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Titelverteidiger FC Barcelona hat eine glänzende Ausgangsposition für den Einzug in das Champions-League-Halbfinale leichtfertig vergeben - aber trotzdem weiterhin beste Aussichten auf das Weiterkommen.

Die Katalanen kamen nach einer 2:0-Führung nicht über ein 2:2 (0:0) im Viertelfinal-Hinspiel beim FC Arsenal hinaus und müssen am kommenden Dienstag in Camp Nou auf die komplette Innenverteidigung verzichten.

Unterdessen schaffte sich Inter Mailand im zweiten Spiel des Abends mit einem 1:0 (0:0) gegen ZSKA Moskau eine gute Grundlage für den Einzug ins Halbfinale.

"Ibra" schnürt "Doppelpack"

Vor rund 60.000 Zuschauern im Emirates Stadion brachte Zlatan Ibrahimovic Barcelona nach 22 Sekunden der zweiten Hälfte mit einem sehenswerten Heber verdient in Führung. In der 59. Minute ließ der Schwede mit einem präzisen Schuss Arsenals spanischem Keeper Manuel Almunia ebenfalls keine Chance. Für Ibrahimovic waren es im laufenden Wettbewerb die Treffer drei und vier.

Arsenal schlug bei der Final-Revanche von 2006, als Barcelona in Paris mit 2:1 die Oberhand behalten hatte, aber zurück. Erst traf der drei Minuten zuvor eingewechselte Theo Walcott zum 1:2 (69.), dann verwandelte Cesc Fabregas einen Foulelfmeter zum Ausgleich (85.). Der Europameister war zuvor von Barcas Innenverteidiger Carles Puyol gefoult worden, der dafür die Rote Karte sah. Sein Kollege Gerard Pique sah die dritte Gelbe Karte und wird ebenfalls im Rückspiel fehlen.

Furioser Start der Katalanen

Vor der Pause hatte der Clubweltmeister das Geschehen klar dominiert und mit den Gastgebern zeitweise Katz und Maus gespielt. Barca entwickelte ein Offensivfeuerwerk, konnte allerdings beste Chancen durch Ibrahimovic und Superstar Lionel Messi nicht nutzen.

Stürmerstar Thierry Henry, der 2007 von den Gunners zu Barca gewechselt war und mit 226 Toren in 369 Spielen noch immer Rekordtorjäger des 13-maligen englischen Meisters ist, verfolgte das Match zunächst auf der Bank, kam erst eine Viertelstunde vor Schluss an seiner alten Wirkungsstätte zum Einsatz.

Die Gunners, die vor dem Anschlusstreffer lediglich durch den Dänen Nicklas Bendter zwei gute Möglichkeiten hatten, müssen im Rückspiel am kommenden Dienstag vor 100.000 Zuschauern in Nou Camp auf den ehemaligen Barca-Spieler Fabregas verzichten, der nach seiner dritten Gelben Karte gesperrt ist.

Milito erlöst Inter

Im Giuseppe-Meazza-Stadion fand der klare Favorit Inter Mailand gegen den in der Defensive gut organisierten Armeeclub lange Zeit keine Mittel. Erst der argentinische Torjäger Diego Milito erlöste in der 65. Minute die Fans der Nerazzuri, als er mit seinem dritten Champions-League-Treffer zum 1:0 erfolgreich war. Kurz zuvor hatten für das Team von Trainer Jose Mourinho Dejan Stankovic und Goran Pandev gute Gelegenheiten ausgelassen.

Die Gäste, die wegen des Terroranschlages in der Moskauer U-Bahn mit Trauerflor spielten, müssen im Rückspiel auf ihre Stammkräfte Milo Krasic und Jewgeni Aldonin verzichten, die nach ihren jeweiligen dritten Gelben Karten nicht mitwirken dürfen.