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Hannover - Bei Hannover 96 wird es bereits am Donnerstag erstmals wieder ernst. Während der Großteil der Bundesligisten mitten in der Vorbereitung auf die neue Saison steckt und viele Profis noch über müde Beine klagen, müssen die Niedersachsen in der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League beim irischen Vertreter St. Patrick's Athletic schon Farbe bekennen.

Die Iren setzten sich in der 2. Runde gegen den bosnischen Vertreter NK Siroki Brijeg durch und haben großen Respekt vor den Niedersachsen. "Es wird ein schweres Spiel gegen Hannover", sagte Kapitän Conor Kenna. "Sie haben große Qualität, die Bundesliga ist stark. Wir werden uns mit einem Top-Team messen."

Slomka bleibt gelassen



Die Generalprobe von 96 zum Abschluss des Trainingslager in Bad Waltersdorf verlief nicht nach Wunsch. Gegen den polnischen Erstligisten Wisla Krakau kam Hannover im österreichischen St. Veit nicht über ein 1:1 hinaus.

"Das wirft uns nicht um, aber wir hätten den Sieg gern mitgenommen. Insgesamt haben wir gut in dieser Woche gearbeitet und damit die Grundlagen für eine hoffentlich erfolgreiche Saison gelegt", sagte Slomka, dessen Team durch Rückkehrer Szabolcs Huszti in Führung gegangen war und in der Schlussminute per Foulelfmeter den Ausgleich hatte hinnehmen müssen. Zu allem Überfluss verletzte sich Neuzugang Felipe. Der Innenverteidiger erlitt einen Muskelfaserriss und wird Hannover voraussichtlich zwei Wochen fehlen.

Gutes Omen



Stürmer Jan Schlaudraff ist trotz der holprigen Vorbereitung optimistisch. "Wir müssen uns steigern, das steht außer Frage. Aber wir haben als Mannschaft die Qualität, immer da zu sein, wenn es drauf ankommt. Das haben die letzten Jahre bewiesen, es braucht sich keiner Sorgen zu machen. Wir sind am 2. August voll da - und das ist das, was zählt", sagte der ehemalige Nationalspieler mit Überzeugung.

Dass ein gutes Ergebnis auf europäischer Bühne eine Initialzündung für eine gesamte Saison sein kann, erlebte Hannover bereits vor einem Jahr. In den Play-offs für die Europa League setzte sich 96 gegen den FC Sevilla durch und erlebte durch den Einzug ins Viertelfinale einen der größten Erfolge der Vereinsgeschichte. Der frühe Einstieg in die Saison stellt für Slomka kein Problem dar. "Ich bin froh darüber", sagte der Coach dem "Kicker". "Keine langgezogene Vorbereitung, so kommen wir gut in den Rhythmus."