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Die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH und die Premier Soccer League (PSL) aus dem WM-Gastgeberland Südafrika werden künftig im Rahmen einer Partnerschaft kooperieren. Das gaben die beiden Ligen heute auf einer Pressekonferenz in Johannesburg bekannt.

Die Kooperation beinhaltet vor allem einen wechselseitigen Knowhow-Austausch und ist Teil einer umfassenden Auslandsstrategie der DFL, die bereits mit der Major League Soccer (USA) und der All Indian Football Federation (Indien) ähnliche Abkommen geschlossen hat.

"Fußball ist eine weltweite Angelegenheit"

"Wir sind davon überzeugt, mit der Premier Soccer League den richtigen Partner auf dem afrikanischen Kontinent gefunden zu haben", sagt DFL-Geschäftsführer Tom Bender. "Fußball ist mittlerweile eine weltweite Angelegenheit - mit Blick auf die Begeisterung der Fans, aber auch wirtschaftlich und technologisch. Von daher ist es nur folgerichtig, dass sich die DFL global aufstellt und gezielt strategische Partnerschaften mit anderen Ligen eingeht. Für die DFL ist es im Sinne der Nachhaltigkeit und Glaubwürdigkeit unerlässlich, in bestimmten Welt-Regionen nicht nur Fernseh-Rechte zu vertreiben, sondern mit ausgewählten Leuchtturm-Projekten vertreten zu sein."

Der Austausch beider Ligen soll vor allem auf operativer Management-Ebene stattfinden und die Bereiche Spielbetrieb/Lizenzierung/Organisation, Vermarktung und Kommunikation einschließen. Zudem ist die Bundesliga-Stiftung mit einem Aids- Aufklärungsprojekt in Südafrika präsent. Eine wirtschaftliche Unterstützung der PSL ist nicht vorgesehen.

Jährlich zwei gemeinsame Treffen geplant

Das besondere Interesse der PSL im Rahmen der Kooperation gilt dem selbst gesteckten Ziel, möglichst umfassend von der kommenden WM-Endrunde im eigenen Land zu profitieren. "Deutschland und die Bundesliga haben eine tolle WM ausgerichtet und dabei Grundlagen für die weitere erfolgreiche Entwicklung der Liga gelegt. Davon können wir lernen. Die Partnerschaft ist daher eine bedeutende Möglichkeit für die PSL, die uns in den kommenden Jahren helfen wird", erklärt Kjetil Siem, Chief Executive Officer der Premier Soccer League.

Im Rahmen der Kooperation sind jährlich zwei große Treffen der Geschäftsführungen beider Organisationen geplant. Bereits zur Generalversammlung des Ligaverbandes im August wird die PSL mit einer Delegation in Deutschland erwartet.