Köln - Mit nur 27 Jahren muss Defensivspieler Alvaro Dominguez von Borussia Mönchengladbach seine Karriere als Fußball-Profi beenden. "Es ist keine schöne Nachricht, aber ich bin mit 27 Invalide", sagte der Spanier in einem Twitter-Video.

Der Abwehrspieler hatte vor mehr als einem Jahr am 7. November 2015 beim 0:0 gegen den FC Ingolstadt sein letztes Bundesliga-Spiel bestritten. Nach einer ersten Operation musste sich Dominguez wegen anhaltender Rückenbeschwerden im September erneut operieren lassen. 

"Die letzten zwei Jahre waren keine schöne Zeit", erklärte er: "Ich habe alles versucht, um fit zu werden, habe alles für die Mannschaft und den Verein gegeben. Ich wollte mich bedanken für all Eure Unterstützung."

Dominguez war im Sommer 2012 von Atlético Madrid an den Niederrhein gewechselt und absolvierte 106 Pflichtspiele für die Borussia.

"Eine dramatische Nachricht für uns"

Die Verantwortlichen der Borussia und seine Mitspielern reagierten sehr traurig über die Nachricht, dass Dominguez aufhören muss. Sportdirektor Max Eberl meinte: "Für ihn ist das dramatisch und für uns als Verein nicht schön. Wir werden ihm jetzt helfen, ihn unterstützen und ihm vielleicht dabei helfen einen neuen Weg zu finden, im Fußball oder wo auch immer. Es ist eine dramatische Nachricht für uns."

Ähnlich sieht es Coach André Schubert: "Das hatte sich leider angedeutet. Ich war auch ständig mit Alvaro in Kontakt. Ich habe das immer ganz vorsichtig formuliert, weil Alvaro sagen wollte ob und wann er seine Karriere beenden will. Es ist tragisch. Im Sommer sah es noch ganz gut aus und wir hatten auch mit ihm geplant, doch dann gab es einen erneuten Rückschlag. Wir sind alle sehr traurig über diese Nachricht. Er ist ein großartiger Fußballer und auch eine großartige Persönlichkeit und beides fehlt uns aktuell."

"Alvaro ist ein super Typ"

Auch Stürmer André Hahn reagierte schockiert: "Wir haben es auch erst kurz vor dem Spiel in der Kabine erfahren. Es ist natürlich sehr, sehr schade. Alvaro ist ein super Typ, der super in die Mannschaft gepasst hat. Er hat immer gesagt, was er denkt, und war in der Mannschaft hoch angesehen. Dass er jetzt mit 27 seine Karriere beenden muss, tut einem im Profisport natürlich sehr weh. Er hat eine lange Leidenszeit hinter sich, und ich hoffe, dass er jetzt nicht mehr so viel Schmerzen hat. Wenn sich irgendwo eine Tür schließt, dann öffnet sich auch immer eine neue und das wünsche ich Alvaro von Herzen, dass er weiter seinen Weg gehen wird und vielleicht woanders noch Karriere machen kann. "Wir haben mit ihm gelitten und gehofft. Diese Nachricht ist natürlich ein dramatischer Schlag", sagte Tony Jantschke.

SID / Alexander Barklage

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