andreas Rettig vor Ort.

Zu dem Sinatra-Klassiker "My Way" wurde der im Mittelkreis aufgestellte Sarg von Stocker zum Abschluss der Trauerfeier aus dem Stadion getragen. Am Freitagnachmittag wurde der langjährige Präsident der Breisgauer im engsten Familien- und Freundeskreis beigesetzt.

Fans erweisen die letzte Ehre

Zahlreiche Fans hatte bereits am Donnerstag Abschied von Stocker genommen. In einem Raum der Arena hatten sie die Möglichkeit, einen Moment am geschlossenen Sarg zu verweilen und sich in ein Kondolenzbuch einzutragen.

Schon zu Lebzeiten war Stockers Arbeit gewürdigt worden. Zum Jubiläum des 100-jährigen Bestehens des Vereins 2004 war die damals gegründete Stiftung zur Nachwuchsförderung in der Freiburger Fußballschule "Achim-Stocker-Stiftung Freiburger Fußballschule" genannt worden.