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Zum 15. Mal wurde 2015 der Supercup ausgetragen. DFB-Pokalsieger VfL Wolfsburg empfing den Deutschen Meister FC Bayern München. bundesliga.de hat alles Wissenswerte zum großen Showdown im "A bis Z" zusammengefasst.

A wie Auftakt  

Der Supercup ist der erste offizielle Titel der Saison. Ein deutscher Club kann rein theoretisch drei nationale (Supercup, Deutsche Meisterschaft, DFB-Pokal) und drei internationale Titel (Europäischer Supercup, FIFA Klub-Weltmeisterschaft, Europa oder Champions League) gewinnen.

B wie beinah  

Fast wäre dem FC Bayern 2013 der Gewinn dieses Sextetts gelungen. Die Münchner gewannen 2012/13 DFB-Pokal, Deutsche Meisterschaft und die Champions League, holten anschließend den UEFA-Supercup und die Klub-Weltmeisterschaft. Nur im Supercup scheiterten sie, mussten sich in Pep Guardiolas erstem Pflichtspiel als Bayern-Coach Borussia Dortmund mit 2:4 geschlagen geben.

C wie Clubs  

Der VfL Wolfsburg war der zwölfte Club, der das Spiel um den Supercup erreicht hat. Rekordteilnehmer waren die Bayern, die 2015 bereits zum neunten mal um die Trophäe kämpften.

D wie Debüt  

Erstmals trat der VfL Wolfsburg im Supercup an. Die Wölfe wurden zwar 2009 Deutscher Meister, doch damals wurde der Supercup nicht offiziell ausgetragen. Wolfsburg und DFB-Pokalsieger SV Werder Bremen spielten stattdessen den inoffiziellen Volkswagen SuperCup aus.

E wie Elfmeter  

Schon drei Mal wurde die Entscheidung über den Supercup-Sieg erst im Elfmeterschießen entschieden. 1993 gewann der SV Werder Bremen gegen Bayer 04 Leverkusen, 1996 Borussia Dortmund gegen den 1. FC Kaiserslautern und 2011 der FC Schalke 04 gegen den BVB.

F wie Fünfzehn  

Der Supercup wurde bis zum Jahr 2015 schon 15 Mal ausgetragen. Offizielle Partien gab es von 1987 bis 1996. Seit der Saison 2010/11 findet das Finale unter DFL-Regie statt.

G wie Gesamtbilanz  

Im ewigen Bundesliga-Vergleich mit den Wölfen lagen die Bayern vor dem Supercup 2015 deutlich vorne. Von 36 Spielen gewann der FCB 27, Wolfsburg nur vier bei fünf Remis (78:32 Tore). Immerhin: in Wolfsburg sah es für den VfL etwas besser aus. Da lautete die Bilanz 4:10-Siege gegen die Gastgeber.

H wie Heimvorteil  

Seit 2011 findet der Supercup im Stadion des DFB-Pokalsiegers bzw. Vizemeisters statt. Bis 2015 gab es nur Heimsiege, zuletzt 2014 das 2:0 von Dortmund gegen die Bayern. Der Deutsche Meister war im Supercup also seit fünf Jahren sieglos.

I wie international  

Der Supercup fesselt nicht nur die Fans in Deutschland. 2014 wurde die Partie in fast 200 Ländern live übertragen.

J wie Jubel  

Der damalige Rekordsieger beim Supercup war 2015 nicht dabei. Durch das 2:0 im Duell gegen die Bayern 2014 führte Borussia Dortmund mit fünf Triumphen alleine vor dem FC Bayern (4). Die Münchner hatten 2015 die Chance wieder auszugleichen. (XXL-Galerie der bisherigen Gewinner).

K wie Kenner  

Drei Spieler in Reihen des FCB standen vor 2015 schon vier Mal im Supercup: Philipp Lahm, Thomas Müller und Robert Lewandowski (dreimal mit dem BVB). Sie konnten zu den Rekordteilnehmern Ulrich Borowka, Oliver Reck und Mirko Votava aufschließen, die mit Werder Bremen jeweils fünf Mal im Supercup standen.

L wie leidensfähig  

Bei zuvor acht Teilnahmen hatten die Bayern vier Mal gewonnen, also genau die Hälfte der Supercup-Duelle. Damit waren sie mit vier Niederlagen aber auch Rekordverlierer des Wettbewerbs. Dortmund und Kaiserslautern unterlagen vor 2015 je zweimal im Supercup.

M wie Meister  

Die jüngste Bilanz im Supercup vor 2015 sprach klar gegen die Deutschen Meister, die fünf Spiele in Folge verloren hatten. Insgesamt führten sie aber immer noch mit neun Triumphen zu sechs Erfolgen der DFB-Pokalsieger bzw. Vize-Meister.

