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Skurrile Situationen, bemerkenswerte Augenblicke und persönliche Schicksale im deutschen Profi-Fußball 2008.

Das waren die Top-Ereignisse im Monat SEPTEMBER:

Im Mai hatte er sein letztes Bundesligaspiel bestritten. Jetzt, im September, feierte Oliver Kahn mit 69.000 Zuschauern in der Allianz Arena einen emotionalen und endgültigen Abschied vom aktiven Profi-Dasein. Als Schiedsrichter Dr. Markus Merk um 21:40 Uhr den Ball in die Hand nahm und die Partie zwischen dem FC Bayern und der deutschen Nationalelf eine Viertelstunde vor Spielschluss unterbrach, endete eine Ära endgültig. Das Flutlicht in der ausverkauften Arena wurde gedimmt und ein Spotlight auf den Abschiednehmenden gerichtet. "Ich glaube, das war das Größte, was ich in meiner Karriere erlebt habe - das ist der Gipfel für mich. Ich kann mich nur bedanken", sagte Kahn ergriffen von den Emotionen nach seiner Auswechslung.

Michael Oenning war seit dem Rücktritt von Thomas von Heesen am 28. August 2008 Interimstrainer des 1. FC Nürnberg. Beim Heimspiel gegen Alemannia Aachen am 31. August 2008 saß er erstmals als hauptverantwortlicher Trainer auf der Bank. Im September beschloss der "Club", den Blick bei der Trainersuche nicht in die Ferne schweifen zu lassen, da das Gute ja schon so nahe war. "Wir kennen Michael Oennings Arbeitsweise sehr gut und schätzen seine Qualitäten", erklärte Sportdirektor Martin Bader und installierte den Grimme-Preis-Träger im September fix als neuen Trainer des fränkischen Traditionsclubs.

Zugegeben, es gibt undankbarere Auftaktgegner für eine WM-Qualifikation. Aber letztlich muss man es ja eh immer nehmen, wie es kommt. Für Jogi Löw und seine National-Kicker stand auf dem Weg nach Südafrika erst einmal das ungleiche Duell gegen die "Fußball-Großmacht" Liechtenstein auf dem Programm. Liechtenstein hielt im Dauerregen von Vaduz zunächst aggressiv dagegen, doch dann machte das deutsche Team ernst. Lukas Podolski traf doppelt. Simon Rolfes, Bastian Schweinsteiger, Thomas Hitzlsperger und Heiko Westermann verewigten sich ebenfalls auf dem Spielberichtsbogen als Torschützen. Am Ende hieß es 6:0 für Deutschland zum Auftakt in die Qualifikation. Pflicht erledigt.

Madonna hat in ihrer beispiellosen Karriere ja schon für einige Skandale gesorgt und selbstredend den Vatikan erzürnt. Im September verantwortete sie dann sogar indirekt die Absage der Partie Frankfurt gegen den KSC. Nach dem Konzert der "Queen of Pop" wurde die Commerzbank Arena mit neuem Grün ausgelegt. Doch der Rasen wollte nicht anwachsen. Es bestand Rutschgefahr wie bei einem Steppteppich auf glattem Parkett. "Wir haben deshalb mit Blick auf die Gesundheit der Spieler entschieden, das Spiel abzusagen", erklärte Holger Hieronymus (DFL-Geschäftsführer Spielbetrieb). "Angesichts rund 50.000 zu erwartender Besucher des Spiels haben wir es uns mit dieser Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht."