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Blickt man auf den Lebenslauf von Arne Friedrich, so zeigt sich schnell, dass eine Karriere als Fußballprofi viele Jahre nicht oberste Priorität im Leben des Nationalspielers hatte.

Denn Friedrich konzentrierte sich in seiner Jugend intensiv darauf, einen Schulabschluss zu machen und eine Ausbildung zu bekommen. Der Fußball spielte immer eine Rolle, nur eben nicht die Hauptrolle.

Schule und Ausbildung

Vom FC Bad Oeynhausen, bei dem er im Alter von 6 Jahren begann, über die TuS Lohe, den SC Herford, den FC Gütersloh und den SC Verl ging es von Station zu Station für Friedrich, allerdings immer im Nachwuchs- beziehungsweise Amateurbereich.

1995 machte Friedrich seinen Realschulabschluss in Bad Oeynhausen. Anschließend konzentrierte er sich auf seinen kaufmännischen Werdegang. "Im Sommer 1997 begann ich bei einem Küchenhersteller eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Mit Bestehen der Kaufmannsgehilfenprüfung im Sommer 1999 war mein Fachabitur komplett", sagte Friedrich auf seiner Homepage.

Von 0 auf 100

Erst nach Beendigung seiner Zivildienstzeit im Sommer 2000 durfte endlich "König Fußball" an erste Stelle im Berufsleben des Verteidigers treten. Hermann Gerland, damaliger Trainer bei Arminia Bielefeld holte Friedrich vom SC Verl. Sofort machte sich der Neuling einen Namen. Besser spät als nie…

Es dauerte nicht lange, da klopfte die Bundesliga an. "Im November 2001 bekam ich einen Anruf von Dieter Hoeneß, dem (damaligen; Anm.d.Red.) Manager von Hertha BSC Berlin", so Friedrich. "Im Februar 2002 gab ich dem Verein aus der Hauptstadt meine Zusage."

Für immer Berlin

Die große Bühne Bundesliga rief und nicht nur das. Noch im August 2002 debütierte Friedrich in der Nationalmannschaft. Seither ist Friedrich eine feste Größe - bei Hertha BSC und in der DFB-Mannschaft. Über 200 Mal spielte er schon für die Berliner in der Bundesliga, dazu kommen unzählige Länderspiele.

Seit der Saison 2004/05 ist Friedrich Kapitän der "alten Dame" an der Spree. Ihn eines Tages in einem Trikot einer anderen Mannschaft zu sehen? Unvorstellbar - auch für Friedrich, wie er einst in einem Interview zu verstehen gab: "Hertha BSC ist mein Verein und Berlin ist meine Stadt!"

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