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München - Der FC Bayern hat im letzten Champions-League-Gruppenspiel gegen den FC Basel Selbstvertrauen für den Endspurt vor der Winterpause gesammelt. Mit 3:0 siegten die Münchner und schraubten das Punktekonto auf 15 Zähler - Höchstwert in der Clubhistorie.

Nach schwachem Beginn gegen die Schweizer, fand der Rekordmeister nach einer knappen halben Stunde seinen Rhythmus. Den Takt gaben in der Folge Bastian Schweinsteiger in der Offensivzentrale der Bayern und Mark van Bommel im defensiven Mittelfeld vor.

FCB-Kapitän van Bommel, der am vergangenen Wochenende sein Bundesliga-Comeback nach zweimonatiger Verletzungspause gefeiert hatte, spielte erstmals wieder 90 Minuten durch.

Der Niederländer spricht im Interview über den Erfolg gegen Basel, den Stellenwert der starken Vorrunde in der "Königsklasse" und die Leistung von Butt-Vertreter Thomas Kraft.

Frage: Herr van Bommel, mit dem Sieg gegen Basel hat Ihre Mannschaft die beste Punkteausbeute der Vereinsgeschichte perfekt gemacht, wie bewerten Sie das?

Mark van Bommel: Das ist egal, man muss einfach Gruppen-Erster werden und weiterkommen.

Frage: Welchen Stellenwert hatte dann die Partie gegen Basel?

Van Bommel: Das Spiel war wichtig, gerade für die Jungs, die nach Verletzungen zurückgekommen sind. Am Samstag haben wir gegen Schalke verloren, da war es sehr wichtig, die Partie gut abzuschließen. Die ersten 25 Minuten fand ich nicht gut und die letzten 15 auch nicht. Wir sind noch nicht so stabil, wie wir sein müssen, aber wir haben 3:0 gewonnen.

Frage: Am Wochenende treffen Sie auf St. Pauli, danach geht es zwei Mal gegen den VfB Stuttgart. Welche Bedeutung hat der Sieg im Hinblick auf die kommenden Partien?

Van Bommel: Das 3:0 ist gut fürs Selbstvertrauen. Wir müssen jetzt drei Spiele gewinnen, dann fangen wir mit der Vorbereitung wieder von vorne an.

Frage: Thomas Kraft durfte sich erneut in der Champions League präsentieren und hat eine souveräne Leistung gezeigt. Waren Sie überrascht, wie abgeklärt er aufgetreten ist?

Van Bommel: Er ist ein guter Torhüter, da habe ich mir keine Sorgen gemacht.

Frage: Bei wie viel Prozent sind Sie persönlich nach Ihrer Verletzungspause?

Van Bommel: Ich bin noch nicht voll dabei. Es war mein erstes Spiel über 90 Minuten seit langem. Aber es geht ganz schnell...

Frage: Welche Aussagekraft hat die gute Vorrunde in der Champions League für den weiteren Verlauf des Wettbewerbs - insbesondere das kommende Achtelfinale?

Van Bommel: Gar keine!

Frage: Haben Sie einen Wunschgegner fürs Achtelfinale?

Van Bommel: Betrachtet man die acht Vereine, ist es vom Gefühl her Kopenhagen. Doch das ist pure Spekulation, das Gefühl kann auch täuschen. Letztes Jahr dachten alle, wir fliegen gegen Manchester raus und dann sind wir weitergekommen.

Frage: Inter hätten Sie aber ungern, oder?

Van Bommel: Es sind sehr schwere Gegner dabei, doch ich finde, dass wir einen Vorteil haben, weil wir das zweite Spiel zuhause bestreiten.

Frage: Obwohl der FC Bayern ja in den letzten Jahren gerade dann stark war, wenn die zweite Partie auswärts war.

Van Bommel: Stimmt, ich spiele trotzdem lieber das zweite Mal daheim.

Aus der Allianz Arena berichtet Andreas Messmer