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München - Nach dem Sensationssieg auf Schalke will die SpVgg Greuther Fürth nun auch endlich in der heimischen Trolli Arena feiern. Im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg soll nach zehn erfolglosen Versuchen der erste Dreier her. Auch 1899 Hoffenheim geht nach dem 2:1-Erfolg gegen Freiburg gestärkt ins Auswärtsspiel bei Hannover 96. Der VfB Stuttgart hofft gegen Werder Bremen auf die ersten Punkte in der Rückrunde. bundesliga.de hat die Infos zu den Samstagsspielen (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Hier geht's zur Vorschau der anderen drei Partien.

Nach dem 2:1-Erfolg bei Schalke 04 schöpft Fürth wieder Hoffnung im Abstiegskampf und will nun endlich den ersten Heimsieg seiner Bundesliga-Geschichte feiern. "Die Sehnsucht danach ist sehr groß", sagt Trainer Mike Büskens. "Wir hoffen, dass wir den Schwung mitnehmen können. Wir haben bei einem Gegner gewonnen, der in der Champions League die deutschen Farben vertritt, der gespickt ist mit Nationalspielern und das kann jedem unserer Spieler sehr viel Vertrauen geben."

Wer gegen Wolfsburg auflaufen wird, bleibt wie gewohnt das Geheimnis des Trainerstabes. Edgar Prib und Stephan Fürstner winkt allerdings die Rückkehr in den Kader. Weiter fehlen wird Heinrich Schmidtgal (Patellasehnen-Probleme). Zoltan Stieber fällt auf unbestimmten Zeit wegen einer Schulterverletzung aus.

VfL-Coch Dieter Hecking ahnt bereits, was auf die "Wölfe" zukommen wird: "Das Team wird mit Sicherheit alles raushauen, um endlich auch vor eigenem Publikum ein Spiel zu gewinnen. Der Gegner hat gegen uns und anschließend in Düsseldorf zwei immens wichtige Partien vor der Brust, bei denen er sich auch etwas ausrechnet. Die Jungs werden uns sicher auch läuferisch alles entgegensetzen, was in ihnen steckt."

Personalsorgen plagen Hecking keine: "Bis auf Makoto Hasebe, der etwas später zu uns stoßen wird, sind alle verletzungsfrei von ihren Länderspielreisen zurückgekehrt. Daher können wir uns jetzt wieder mit voller Kraft auf unser Tagesgeschäft konzentrieren", so Hecking, der sich eher mit dem Abstiegskampf als mit Europa beschäftigt. "Als 15. ist man bekanntlich alles andere als gerettet, allein schon deshalb verbietet sich eigentlich die Frage nach unserer Blickrichtung."



Schiedsrichteransetzungen

Der VfB will nach drei Pleiten zum Rückrundenstart endlich wieder punkten. Dabei kann Cheftrainer Bruno Labbadia auf alle Nationalspieler zurückgreifen, die auf Länderspielreisen waren. Ein Fragezeichen steht allerdings noch hinter dem Einsatz von Georg Niedermeier. Der 26-Jährige absolvierte zwar am Mittwoch eine der zwei Einheiten, als es jedoch an den spielerischen Bereich ging, setzte der Innerverteidiger aus.

Martin Harnik will sich das Selbstvertrauen im Spiel gegen Werder zurückholen. "Wenn wir zwei, drei gute Aktionen hintereinander haben und die Mannschaft merkt, dass etwas möglich ist, dann ist diese breite Brust binnen weniger Minuten wieder da."

Werder-Trainer Thomas Schaaf kann unterdessen bei Zlatko Junuzovic Entwarnung geben. Er wurde bei Österreichs Freundschaftsspiel gegen Wales aufgrund von muskulären Problemen nur eingewechselt. "Er hat signalisiert, das alles in Ordnung ist", sagte Schaaf.

Aufgrund der kurzen Vorbereitungszeit und der zerfahrenen Übungswoche sei es jetzt besonders wichtig, sich schnell auf den Gegner einzustellen und vorzubereiten, sagte Schaaf. Die positiven Erlebnisse des 2:0-Sieges über Hannover sollen dabei weiter Ansporn sein. "Wir müssen uns das Positive vom letzten Wochenende noch einmal in die Köpfe rufen, dürfen uns aber nicht mit dem Hannover-Spiel zufrieden geben. Wir wissen, dass wir am Samstag mindestens die gleiche Leistung abrufen müssen, um gegen Stuttgart bestehen zu können", sagte Schaaf.



Schiedsrichteransetzungen

Da es für Hannover auswärts nach wie vor nicht läuft, will 96 die Punkte im eigenen Stadion sammeln. Gegen Hoffenheim muss Cheftrainer Mirko Slomka allerdings mal wieder improvisieren. Zu den Langzeitverletzten Steven Cherundolo, Mario Eggimann, Felipe, Leon Andreasen und Lars Stindl gesellen sich auch Franca (Erkältung) und Sebastien Pocognoli (Rotsperre) dazu.

Immerhin kann Slomka wieder auf Didier Ya Konan bauen, der fit vom Afrika-Cup zurückgekehrt ist. Von der Leistung Hoffenheims beim 2:1-Sieg gegen Freiburg zeigte sich der 96-Coach beeindruckt: "Sie haben 52 Prozent der Zweikämpfe gewonnen, das ist außergewöhnlich viel. Ich glaube, dass es sehr schwer gegen sie wird."

Nach dem Heimerfolg gegen Freiburg legt Hoffenheims Cheftrainer Marco Kurz Wert darauf, den Blick nach vorne zu richten und sich auf die kommenden Aufgaben zu konzentrieren: "Natürlich hat man nach dem Spiel gemerkt, dass Siege durch nichts zu ersetzten sind. Aber wir wollen diese Leistung weiter einfordern und diese in den nächsten Spielen weiter zeigen."

Im Hinblick auf Hannover lobte Trainer Kurz vor allem die Offensive der Niedersachsen: "Die Hannoveraner haben erstklassige Stürmer und sind enorm heimstark. Wir müssen ihre Wucht und ihr schnelles Umschalten annehmen. Ich glaube, es werden viele Emotionen mitspielen, aber wir fahren dorthin um Punkte zu holen."

Neben den beiden Langzeitverletzten Sebastian Rudy und Sejad Salihovic stehen Kurz auch Sven Schipplock (Achillessehne) und Luis Advincula nicht zur Verfügung. Der Neuzugang muss nach einem Autounfall am Donnerstagmorgen für weitere Untersuchungen zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben. Fraglich ist zudem der Einsatz der beiden US-Boys Fabian Johnson und Daniel Williams, die erst am Freitag von ihrer Länderspielreise zurückkamen sowie der von Eren Derdiyok (Knöchelprobleme).



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