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München - Der Kampf um den Klassenerhalt bietet nicht nur Jahr für Jahr absoluten Nervenkitzel, sondern bringt auch immer wieder dramatische Wendungen und statistische Kuriositäten mit sich: Als "Bayern-Schreck" in die 2. Bundesliga, vom Meister zum Absteiger - das sind Geschichten, wie sie nur der Fußball schreibt. bundesliga.de hat einige besondere Momente zusammengefasst.

40 Punkte reichen locker? Von wegen!

40 Punkte gelten schon seit Jahren gemeinhin als ausschlaggebendes Kriterium für den Klassenerhalt. Wer diese wichtige Marke geknackt hat, kann eigentlich kaum noch absteigen - oder etwa doch? Historisch waren die Stuttgarter Kickers um Dimitrios Moutas (Foto: Imago) und Hansa Rostock jedenfalls die Absteiger mit den meisten Punkten (jeweils umgerechnet 41). Das war allerdings in der Saison 1991/92, als es das einzige Mal 38 Spieltage gab.

Knapp vorbei ist auch daneben

Im Zeitalter der Drei-Punkte-Regel hat es den Karlsruher SC mit den meisten Punkten doch noch erwischt: In der Saison 1997/98 sind die Badener um Spielmacher Thomas "Icke" Häßler mit stolzen 38 Zählern abgestiegen.

Doppelt bitter

Mit den meisten gewonnenen Spielen hat es Hertha BSC und Werder Bremen erwischt: Beide kamen 1979/80 auf jeweils elf Saisonsiege - und mussten dennoch gemeinsam runter in die 2. Bundesliga. Die SVW-Profis Franz Hiller (l.) und Norbert Siegmann konnten es kaum glauben (Foto: Imago).

"Unschlagbar" abgestiegen

Der 1. FC Kaiserslautern ist 1995/96 zum ersten Mal aus der Bundesliga abgestiegen. Und das obwohl die Pfälzer in dieser Saison kaum zu schlagen waren und insgesamt nur zehn Niederlagen hinnehmen mussten - das passierte sonst keinem anderen Team. Youngster Thomas Hengen war am 34. Spieltag untröstlich.

Jubelnd in den Abgrund

Die bislang offensivstärksten Absteiger waren der KSC um Karl-Heinz Struth (l.) und Jürgen Kalb (Foto: Imago) in der Saison 1976/77 sowie Hansa Rostock 1991/92 - beide sind trotz jeweils 53 erzielten Toren abgestiegen.

Abwehrbollwerk kein Allheilmittel

Defensivstärkster Absteiger war Kaiserslautern in der Saison 1995/96 - der FCK um Libero Andreas Brehme (l.) kassierte nur 37 Gegentore in 34 Spielen, musste aber dennoch den schweren Gang in die 2. Bundesliga antreten. Außerdem waren die Roten Teufel damals der Absteiger mit der bislang besten Tordifferenz (minus sechs).

Heimsiege werden überbewertet

Das Bremer Weser-Stadion war 1979/80 eine echte Bastion. Werder gewann in dieser Spielzeit zwar gleich zehn von 17 Heimspielen, was aber auch nicht mehr verhinderte, dass Jürgen Röber (l.) und Co. am Saisonende abstiegen.

Vom Meister zum Absteiger

Ein Absturz für die Ewigkeit: Der 1. FC Nürnberg hat es als einziger amtierender Meister geschafft, in der direkt darauffolgenden Saison abzusteigen (1968/69). Ein bitterer Gang für Heinz Müller (l.) und Co. - vom Europapokal in die 2. Bundesliga (Foto: Imago)!

Nur nicht zu früh freuen

In der Saison 1998/99 schien der FCN um Nationaltorhüter Andreas Köpke (l.) schon fast gerettet, stürzte dann aber am letzten Spieltag in der Abschlusstabelle noch von Platz 12 auf Rang 16 ab und musste doch noch runter in die 2. Bundesliga - auch das ist in der Form noch keinem anderen Team passiert.

Katerstimmung am letzten Spieltag

Fortuna Düsseldorf ist in der Saison 2012/13 an den ersten 33 Spieltagen nie auf einem direkten Abstiegsplatz gestanden. Ausgerechnet nach dem 34. Spieltag war es für den damaligen Aufsteiger dann erstmals so weit. Eine unschöne Punktlandung für die Rheinländer um Axel Bellinghausen!

Tiefer Fall

Der MSV Duisburg 1991/92 und Eintracht Frankfurt um Patrick Ochs 2010/11 sind nach der Hinrunde sogar noch auf dem 7. Platz gestanden. Schnell träumten im Umfeld die ersten von der Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb - doch stattdessen ging es am Saisonende eine Spielklasse tiefer. 

Siege gegen Bayern sind nicht genug

Rostock ist 1991/92 abgestiegen, obwohl Hansa um Juri Schlünz (l.) damals beide Saisonspiele gegen den FC Bayern München gewonnen hatte (jeweils 2:1) - dieses Kuntstück hat bis heute noch kein anderes Team geschafft.

Stefan Missy