Köln - Sie sind die Ballermänner der Bundesliga: Pierre-Emerick Aubameyang, Anthony Modeste und Robert Lewandowski kommen nach dem 25. Spieltag auf 66 Tore. Das gab es in der Historie noch nie. Aber worin zeichnen sich die drei Knipser eigentlich aus? bundesliga.de macht den Stürmertypen-Check.

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Strafraumstürmer Aubameyang

Der Gabuner ist der Inbegriff eines Strafraumstürmers: In seiner Bundesliga-Karriere erzielte er 75 von 76 Toren aus dem Sechzehner heraus, diese Saison waren es alle 23. Sein einziges Weitschusstor war ein Freistoßtreffer im November 2013.

Ein typisches Aubameyang-Tor wird zumeist von den Dortmunder Außenspielern über den Flügel eingeleitet. Nach einer scharfen, flachen Hereingabe muss Auba dann oft "nur noch" den Fuß hinhalten. Das ist meist schwieriger als es aussieht. Oft steht der BVB-Stürmer aber an der richtigen Stelle, hat durch seinen extrem schnellen Antritt den entscheidenden Meter Vorsprung.

Sehr stark ist Aubameyang übrigens auch im Kopfballspiel. Mit fünf Treffern ist er hier besser als seine Konkurrenten Modeste (4) und Lewandowski (0). Dass der 27-Jährige in der Torjägerliste aktuell ganz oben steht, ist aber nicht zuletzt auch ein Verdienst seiner Mitspieler: In der Bundesliga bekommt keiner mehr Großchancen aufgelegt.

Komplettpaket Lewandowski

Bayerns Robert Lewandowski ist ein kompletter Stürmer, er kann mit rechts, mit links und mit dem Kopf abschließen, verarbeitet sowohl flache Bälle in den Fuß als auch hohe Hereingaben.

Besonders seine Fähigkeit, schwierige Bälle technisch perfekt anzunehmen und auf engstem Raum gegen mehrere Gegenspieler zu behaupten, macht ihn zu einem der besten Stürmer Europas. Der Pole hat sich in dieser Saison übrigens auch zu einem Freistoß-Experten entwickelt. Eine Fähigkeit, die man bislang von ihm noch nicht kannte.

Zweikampfmonster Modeste

Der Kölner Top-Torjäger ist hingegen ein Spieler, der keinen Zweikampf scheut. 49 Prozent gewonnene Duelle sind ein absoluter Topwert für einen Stürmer. Das macht Modeste für jeden Verteidiger zu einem höchst unangenehmen Gegenspieler.

Der Franzose hat sich vor allem im Abschluss in dieser Saison noch einmal deutlich verstärkt, trifft aus nahezu jeder Lage. Dass er so viele Möglichkeiten zum Abschluss hat, kommt nicht von ungefähr: Oft lauert er auf Höhe des letzten Verteidigers, stand ligaweit am häufigsten im Abseits (42 Mal). Wie sehr das Kölner Spiel von ihm abhängig ist, macht folgende Statistik klar: Modeste hat 59 Prozent der FC-Tore erzielt, sonst kommt kein anderer Spieler auch nur annährend an die 50 Prozent heran.

Karol Herrmann