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München - Sieben Punkte für Hoffenheim, zehn für Augsburg und Fürth - das ist die Differenz der Kellerkinder zum rettenden Ufer. Doch noch ist nichts entschieden. Die Bundesligisten haben zu Beginn der Vorbereitung auf die Rückrunde noch großes Verbesserungspotenzial.

Im ersten Teil der Serie beschäftigt sich bundesliga.de mit den Problemstellen von Hoffenheim, Augsburg und Fürth.

1899 Hoffenheim - Platz 16, 12 Punkte

Hinten anfällig, vorne fehlt der Mut zur Variabilität: Bei den Hoffenheimern geht in der Offensive fast alles durch die Mitte, ganz selten einmal über die Außen - mit 122 Hereingabe ist die TSG die Mannschaft, die die wenigsten Flanken schlug. Bezeichnend, dass auch Eckbälle noch nicht zum Torerfolg führten. Die Erfolgsquote der Distanzschüsse ist ebenso ausbaufähig - Hoffenheim erzielte nur ein Weitschusstor, einzig Stuttgart war noch erfolgloser. Und hinten? Mit 41 Gegentoren stellen die Kraichgauer das Team mit den meisten Gegentreffern. Besonders ärgerlich sind die individuellen Aussetzer in der Verteidigung, die schon sechs Mal zu Gegentoren führten - ein Negativrekord, den es in der Rückrunde zu verbessern gilt.

FC Augsburg - Platz 17, 9 Punkte

Die Spieler des FCA verlieren zu schnell den Glauben an sich selbst - nach einem Rückstand verloren die Augsburger alle zehn Spiele, nur der HSV ging ebenso nach Rückstand komplett leer aus. In der Offensive fehlt es an Durchschlagskraft: Zwölf Treffer sind vor Schlusslicht Fürth die zweitwenigsten in der Bundesliga. Besonders vom Mittelfeld könnte mehr kommen - sechs Tore von Mittelfeldakteuren sind negativer Spitzenwert. Auch Standardsituationen nutzt die Elf von Markus Weinzierl viel zu selten - drei Tore nach ruhenden Bällen werden von keinem anderen Team unterboten. In der Fremde kann der FCA noch zulegen - schließlich wartet der Club als einziger Bundesligist noch auf einen Auswärtssieg.

SpVgg Greuther Fürth - Platz 18, 9 Punkte

Der Zweitligameister scheint noch nicht wirklich in der Bundesliga angekommen zu sein - besonders zu Spielbeginn wirken die Fürther regelmäßig schlafmützig: Sieben Gegentore in der Anfangsviertelstunde sind Minusrekord in der Bundesliga. An mangelndem Einsatz liegt es jedoch nicht, allerdings kassierten die Franken für ihr körperbetontes Spiel die meisten Karten in der Bundesliga (45). In der Offensive fehlt die Treffsicherheit der abgewanderten Olivier Occean und Dani Schahin: elf Tore sind die wenigsten der Liga. Durchschnittlich fand nur jeder 19. Fürther Torschuss den Weg ins Netz. Das gilt es ebenso zu verbessern wie die Ausbeute nach einem Freistoß: Fürth wartet noch auf den ersten Freistoß-Treffer.