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München - Stolpern sie, oder stolpern sie nicht? Das ist die Frage, die sich alle vor dem Duell des FC Bayern München beim 1. FSV Mainz 05 am 20. Spieltag stellen (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). In den vergangenen Jahren hatte der Rekordmeister so seine Probleme mit dem selbsternannten Karnevalsverein.

Doch nicht nur beim Duell der Bayern in Mainz steht einiges auf dem Spiel. Schlusslicht Fürth will beim FC Schalke mit dem ersten Sieg seit 17 Spieltagen die Hoffnung auf den Klassenerhalt am Leben halten, während 1899 Hoffenheim gegen den SC Freiburg schnellstmöglich wieder von den Abstiegsplätzen springen möchte, was Augsburg beim VfL Wolfsburg zu verhindern versucht. In Düsseldorf kämpfen die Fortuna und der VfB Stuttgart um die ersten Punkte in der Rückrunde. bundesliga.de präsentiert die Vorschau zu den Samstagsspielen der Bundesliga.

Mainz gegen Bayern - das hört sich an wie David gegen Goliath. Doch die 05er haben den vermeintlichen Riesen in der Vergangenheit schön häufiger ins Straucheln, das ein oder andere Mal sogar zu Fall gebracht, was Thomas Tuchels Bilanz von drei Siegen und einem Unentschieden bei sieben Spielen gegen den Rekordmeister bestätigt. Und auch diesmal könnte Mainz zum Stolperstein für den Tabellenführer werden, der in der Coface Arena noch nicht gewonnen hat.

"Das wird kein einfaches Spiel", sagte Daniel van Buyten und erinnerte sich an die 2:3-Niederlage in der vergangenen Saison. "Zuletzt haben wir uns dort sehr schwer getan." Diesmal wollen die Bayern aber nicht stolpern und schon gar nicht fallen. "Wir versuchen, das eine oder andere noch besser zu machen", berichtete Bastian Schweinsteiger über die Vorbereitung der Münchener auf die Partie in Mainz, die Xherdan Shaqiri und Rafinha (beide Sprunggelenksverletzung) vom heimischen Sofa aus verfolgen müssen. Wieder fit ist David Alaba.

Viel schwerer wiegt auf Seiten der Mainzer der Ausfall von Top-Torjäger Adam Szalai, der wegen seiner fünften Gelben Karte zum Zuschauen verdammt ist. Nicht nur deswegen wird das Duell gegen Bayern "eine Riesenaufgabe", wie Andreas Ivanschitz sagte. Auf fremden Platz sind die Münchner noch ungeschlagen, haben erst ein Gegentor kassiert. "Für uns ist es gegen die Bayern wichtig, mit den kleinen Dingen zufrieden sein", sagte Tuchel im Vorfeld. Eines dieser Ziele wird sein, die Null möglichst lange zu halten, was der FSV bereits in vier Heimspielen und beiden Rückrunden-Partien geschafft hat.



Schiedsrichteransetzungen

Groß gegen Klein ist auch Programm bei der Partie des FC Schalke 04 gegen die SpVgg Greuther Fürth. Das "Kleeblatt" reist als Tabellenletzter ins Ruhrgebiet, wo Mike Büskens eine "spannende Aufgabe" erwartet. "Es geht nur, wenn wir eng zusammenstehen und diese Aufgaben gemeinsam annehmen", schwörte der Trainer seine Mannschaft auf den "individuell sehr gut" besetzten Gegner ein. Eine Umstellung wird Büskens im Mittelfeld vornehmen müssen, wo Stephan Fürstner gelbgesperrt fehlt. Fraglich ist auch noch der Einsatz von Zoltan Stieber, der Probleme mit der Fußsohle hat.

Bei "Königsblau" stellt man sich auf eine schwierige Aufgabe ein. "Wir werden wahrscheinlich viel Geduld aufbringen müssen. Aber klar ist: Wir wollen das Spiel vor eigenem Publikum gewinnen", sagte Jens Keller, der die Fürther als "sehr kampfstark" einschätzt und damit rechnet, dass "sie mit zehn Mann um den Sechzehner verteidigen werden". Veränderungen muss der S04-Coach aufgrund der Verletzung Ciprian Maricas zwangsläufig vornehmen. Wahrscheinlich ist zudem, dass Jermaine Jones (nach Rotsperre) und Neuzugang Michel Bastos in die Startelf rücken werden.



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Das Duell der Punktlosen steigt in Düsseldorf, wo mit der Fortuna und dem VfB Stuttgart zwei Teams aufeinandertreffen, die in der Rückrunde noch nichts Zählbares sammeln konnten. Daher stehe der VfB auch unter "Zugzwang", wie Serdar Tasci sagte. Denn schließlich wollen die Schwaben weiterhin um Platz 6 mitspielen, der derzeit vier Punkte entfernt liegt. "Die große Stärke der Fortuna ist es, dass sie nie aufgibt", sagte Bruno Labbadia, der am Mittwoch seinen Vertrag verlängerte. "Sie wird von ihren Fans jede Sekunde angepeitscht, so dass sie viel investiert." Beim Gastspiel am Rhein kann der Trainer wieder auf Gotoku Sakai (Sperre) zurückgreifen, muss aber auf Martin Harnik (Gelb-Rot) verzichten. Erstmals im Kader stehen wohl Federico Macheda und Alexandru Maxim.

Für die Düsseldorfer gilt, den Abwärtstrend der ersten beiden Rückrunden-Spieltage zu stoppen, damit man nicht zu sehr in den Abstiegskampf rutscht. Derzeit trennen die Flingerer nur noch acht Zähler vom Relegationsplatz. Beim Kampf um den erneuten Anschluss ans Mittelfeld muss Trainer Norbert Meier nach wie vor auf Jens Langeneke (Trainingsrückstand) verzichten. In der Innenverteidigung könnte der wiedergenesene Stelios Malezas den zuletzt unglücklich agierenden Juanan ersetzen. Ob Neuzugang Cristian Ramirez im Kader stehen wird, ist noch offen.



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Augsburg, Fürth, München - dem VfL Wolfsburg stehen nicht nur bayrische, sondern vor allem entscheidende Wochen bevor, wenn Richtung Europapokal noch einmal was möglich sein soll. Daher ist ein Sieg gegen den FCA auch Pflicht, wie Diego bestätigte: "Es wird ein schweres Spiel, das wir aber unbedingt gewinnen müssen." Diegos Trainer hat die Schwaben vor zwei Wochen gegen Düsseldorf beobachtet und war beeindruckt. "Der Sieg über die Fortuna war verdient und auch im Heimspiel gegen Schalke konnte man sehen, dass unser Gegner den Abstiegskampf angenommen hat", analysierte Dieter Hecking, der wohl erneut auf Ivan Perisic (Adduktorenprobleme) bauen kann.

Bei den Gästen, die aktuell den Relegationsplatz 16 belegen, gibt es drei Fragezeichen im Kader: Daniel Baier war zuletzt erkältet, Ja-Cheol Koo und Ronny Philp sind noch vom Schalke-Spiel angeschlagen. Weiterhin nicht dabei ist Keeper Simon Jentzsch (Magen-Darm-Infekt). Trotz aller offenen Personalien will Markus Weinzierl "unsere Leistungen bestätigen und weiter punkten, auch wenn wir wissen, dass Wolfsburg eine sehr hohe individuelle Qualität hat". Die vier Punkte aus den ersten beiden Spielen der Rückrunde sollten dem FCA aber ausreichend Selbstvertrauen geben, um Wolfsburg einen guten Kampf zu liefern.



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Richtungsweisenden Charakter hat das Spiel gegen den SC Freiburg für die TSG 1899 Hoffenheim. Die Kraichgauer sind nach bislang nur einem Punkt in der Rückrunde auf einen direkten Abstiegsplatz gerutscht und benötigt dringend Zählbares. "Drei Punkte am Samstag sind enorm wichtig", sagte Marco Kurz, dem in Igor de Camargo ein neuer Stürmer zur Verfügung steht. "Freiburg ist sehr stark. Sie sind sehr giftig und rufen seit einem Jahr konstant ihre Leistung ab", fand der Chef-Trainer lobende Worte für den Gegner.

Der will sich von der derzeitigen Situation der Gastgeber nicht blenden lassen. "Der Blick auf die Tabelle sagt nichts darüber aus, welche Qualitäten Hoffenheim hat", sagte SC-Trainer Christian Streich vor der Partie, in der er vielleicht wieder auf den vom Afrika-Cup zurückgekehrten Cedrick Makiadi bauen kann. "Wir werden uns unterhalten, wie er seine Verfassung selber einordnet und dann entscheiden wir", so Streich. Nicht einsatzbereit sind die verletzten Mensur Mujdza (Rückenprobleme), Sebastian Freis (Schulteroperation) und Immanuel Höhn (Adduktorenprobleme).



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