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München - In Düsseldorf trifft die Fortuna im Duell der Aufsteiger auf Eintracht Frankfurt. Beide Mannschaften haben einen imposanten Saisonstart hingelegt, doch danach trennten sich die Wege. Bereits im Vorjahr sorgte das Aufeinandertreffen zwischen Fortuna und Eintracht für Aufsehen - damals noch in der 2. Bundesliga (Freitag, ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Im Moment trennen beide Clubs in der Tabelle neun Punkte: Die Eintracht steht bei 24 Zählern, Düsseldorf bei 15. Doch gerade die Ergebnisse des vergangenen Spieltags sollten die Favoritenrolle nicht so sehr auf die Seite der Hessen verschieben. Denn: Fortuna Düsseldorf holte ein achtbares , die Eintracht verlor hingegen erstmals in der Spielzeit im eigenen Stadion - . Damit rutschte die Elf von Trainer Armin Veh auf den fünften Rang ab.

Zwei Platzverweise im Vorjahr



Bei den Düsseldorfern setzte der Abwärtstrend zu einem früheren Saisonzeitpunkt ein als bei den Frankfurtern. Nach sechs ungeschlagenen Spielen zum Saisonauftakt folgten vier Niederlagen in Serie, doch zuletzt stabilisierte sich die Mannschaft von Trainer Norbert Meier wieder und verlor nur mehr eine der letzten vier Begegnungen. Mit einem Punktgewinn gegen Frankfurt könnte die Fortuna nun die englische Woche erfolgreich beenden, nachdem schon aus den Spielen gegen Hamburg und in Dortmund vier Punkte auf das Konto des Aufsteigers wanderten.

Bereits in der Vorsaison trafen sich die beiden Kontrahenten vom Freitag - damals eine Spielklasse tiefer, doch deshalb nicht minder emotional. Besonders das Rückspiel blieb den Fans beider Lager in Erinnerung. Im Februar 2011 spielten die Mannschaften wie im Hinspiel in Frankfurt 1:1, doch in der Nachspielzeit kochten die Emotionen zwischen Armin Veh und dem damaligen Fortunen-Spielmacher Sascha Rösler über, die sich an der Seitenlinie einen verbalen Schlagabtausch lieferten, woraufhin der Trainer auf die Tribüne musste und Rösler die Gelb-Rote Karte sah. Rösler spielt mittlerweile beim Drittligisten Alemannia Aachen.

Defensivprobleme auf beiden Seiten



Zurück in die Gegenwart: Bei der Eintracht werden am Freitag gleich zwei Leistungsträger fehlen, wodurch sich vor allem in der Abwehr eine gewisse Problematik auftut. Kapitän Pirmin Schwegler ist wegen der fünften Gelben Karte genauso zum Zuschauen verdammt wie Innenverteidiger Carlos Zambrano. Da mit Bamba Anderson (Bauchmuskel-OP) ein weiterer Verteidiger ausfällt, dürfte A-Junior Marc-Oliver Kempf (17) zu seinem zweiten Bundesligaspiel innerhalb weniger Tage kommen. "Immer wenn Carlos und Bamba zusammen in der Innenverteidigung gespielt haben, haben wir kein Spiel verloren. Das zeigt, wie wichtig eine intakte Innenverteidigung ist", sagte Veh vor dem Spiel. Trotzdem attestiert der Trainer Kempf Talent und Perspektive: "Er ist kopfballstark und hat ein gutes Passspiel. Ich traue ihm zu, dass er in ein bis zwei Jahren Stammspieler sein kann."

Die Düsseldorfer müssen ebenfalls auf namhafte Akteure verzichten. So fehlt Tobias Levels weiterhin wegen eines Innenbandrisses. Ivan Paurevic, der am Dienstag gegen seinen Ex-Club Dortmund in der Bundesliga debütierte, muss gegen Frankfurt schon wieder zuschauen. Im Signal Iduna Park sah der kroatisch U21-Nationalspieler die Gelb-Rote Karte. Möglicherweise kann aber Routinier Jens Langeneke gegen die Hessen wieder mitwirken, wodurch die Abwehrproblematik zumindest einigermaßen behoben werden könnte.



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