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Mit der Verpflichtung von Massimo Oddo hat der FC Bayern kurz vor Ende der Transferperiode noch einen spektakulären Fang gemacht.

Der 32-Jährige spielt auf Leihbasis in München. Er kommt vom italienischen Top-Club AC Mailand.

Sein Vertrag läuft zunächst bis zum 30. Juni 2009, anschließend hat der deutsche Rekordmeister eine Kaufoption.

Tennis und Fernstudium

Oddo, verheiratet mit Ehefrau Claudia und Vater von Sohn Davide, spielt in seiner Freizeit gerne Tennis.

Aber auch die geistige Beschäftigung kommt nicht zu kurz: Momentan studiert der Italiener im Fernstudium Sport-Management.

bundesliga.de hat weitere wissenswerte Fakten über Oddo und seine Karriere zusammengestellt.

Milan

Oddo wechselte mit 17 Jahren in die Jugend des AC Mailand. Der Durchbruch bei den Rossoneri ließ allerdings vergeblich auf sich warten, und so wurde Oddo ausgeliehen, ausgeliehen und wieder ausgeliehen. Zunächst an Fiorenzuola, dann an Calcio Monza, AC Prato, Calcio Lecco und schließlich an den SSC Neapel. Im Sommer 2000 war das "Abenteuer Milan" für Oddo dann erst einmal vorbei - er wechselte nach Verona.

Fußstapfen

Das Talent hat Massimo wohl von Vater Francesco geerbt. Der Herr Papa war ebenfalls ein talentierter Kicker, erreichte größere Bekanntheit aber erst als Trainer. 1988 übernahm Francesco Giulianova in der Serie C2. Verschiedene Vereine in der Serie B folgten, bevor Oddo senior 1995 Erstligist Reggiana übernahm. Weitere Erstligisten folgten: Salernitana, Venedig und Messina.

Stammspieler

Zurück zu Massimo. Der verließ den AC Mailand im Jahre 2000 und schloß sich Hellas Verona an. Erst dort gelang es ihm, sich in der höchsten italienischen Liga zu etablieren. In zwei Spielzeiten absolvierte der Rechtsverteidiger 64 Partien, in denen er stolze neun Treffer erzielte.

Durchbruch

Massimos starke Auftritte im Hellas-Trikot brachten ihm einen Vertrag bei Lazio ein, und kurz nach seinem Wechsel zu den Römern bestritt Oddo am 21. August 2002 unter Giovanni Trapattoni auch sein erstes Länderspiel für Italien (0:1 gegen Slowenien). Für Lazio bestritt Oddo 135 Serie-A-Partien (17 Tore) und wurde Kapitän der Mannschaft. Im Januar 2007 verließ Oddo die Römer und wechselte zurück nach Mailand.

Fußballthron

Nach Mailand kehrte Oddo als amtierender Weltmeister zurück. Beim Triumph der Italiener bei der WM 2006 in Deutschland kam der Rechtsverteidiger allerdings nur im Viertelfinale beim 3:0 über die Ukraine zum Einsatz (als Einwechselspieler).

Nebenjob

Als das Endspiel gegen Frankreich vorbei war, ging der Arbeitstag von Oddo erst los. Noch während die Kollegen feierten, griff sich der 32-Jährige den nächstbesten Stuhl und eröffnete mitten im Berliner Olympiastadion seinen Friseursalon. Der Zopf von Mauro Camoranesi war zuerst dran.

Vereinsehren

Zurück nach Mailand: Oddo wurde nach seiner Rückkehr im Januar 2007 sofort Stammspieler und bestritt alle verbleibenden Spiele der laufenden Champions-League-Saison. Milan holte den Titel mit einem 2:1-Sieg über den FC Liverpool in Athen, und im Viertelfinale hatten Oddo und der AC niemand anderen als den FC Bayern München (2:2, 2:0) eliminiert.

Enttäuschung

Das Jahr 2008 hielt für Oddo die vielleicht größte sportliche Enttäuschung überhaupt parat: Nationaltrainer Roberto Donadoni verzichtete bei der EURO 2008 auf Oddos Dienste. Nach dem Viertelfinal-Aus gegen Spanien musste Donadoni seinen Hut nehmen, doch auch sein Nachfolger (und Vorgänger) Marcello Lippi hat den Neu-Bayer bislang nicht nominiert.

Ratgeber

Vielleicht kann ein Wahl-Münchner Oddos Karriere in der "Squadra Azzurra" wieder auf die Sprünge helfen: Luca Toni. "Dass Luca beim FC Bayern ist, war schon ein Grund für den Wechsel. Er hat mir sehr viel Gutes von Bayern berichtet", verrät Oddo. Ein Stammplatz und gute Leistungen bei den Bayern könnten sicherlich zu einer Empfehlung für Lippi werden.

Bayern

Es gibt schlechtere Gelegenheiten, sein Debüt im Bayern-Trikot zu geben: Oddo spielte in der ausverkauften Allianz Arena mit dem FC Bayern gegen die deutsche Nationalmannschaft - beim Abschiedsspiel für Oliver Kahn (1:1). Der Italiener wusste sofort zu überzeugen und bereitete Bayerns Treffer durch Miroslav Klose mustergültig vor.