N wie Neuheit  

Erstmals kam beim Supercup 2015 die neue Torlinientechnologie zum Einsatz. In der Bundesliga wurde sie in der Saison 2015/16 in allen Spielen Pflicht. Das System soll dem Schiedsrichter die Entscheidung über Tor oder nicht Tor vereinfachen.

O wie Otto  

Der Rekordtrainer der Bundesliga (832 Spiele) ist auch Spitzenreiter im Supercup. Insgesamt war Otto Rehhagel sechs Mal als Chefcoach im Supercup. Fünf Mal erreichte er das Finale mit Bremen, einmal mit Kaiserslautern. Dreimal sicherte er sich den Cup.

P wie Pokalsieger  

Erstmals gewannen die Wölfe 2015 den DFB-Pokal, siegten im Finale 3:1 gegen Borussia Dortmund. 1995 hatte der VfL als Zweitligist das Finale schon einmal erreicht, aber gegen Gladbach (0:3) verloren. Die Bayern hatten als Rekord-Pokalsieger die Trophäe bis 2015 schon 17 Mal gewonnen.

Q wie Qualität  

Torreich ging es in der Vergangenheit zumeist in den Spielen des Supercups zu. In den 15 Endspielen vor 2015 fielen 49 Tore – im Schnitt 3,3 pro Partie.

R wie Rekordtorschütze  

Der erfolgreichste Supercup-Knipser war bis 2015 Wynton Rufer. Der Neuseeländer traf fünf Mal im Supercup für Werder Bremen.

S wie Sensation  

Zweimal konnte der VfL die Bayern in der Bundesliga sensationell hoch besiegen. 2009 gewannen die Wölfe in Wolfsburg 5:1 und wurden anschließend Deutscher Meister. 2015 gab es ein 4:1 – Bayerns erste Saisonniederlage, wobei sie genauso viele Tore kassierten wie in der kompletten Hinrunde.

T wie Trophäe  

Der aktuelle Pokal wird seit 2010 als Wanderpokal vergeben. Er ist 53 Zentimeter hoch und sechs Kilo schwer. Die Trophäe symbolisiert zwei Arme – einen silbernen, der für die Meisterschale steht, und einen goldenen für den DFB-Pokal -, die einen Ball halten. Der Versicherungswert des Supercups liegt bei 40.000 Euro.

U wie Umweltschutz  

Für den VfL Wolfsburg gehört Umweltschutz zu den wesentlichen Unternehmenszielen. Die VOLKSWAGEN Arena wird daher etwa zu 100 Prozent mit Ökostrom betrieben, die Wassersprenger mit Grauwasser aus dem Mittellandkanal gespeist. (Bundesliga Umweltreport)

V wie Verlängerung  

Im Supercup gibt es im Gegensatz zu anderen Endspielen keine Verlängerung. Sollte es nach 90 Minuten unentschieden stehen, gibt es gleich ein Elfmeterschießen. Ein solches gab es vor 2015 zuletzt 2011 als der FC Schalke 4:3 gegen den BVB gewann.

W wie Wechsel  

Wolfsburg und Bayern hatten sich beide nur punktuell für die neue Saison 2015/16 verstärkt. Bei den Wölfen war Stürmer Max Kruse (Borussia Mönchengladbach) der bekannteste Zugang. Die Bayern hatten die Mittelfeldspieler Douglas Costa (Schachtjor Donezk) und Arturo Vidal (Juventus Turin) sowie Sven Ulreich (VfB Stuttgart) als zweiten Torwart geholt.

X wie XXL  

In der Saison 91/92 nach der Wiedervereinigung wurden gleich drei Spiele ausgetragen, um den Supercup-Sieger zu ermitteln. Neben dem Deutschen Meister 1. FC Kaiserslautern und DFB-Pokalsieger Werder Bremen traten auch DDR-Doublesieger Hansa Rostock und Pokalfinalist Stahl Eisenhüttenstadt an. Lautern gewann den Cup.

Y wie Youngster  

2014 setzte Coach Pep Guardiola – auch weil viele WM-Fahrer noch nicht in Form waren – auf die Jugend, brachte mit Pierre-Emil Höjbjerg (damals 19) und Gianluca Gaudino (17) zwei Youngster in der Startelf.

Z wie Zuschauer  

Auch die 15. Auflage des Supercups war wieder ausverkauft. In der VOLKSWAGEN Arena in Wolfsburg waren rund 30.000 Fans live dabei. Damit war jeder Supercup seit Wiederaufnahme 2010 ausverkauft.